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Schmerz beim Kopfschütteln

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Migräne | Expertenfrage

18.03.2009 | 05:38 Uhr

Hallo,
ich habe schon seit vielen Jahren einen häufig (mitunter täglich, mindestens aber 14tägig) auftretenden Kopfschmerz. Dieser tritt mal in der linken, mal in der rechten Kopfhälfte auf, ist aber immer örtlich begrenzt. Manchmal merke ich ihn nur, wenn ich den Kopf schüttele. Es fühlt sich dann so an, als hätte ich eine Kugel o.ä. im Kopf, die beim Schütteln leicht schmerzt. Der Schmerz ist fast immer nur leicht (meistens ist es nur ein seltsames Gefühl), selten mittelstark und höchstens einmal alle 6 Wochen so stark, dass ich ein Schmerzmittel einnehme (Ibuprofen).
Manchmal habe ich auch einen ziehenden Schmerz an verschiedenen Stellen im Kopf, gestern zB vom Nacken hoch ziehend und recht schmerzhaft. Die ziehenden Schmerzen sind aber immer nur von kurzer Dauer.

Wegen einer anderen Sache wurden in den letzten Jahren bereits zwei MRT vom Schädel gemacht, beide ohne Befund.

Noch zur Info, falls relevant: ich habe ca. 15 Jahre lang eine östrogenhaltige Pille genommen und in dieser Zeit ca. 5mal pro Jahr Migräne mit Aura gehabt. Habe vor 3 Monaten auf eine östrogenfreie Pille gewechselt und bisher keinen Migräneanfall mehr gehabt. Auf den oben geschilderten Kopfschmerz hatte der Pillenwechsel aber keinen Einfluss.
Ich bin Nichtraucherin, BMI 26.

Was könnte die Ursache für die o.g. Schmerzen sein?

Herzlichen Dank vorab für Ihre Mühe.

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25.03.2009, 10:59 Uhr
Antwort

Hallo,

nachdem durch MRT ein symptomatischer Kopfschmerz ausgeschlossen ist, spricht Ihre Beschwerdeschilderung in erster Linie für einen Spannungskopfschmerz. Daneben ist noch ein von der Halswirbelsäule ausgehender, cervicogener Kopfschmerz in Betracht zu ziehen. Durch orthopädische Untersuchung können Blockierungen oder Triggerpunkte festgestellt und behandelt werden.
Unter der Voraussetzung, dass ein Spannungskopfschmerz vorliegt,
ist eine bedarfsweise medikamentöse Behandlung mit Ibuprofen eine richtige Maßnahme. In erster Linie sollten jedoch nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Anwendung kommen: Entspannungsübungen, Ausgleichsgymnastik, Wärmeanwendungen und Massagen.

Mit freundlichem Gruß

Dr. Mildenstein

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