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Spinalkanalstenose an LWK4/5 oder Piriformis-Syndrom?

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Orthopädie | Expertenfrage

21.10.2021 | 20:19 Uhr

Hallo liebe Freunde, hoffe, das mir hier geholfen werden kann, wäre sehr dankbar.

1. Mein MRT-Befund, Zusammenfassende Beurteilung:
Multisegmentale Spinalkanalstenose der LWS, hochgradig in den Segmenten LWK 3 bis SWK 1 mit Punctum maximum im Segment LWK 4/5. Im Weiteren degenerative Veränderungen, wie oben beschrieben.

2. Mein Problem: Schmerzen NUR beim Stehen oder Gehen:
Ich kann leider keine 200m gehen oder 4 Minuten stehen, denn dann treten folgende Schmerzen auf:
a) Linker Po (nach laienhafter Recherche vermute ich Piriformis-Muskel, ich kann den Schmerzpunkt ertasten) +
b) Linker Oberschnenkelmuskel rückseitig (wie als ob es gleich verkrampfen würde) +
c) Wade (Beim gehen immer angespannt und auch als ob es verkrampfen würde).
d) auf mein linkes Bein kann ich mich so gut runterbeugen wie auf mein rechtes Bein.
Diese Schmerzen habe ich nur beim stehen und beim gehen, beim sitzen oder liegen keine Probleme. Trotz der Stenose habe ich keine Schmerzen oder Probleme am Rücken (L4/5) selber, weder beim gehen noch beim stehen.

3. Orthopäde Aussage: Kann KEIN Piriformis-Syndrom sein, da bei diesem Syndrom ein ausstrahen ins Bein ausgeschlossen ist. Es ist eine Spinalkanalstenose wie im MRT beschrieben. Er hat mir eine 10-malige Streckbank (kostet 500€) oder 4 Spritzen empfohlen.

4. Lösung, würde gerne wissen, was genau ich wirklich habe (oder wie ich es ertasten/erfühlen kann) und welche Therapie ich anwenden soll.

Ich bedanke mich im voraus!!!

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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23.10.2021, 19:17 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

der Radiologe beschreibt eine hochgradige Spinalkanalstenose in der MRT. Wurde denn zusätzlich ein Röntgen der LWS im Stehen gemacht? Hier kann ein zusäzliches Wirbelgleiten untersucht werden, was eine SKS verstärken kann.

Ihre Beschwerden können durchaus zur SKS passen. Es scheint ein klarer Zusammenhang mit einer mechanischen Belastung zusammenzuhängen. Eine SKS muss nicht zwingend mit starken Rückenschmerzen einhergehen, da die Pathologie im Druck auf die Nerven zurückgeht.

Das Leitsymptom des Piriformis-Syndroms sind vor allem Schmerzen beim Sitzen (wie auf einem Golfball).

Therapeutisch kann eine SKS konservativ mit Krankengymnastik behandelt werden. Hierbei soll die Rückenmuskulatur gestärkt werden. Hilft dies nicht, sollte über eine operative Therapie diskutiert werden, um den Spinalkanal wieder zu erweiteren. Sehr positiv ist in Ihrem Fall, dass wenig Rückenschmerzen bestehen, da operativ der Beinschmerz sehr gut adressiert werden kann.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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