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Polly Beak-Deformation

Kategorie: Schönheitsoperationen » Expertenrat Nasenkorrektur | Expertenfrage

08.10.2003 | 11:01 Uhr

Guten Tag! <p>Wodurch kann es zu einer Polly Beak-Deformation kommen? Senkt sich dabei postoperativ die Nasenspitze zu stark oder wächst der Knorpel oberhalb der Nasenspitze wieder nach? <p>Was sind die Gründe für solch eine Art der Komplikation? Trägt der Operateur die Schuld, dass diese Art der Deformation auftritt bzw. könnte man mit sachgemäßer Durchführung des Eingriffs diese Komplikation verhindern? <p>Kann es auch damit zusammenhängen, dass eine Nase zu stark verkleinert bzw. verkürzt wurde, die Haut dadurch nicht genügend schrumpft und deshalb zu wenig Halt für die Nasenspitze vorhanden ist bzw. ein Hohlraum im Knorpelbereich des Nasenrücken entsteht, wodurch sich dort der Knorpel nachbilden kann. <p>Vielen Dank im Voraus! <p>Mit freundlichen Grüßen
Martha

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09.10.2003, 05:29 Uhr
Antwort

<p>Liebe Martha,
ein s.g. Polly Beak (Papageienschnabelnase) entsteht dadurch, daß nich nach einer Nasenkorrektur die Nasenspitze absenkt und dadurch die Septumoberkante prominent sichtbar wird. Dadurch wirkt die Nase im Profil wie ein Papageienschnabel.
Vorbeugend kann man dadurch, daß genügend Knorpel von der Septumoberkante entfernt wird, oder indem man eine s.g. Step-Naht zwischen medianem Nasenflügel und Septumvorderkante anbringt.
Herzliche Grüße,
Dr. Thomas Hundt
Arabellaklinik
München

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27.10.2003, 02:15 Uhr
Antwort

<p>Sehr geehrte Martha, <p>vielen Dank für Ihr E-Mail. Eine Polly-Beak-Deformität bedeutet, dass nicht die Nasenspitze der höchste Punkt ist, sondern der knorpelige Nasenrücken. Dies kann dadurch verursacht sein, dass das Ausmaß der postoperativen Absenkung der Nasenspitze falsch eingeschätzt wurde oder aber dass bei der Operation der knorpelige Nasenrücken zu wenig erniedrigt wurde oder aber dass bei einer groben Operationstechnik sich hier ausgedehnte Narben gebildet haben. In der Mehrzahl ist es jedoch eine Kombination der ersten beiden Ursachen. Mit Sicherheit kann ein neuerliches Wachstum des Knorpels nach der Operation ausgeschlossen werden. Die Problematik einer Polly-Beak-Deformität ist bei einer dicken Haut sicherlich größer als bei einer dünnen, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Haut im Bereich des knorpeligen Nasenrückens mindestens dreimal so dick ist, wie im Bereich der Nasenspitze oder Nasenwurzel. Für das postoperative Absinken der Nasenspitze gibt es ganz unterschiedliche Faktoren, in erster Linie wird dies aber dadurch hervorgerufen, dass bei der Nasenspitzenkorrektur das Bindegewebe, das die Nasenspitze in Position hält, durchtrennt wird und damit die Nasenspitze nicht mehr genügend Halt hat. Dies ist immer der Fall und kann durch ganz unterschiedliche Maßnahmen wie durch Nähte, Einsetzen von Knorpeltransplantaten, etc, kompensiert werden. <p>Mit freundlichen Grüssen <p>Prof. Dr. W. Gubisch

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