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Abgestoßener Ohrknorpel

Kategorie: Schönheitsoperationen » Expertenrat Nasenkorrektur | Expertenfrage

06.09.2003 | 03:41 Uhr

Zu erst:
Danke an die Experten für dieses Forum! <p>Ich bin bereits 3 Mal an der Nase operiert worden.
1. OP: Begradigung der Nasenscheidewand mit Höckerabtragung
Danach zeigte sich eine Stufenbildung auf dem Nasenrücken beim Übergang von Knochen zu Knorpel.
2. OP: Nasenrückenaufbau durch Einpflanzen von Ohrknorpel
Dieser entzündete, verflüssigte sich, wurde abgestoßen.
3. (Not)OP: Entfenung des eingesetzten Ohrknorpels <p>Nun soll in einer 4. OP erneut Ohrknorpel eingesetzt werden. Ist in meinem Fall nun wahrscheinlicher, dass wieder eine Resorption stattfindet? Oder ist ein Abstoßen von Eigenenmaterial so ungewöhnlich, dass es eher durch äußere Einflüsse hervorgerufen wird? <p>Ich bin sehr verunsichert und weiß nicht, ob ich das Risiko nochmal eingehen soll. Ich würde lieber mit dem in der Nase vorhandenen Knorpel arbeiten lassen. Das geht doch auch, oder? Welche Vor- und Nachteile hätte das? <p>Zudem habe ich eine sehr dünne Nasenhaut, sodass die 3. OP offen gemacht werden musste. Ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es wieder so gemacht werden muss? Und kann es sein, dass der Knorpel hindurchscheint? <p>Danke im Vorraus!

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08.09.2003, 12:04 Uhr
Antwort

<p>Hallo,
wenn sich ein Transplantat entzündet, dann liegt es daran, daß Keime mit eingewandert sind. Das kann mit Septumknorpel genauso passieren. Wenn Sie jetzt eine sehr dünne Haut haben, ist das Risiko natürlich größer, daß das neue Transplantat durchscheint, oder sich mit der Zeit sogar durcharbeitet. Da sollte man auf jeden Fall noch z.B. Muskelfascie als Schutz über den Knorpel legen.
Ich würde auf jeden Fall versuchen, das Transplantat von innen einzusetzen und eine breite und lange antibiotische Abdeckung vornehmen.
Herzliche Grüße,
Dr. Thomas Hundt,
Arabellaklinik,
München

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15.09.2003, 10:35 Uhr
Antwort

<p>Sehr geehrte/r Anfrager/in, <p>vielen Dank für Ihr E-Mail. Es gibt schon einige Merkwürdigkeiten in Ihrer Krankengeschichte, die mich stutzig machen. Ich selbst habe sicher viele hundert Mal Ohrknorpel verpflanzt und noch nie eine Entzündung, bzw. Abstoßung erlebt. Weshalb dies bei Ihnen eingetreten ist, müsste zunächst eruiert werden. Ohrknorpel hat außerdem den großen Nachteil, dass er sich nur schlecht in seiner Form verändern lässt und von Natur aus nur über die Fläche gebogene Konturen aufweist. Deshalb ist bei kleinen Defekten Knorpel aus der Nasenscheidewand sehr viel günstiger, die dünne Nasenhaut wäre dafür ein zusätzliches Argument. Um zu verhindern, dass der Knorpel durch die Haut hindurchscheint, kann man die Haut auch künstlich verdicken, z. B. durch Unterfüttern mit unterschiedlichen Geweben. Den Knorpel einfach arbeiten zu lassen, wie Sie als Alternative vorschlagen, führt auf Dauer sicher nicht zum Erfolg. <p>Mit freundlichen Grüssen <p>Prof. Dr. W. Gubisch

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