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Seit Mai Übelkeit / Oberbauchbeschwerden

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Reizmagen | Expertenfrage

02.09.2021 | 12:45 Uhr

Ich bin männlich und Mitte 20.
Ich habe hier leider eine längere Krankheitsgeschichte.
Ich habe seit Ende des letzten Jahres hin und wieder Brustschmerzen auf beiden Seiten und war anschließend bei einem Gynäkologen und bei einem Orthopäden. Die Brutschmerzen äußerten sich wohl als Rippenschmerzen. Ich habe wohl eine leichte Skolliose und meine Rippen müssen wohl etwas für die Fehlstehlung der Wirbelsäule herhalten. So eine richtige Antwort konnte man mir aber nicht geben. Ich habe dann einfach damit gelebt, schließlich hat es mich nicht allzu dolle im Alltag beeinträchtigt. Hier ist noch hinzuzufügen, dass ich seit knapp 2 Jahren im Homeoffice bin und meine alltägliche Bewegung sich auch reduziert hat.

Jetzt das eigentliche Problem (sehe auch keinen Zusammenhang mit den Brutschmerzen) Mitte Mai habe ich plötzlich extreme Übelkeit bekommen ohne jegliche Anzeichen einer Infektion. Auch Tabeltten wie Vomex etc. haben mir nicht geholfen. Nach 2 Wochen ohne Verbesserung bekam ich dann Magen / Bauchschmerzen. Diese konnte ich aber nicht wirklich lokalisieren. Anschließend folgte ein Ultraschall, Magenspiegelung und Koloskopie. Allerdings wurde nie was wirklich gefunden. Ein Nahrungsunmittelverträglichkeitstest steht noch aus. Mittlerweile haben sich die komischen Magenschmerzen im Oberbauch / Magen festgesetzt, Es fühlt sich einfach durchgehend so an, als wäre da etwas in meinem Oberbauch / Magen. Ich spüre das quasi den ganzen Tag über. Es sind jetzt keine krampfartigen Bauchschmerzen oder sonst was, sondern nur dieses Druckgefühl. Zusätzlich habe ich auch mal mehr und mal weniger Schleimansammlungen im Stuhlgang (aber kein Durchfall). Ein MRT wurde bislang nur vom Dünndarm gemacht, aber der Oberbauch ist wohl auch ein bisschen drauf und die ersichtlichen Organe sollen wohl ganz gut aussehen. Ich habe gefühlt keinen normalen Appetit mehr. Ich könnte unendlich viel essen, ich könnte zugleich aber auch gar nichts essen. Nur das Magenknurren merke ich plötzlich irgendwann. Ich habe meine Mahlzeiten ganz normal beibehalten, die letzten Monate auch eher zu- statt abgenommen. 
Bin mittlerweile echt hilflos, zumal mir mein Arzt auch nicht wirklich weiterhelfen mag. Es wird auch nie so richtig was ausgeschlossen. Mittlerweile nimmt mich mein körperlicher Zustand auch psychisch mit. So bin ich träger und beschäftigte mich viel mit meinem Krankheitsbild. Ich bin wieder arbeitstätig, aber so richtig gut und gesund fühle ich mich seit Mai leider gar nicht mehr. 


07.09.2021 09:50 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Experte-Ohlert
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08.09.2021, 17:40 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 offensichtlich liegen ja zahlreiche Beschwerden vor, ohne dass sich ein greifbarer pathologischer Befund finden lässt.

Natürlich kann ich aus der Ferne überhaupt keine Stellung zu dem Einzelfall nehmen.
Ganz allgemein denkt man aber bei einem fehlenden pathologischen Befund trotz Beschwerden an ein Reizdarmsyndrom. Es handelt sich um eine Ausschlussdiagnose. Der Patient/die Patientin hat Beschwerden, wobei der Arzt/die Ärztin keine Pathologika finden kann. Nicht umsonst zählt das Reizdarmsyndrom daher zu den funktionellen Störungen. Mitunter werden diese Störungen auch eher dem neurologisch-psychiatrischen Fachgebiet zugeordnet. Ob dies eine zutreffende Zuordnung ist, soll hier einmal dahingestellt bleiben. Eine einheitliche Therapie des Reizdarmsyndrom gibt es nicht. Vielfach muss man – auch als Patient – ausprobieren, welche Wege zum Erfolg führen. 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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