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Ist das wirklich eine Gastritis?

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Reizmagen | Expertenfrage

29.07.2020 | 13:33 Uhr

Hallo,

bei mir hat alles angefangen vor 6 Monaten. Ich hatte Abends um 23:00 Uhr ein heftiges brennen(oder stechen) im Magen.
Ich konnte weder ruhig sitzen noch stehen und musste mich bewegen um mich von den Schmerzen abzulenken. Das ganze hat
ca 7 Stunden angehalten.

Ich habe mir nichts dabei gedacht. Ich vermutete das eine Fehlernährung dahinter steckt und habe mich nicht weiter darum gekümmert.
2 Wochen später bin ich in eine Bar gegangen und habe dort geraucht(ich rauche nur Sozial) 3 bier getrunken und danach eine Cola.

Plötzlich innerhalb von 30 Sekunden tat mein Magen extrem weh und mir war sehr unwohl. Dann wurde mein ganzer Körper taub und
mir wurde schwarz vor Augen und ich konnte kaum noch was hören. Dann plötzlich musste ich mich ohne Vorwarung übergeben.

Nachdem ich mich übergeben habe war alles direkt wieder gut, jedoch zitterte ich und ich war kalt und naß geschwitzt.
Ich bin jemand der schon seit Jahren ab und zu trinken geht und diese drei Bier sind nicht viel für mich.

Wieder zwei Wochen später hatte ich erneut diese extremem Magenkrämpfe, und dies wieder am Abend gegen 22:00 - 23:00 Uhr. Wieder
waren diese unerträglich und haben ca 7 Stunden angehalten.

Ich bin ausgewandert und wohne in einem Entwicklungsland, dies muss ich davor sagen. Ich bin dann also zu einem Arzt welche
ohne jegliche Tests zu machen gesagt hat das ich eine Gastritis habe. Ich habe dann einen Syrup bekommen welchen Ich vor meinen Mahlzeiten
einnehmen sollte.

Das ist nun ca 4-5 Monate her. Es ist tatsächlich besser geworden und ich habe diese heftigen Magenschmerz-Attacken nicht mehr gehabt. Jedoch habe
ich bis heute ab und zu noch diese brennen im magen, aber in einer abgeschwächten Form. Es ist dann auch leicht unangenehm aber immer noch ertragbar.

Meine Frage ist nun, wie soll ich hier weiter vorgehen? Ich bin ein wenig skeptisch des Arztes gegenüber da dieser eine Gastritis ohne
jegliche Tests diagnostiziert hat. Ich möchte hier eine vernünftige Lösung haben und weiss nicht was ich noch machen soll.

Ich bin männlich, 33 Jahre alt und ich habe keine Vorerkrankungen. Ich nehme keinerlei Mediakmente und bin leicht übergewichtig.

Vielen Dank.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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01.08.2020, 09:47 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Schreiben Sie sich am besten alle Ihre Fragen auf, dann vergessen Sie im Moment der Besprechung nichts, was Sie fragen wollten ;-)

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04.08.2020, 10:50 Uhr
Kommentar

Hallo liebes Lifeline-Team!

Ich bringe Sie nun wie versprochen einmal auf den neusten Stand.(Das ist teilweise von dem Dokument übersetzt. Es wird sicherlich ein wenig unleeserlich sein da ich manchmal nicht genau wusste was hier die Fachbegriffe der Medizin sind. Entschuldigen Sie bitte.)

1) Die Blutuntersuchungen waren alle im Normalbereich. Hier gab es keine Aufälligkeiten und ich wurde Negativ auf H Poly getestet.
2) Es wurden bei dem Ultraschall zwei Dinge festgestellt. Ich habe Gallensteine und eine Ziste auf meiner Niere. Also war die Diagnose der Gastritis inkorrekt.

Alles andere sah gut und normal aus(Pankreas, Prostata etc)

Zu den Gallenstein sagte der Doktor das es sehr kleine Steine und wenig sind. Diese sehen nicht nach "sludge" aus.
Zum Gallengang: Verweitet sich nicht. Kein "hiperekhoik" und kein "acoustic shadow".

Der Arzt sagte die Ziste auf der Niere sei unbedenklich Er schreibt hier ebenfalls kein "hiperekhoik" und kein "acoustic shadow".
Übersetztung aus dem Dokument: Sichtbare Anekhoik-Läsionen fester Rand mit regelmäßigen Rändern von 1,28 cm Durchmesser am oberen Pol der rechten Niere und lk 0,9 cm Durchmesser am mittleren Pol der linken Niere.

Was würden Sie raten? Wie soll hier weiter vorgenagen werden? Der Arzt riet mir eine Medizin welche die Gallensteine wohl auflösen soll.

