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Kopfschmerzen, jeden Tag!

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Migräne | Expertenfrage

31.07.2020 | 17:47 Uhr

Hallo zusammen,

mein Name ist Tommy und ich bin 27 Jahre alt. Seit meiner Kindheit leide ich unter regelmäßigen Kopfschmerzen, die mal besser und dann mal wieder schlimmer waren.

Aktuell weiß ich einfach nicht mehr weiter, da mir absolut kein Arzt helfen kann. Es wurden bereits diverse MRT's gemacht. Blut wurde auch schon einige Male abgenommen, aber die Ärzte können bei mir nichts organisches feststellen und meinen, dass ich wohl oder übel damit Leben muss.

Zusammenfassung:

MRT's (3-4x) unauffällig, Blutbild völlig in Ordnung, EKG OK!, Blutdruck völlig in Ordnung.

 

Ich versuche euch einfach mal meine Kopfschmerzen zu erklären:

Beinahe jeden morgen wache ich mit Kopfschmerzen auf (meist einseitig, links oder rechts), die im Liegen schlimmer werden. Stehe ich auf und habe etwas Glück, so lassen diese nach. Bei dieser Art von Kopfschmerzen habe ich weder Schwindel, noch Übelkeit. Auf einer Schmerzskala von 1 - 10 würde ich diesem Schmerz eine 7-8 geben. Diese Art von Kopfschmerzen habe ich meist, wenn ich versuche etwas länger zu schlafen, sprich etwas früher ins Bett zu gehe - jedoch ist das Ausschlafen mit diesen Kopfschmerzen absolut unmöglich. Es helfen dagegen auch keine Schmerzmedikamente. (weder Ibuprofen 400 oder Paracetamol 500)

Trinke ich eine Tasse Kaffee, so lassen diese im Idealfall nach... Ich weiß absolut nicht mehr weiter. Ich würde so gerne mal wieder ausschlafen können, aber das ist einfach nicht möglich. Mit meinem Latein bin ich am Ende.

Folgendes habe ich schon versucht:

Vitamine, anderes Bett, anderes Kissen, Fenster offen, Fenster geschlossen

Ich hoffe mir kann jemand helfen!

 

Gruß

 

Tommy

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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05.08.2020, 14:15 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Tommy,

wenn die Kopfschmerzen täglich vorliegen, ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich um eine Migräne handelt. Die Ligesituation spricht am ehesten für eine starke Verspannung, ohne eigene Untersuchung können wir aber leider keine Diagnose stellen. Verspannungen lassen sich aber relativ gut feststellen, dabei kann der Hausarzt oder ein Physiotherapeut helfen.
Sollte es sich wirklich um Verspannungen handeln, ist wohl eine ähnliche Behandlung wie bei chronischen Rückenschmerzen notwendig, also eine Kombination aus Symptombekämpfung und Ursachenbeseitigung.
Medikamentös kommen dazu z.B. Mittel in Frage, die die Muskulatur im Schlaf etwas entspannen, die Ihnen Ihr Hausarzt verschreiben kann. Zusätzlich muss aber auch die Muskulatur angepasst werden, hierzu können Massagen helfen. Sie haben zwar bereits ein anderes Bett und Kissen ausprobiert, allerdings könnte es Ihnen auch helfen, wenn Sie z.B. in einem Fernsehsessel schlafen oder ähnlich in einer anderen Position. Hier ist praktisch Ihre Kreativität gefragt.
Als Differentialdiagnosen kommt ansonsten auch psychogene Schmerzen in Frage, wobei hier natürlich eine Überlappung mit dem schon Beschriebenen vorliegen kann. In beiden Fällen würden auch Entspannungstechniken wie z.B. Progressive Muskelrelaxation oder Autogenes Training, Yoga oder Meditation in Frage kommen. Hierzu können Sie sich auch an Ihren Hausarzt wenden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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05.08.2020, 15:29 Uhr
Kommentar

Hallo!

Vielen Dank für die freundlich und sehr ausführliche Rückmeldung. Ich werde die von Ihnen genannten Punkte in Angriff nehmen.

Wie kommen denn solche Verspannungen zustande? Im Allgemeinen fühle ich mich jedoch nicht verspannt.

Ich hatte zum Teil auch wirklich Sorgen, dass es sich um einen Hirntumorhandeln kann, da diese Kopfschmerzenmich häufig auch in der Nacht wecken, diese lassen aber teilweise nach, wenn ich mich auf die andere Seite des Körpers lege. 
Auch waren alle MRT's, die ich bereits gemacht habe ohne Befund somit kann das auch ausgeschlossen werden, oder?

Vielen Dank und lieben Gruß

Tommy

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05.08.2020, 15:22 Uhr
Antwort

Hallo!

Vielen Dank für die freundlich und sehr ausführliche Rückmeldung. Ich werde die von Ihnen genannten Punkte in Angriff nehmen.

Wie kommen denn solche Verspannungen zustande? Im Allgemeinen fühle ich mich jedoch nicht verspannt.

Ich hatte zum Teil auch wirklich Sorgen, dass es sich um einen Hirntumor handeln kann, da diese Kopfschmerzen mich häufig auch in der Nacht wecken, diese lassen aber teilweise nach, wenn ich mich auf die andere Seite des Körpers lege.
Auch waren alle MRT's, die ich bereits gemacht habe ohne Befund somit kann das auch ausgeschlossen werden, oder?

Vielen Dank und lieben Gruß

Tommy

Lifeline Gesundheitsteam
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09.08.2020, 13:00 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Tommy,

wenn der Radiologe/Neurologe in einem aktuellen MRTdes Gehirns keine pathologischen Veränderungen diagnostiziert hat, können Sie eigentlich davon ausgehen, dass dort aktuell auch nichts ist.

Verspannungen können zB durch eine ungesunde Körperhaltung wie zB aufgrund einer nur sitzenden Tätigkeit vor dem PC auftreten und werden meist initial gar nicht als Verspannungen wahrgenommen.

Auch zB eine Beinlängendifferenz, die ggf schon ein Leben lang besteht und an die Sie sich adaptiert haben können, kann Fehlhaltungen und somit Verspannungen auslösen, ebenso alltägliche Dinge wie zB das Tragen einer Tasche auf immer derselben Schulter.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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