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Welche Behandlung möglich?

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Orthopädie | Expertenfrage

02.06.2020 | 07:43 Uhr

Vor rund 10 Jahren wurde erstmals auf Grund eines MRT ein Innenmeniskus-Riss festgestellt.

Ich mich vor zwei Monaten wg. starken Schmerken an einen (anderen) Orthopäden, der jedoch "nichts machen könnte auf Grund des alten MRT".

Ich beschaffte mir daher ein neues mit der Beurteilung "...Nachweis einer Rissbildung des Innenmeniskus mit vorwiegend horizontaler Komponente in der Pars intermedies sowie im Hinterhorns sowie zusätzlich..."

Auch damit konnte der Orthopödes "nichts machen".  Wirklich?

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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06.06.2020, 12:14 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

leider ist es uns anhand eines Internetforums nicht gestattet ohne ausführliche Anamnese und genaue körperliche Untersuchung eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie festzulegen, in Deutschland wäre dies zudem illegal. Dasselbe gilt für die Beurteilung von Auszügen eines medizinischen Befundes. 

Dass Ihr Orthopäe ein neues MRT gefordert hat, ist nachvollziehbar, da sich ein 10 Jahre alter Befund über die Ziet verändern kann.

Was meinte Ihr Orthopäde mit "nichts machen"? Dass er damit nichts anfangen könne oder dass er keine Indikation für eine operative Versorgung sieht? 

Bei ersterem raten wir Ihnen dringend, dass Sie sich eine Zweitmeinung bei einem anderen Orthopäden holen.

Manche Befunde werden primär konservativ behandelt, ggf. sekundär operaiv, manche bedürfen einer operativen Versorgung. Lassen Sie sich im Rahmen der Zweitmeinung eingehend beraten, was in Ihrem Fall die richtige Vorgehensweise wäre.

Nehmen Sie zu Ihrem Termin unbedingt die Bilder auf CD und den schrifltichen Befund mit. Ausgedruckte Bilder helfen hier nicht weiter.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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06.06.2020, 12:44 Uhr
Kommentar

"Nicht machen können" hieß nichts machen können!

Nach meiner Erfahrung real übersetzt:  Kein Privatpatient, dem man ein neues Knie einbauen kann und sich eine Goldene Nase verdienen...

Ich hatte auch einmal, noch als Privatpatient, ein angebliches Lendenwirbel-Reizsyndrom und bei der Untersuchung gleich ein OP-Angebot binnen weniger Tage. Ich wollte noch 2-3 Wochen abwarten, war dann aber dabei völlig beschwerdefrei bis heute nach 15 Jahren und musste mir sagen lassen, eine Spontanheilung erlebt zu haben..  Als ich darüber weiter berichtete, forderte mich der damalige Orthopäde schriftlich auf, seine Praxis nicht mehr zu betreten wg. Verlust des Vertrauensverhältnisses.

Darüber berichtete ich auch dem letzten Orthopäden ohne ihn in Sippenhaft nehmen zu wollen.  Das war aber  zuviel, und er stellte sich wohl schützend vor den famosen Standesgenossen- wie übrigens auch seinerzeit die örtliche Ärzteorganisation, die hier schon durchaus auch einem hoch stapelnden Schreinergesellen die Karriere bis zum Oberarzt ermöglichte..

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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08.06.2020, 11:00 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

eine Möglichkeit für eine Zweitmeinung wäre die Vorstellung in der "Kniesprechstunde" oder in der Abteilung "physikalische Medizin" eines Uniklinikums, dort ist das Spektrum der Erkrankungen sicherlich weiter als in kleinen Kliniken oder einem niedergelassenen Orthopäden. Sicher kann man Ihnen dort mit Ihnen gemeinsam eine geeignete Therapie herausarbeiten. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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