Hier der Ultraschall meines bauches:

https://a.uguu.se/tmihdz.jpg

LG,
René

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05.08.2020, 17:34 Uhr
Kommentar

Hier nochmal der Link:

https://a.uguu.se/kissjx.jpg

Der Link  läuft immer nach 24 Stunden ab.

 

LG,

René

Lifeline Gesundheitsteam
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07.08.2020, 17:00 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo René,

Leider ist es uns nicht gestattet, Bilder via Internetforum medizinisch zu beurteilen. Sonographiebilder sind zudem bewegte Bilder und sehr Untersucherabhängig. Eine nachträgliche Beurteilung durch jemand anderes ist kaum möglich.

Blande Nierenzysten sind meist Zufallsbefunde und es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie Ihre Beschwerden aufgrund der Zysten haben. Blande Nierenzysten sollten im Verlauf ab und an sonographisch kontrolliert werden (vllt in 6 Monaten erneut, sollte sich dann nichts getan haben, vllt 1x/Jahr).

Gallensteine können kolikartige Schmerzen hervorrufen, wenn sie abgehen, dh durch das Gallengangssystem Richtung Darm wandern. Da Ihre Gallensteine wohl recht klein sind, kann es sein, dass auch mal ein Steinchen abgegangen ist. Sobald die Steine einen Durchmesser größer 1cm haben, ist es unwahrscheinlich, dass sie abgehen, da sie schlicht zu groß für das Gallengangssystem sind. Sie können jedoch den Abfluss behindern und somit zu einem Stau und im Verlauf zu einer Gallenblasenentzündung führen. Diese können ggf antibiotisch behandelt werden, doch bei rezidivuerenden Beschwerden aufgrund von Gallensteinen, sollte ggf. im Entzündungsfreien Intervall über eine operative Entfernung der Gallenblase nachgedacht werden. 

Welches Medikament wurde Ihnen denn nun verschrieben?

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam 

Lifeline Gesundheitsteam
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07.08.2020, 17:01 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Was hat Ihr Arzt Ihnen sonst für Alternativen vorgeschlagen?

Ihr Lifeline Gesundheitsteam 

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08.08.2020, 09:18 Uhr
Kommentar

Hallo! Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe mich vertan, ich habe zwei zysten und nicht nur eine. Jeweils eine auf jeder Niere. Aber wie bereits gesagt, der Arzt sagte dies sei normal und unbednklich. Der Arzt sagte auch ich soll es in 6 Monaten nochmals prüfen lassen.

Zu den Gallensteinen: Die Medizin heisst:"Urdafalk Ursodeoxycholic Acid 250 MG". Ich muss diese 2xTäglich einnehmen(morgens und abends), über einen Zeitraum von 4 Wochen.

Nach diesem Zeitraum sagte der Arzt er möchte einen neuen Ultraschall machen und schauen ob es geholfen hat. Falls es nicht geholfen hat dann würde ich die Operation in Erwähgung ziehen.

Was halten Sie davon?

 

LG,

René

Lifeline Gesundheitsteam
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09.08.2020, 13:06 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo René,

Dieses Medikament enthält einen Bestandteil von natülichen Gallensäuren und wird zur Auflösung von Gallensteinen, die aus Cholesterin bestehen, verwendet. Die Gallensteine dürfen auf dem Röntgenbild keine Schatten geben und sollten nicht größer als 15 mm im Durchmesser sein. Außerdem muss die Gallenblase trotz Gallenstein(en) funktionsfähig sein.

Da dies bei Ihnen anscheinend alles vorliegt, können Sie diese Therapie ausprobieren. Eine sonographische Kontrolle ist dann sicher sinnvoll, vllt haben sich Ihre Gallensteine dann aufgelöst und Sie haben keine Probleme mehr.

Sollten die Schmerzen wieder progredient sein, raten wir Ihnen dennoch, erneut Ihren Arzt aufzusuchen, damit er die Gallenblase vllt vorzeitig noch einmal kontrolliert.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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13.08.2020, 08:58 Uhr
Kommentar

Hallo liebes Lifeline-Team!

Vielen Dank für Ihre Hilfe und Ihre Beratung. Der Doktor sagte in meinem Fall wären die Gallensteine noch sehr "sandig" und man könnte das mit Medizin behandeln. Mal schauen ob das klappt, ansonsten eben die OP.

Ich halte Sie da mal auf den laufenden wenn ich den neuen Ultraschall mache in ca 4 Wochen was dabei herausgekommen ist.

Danke nochmal, Sie haben mir sehr geholfen!

 

LG und bleiben Sie gesund,

René

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