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Magen/Darm Probleme seit April

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Leber- und Gallenbeschwerden | Expertenfrage

10.11.2019 | 15:58 Uhr

Liebes Forum

Ich kämpfe seit einiger Zeit mit Problemen im Bauch/Darm Bereich.

Angefangen haben die Probleme ca. im April. Den Auslöser kann ich leider nicht genau nachvollziehen.

1. Schmerztabletten wegen Zahnweh, ca. 1 Woche eingenommen

2. Ungewohnte körperliche Arbeit

3. Stress wegen Abschlussprüfung

Ich hatte Anfang Mai über einige Wochen ein Druckgefühl im Bauch. Ging darauf zur Hausärztin. Blut und Sonographie des Oberbauches waren Ok.

Ende Mai waren an einem Wochenende die Bauchschmerzen so stark, dass ich in die Ambulanz vom Krankenhaus ging. Etwas über dem Nabel hatte ich ein Gefühl, als ob ein Loch im Magen ist. Dort fand man nichts. Blut war auch Ok. PPI haben keine Veränderung gebracht.

Danach Gastroskopie gemacht. Bis auf eine versprengte Magenschleimhaut (weiß ich schon länger aber laut Internisten ist hier nichts zu machen) im Hals alles OK. Kein Hinweis auf Zölliakie, Labliasis oder Morbus Whipple. H.pylori negativ. Kurz darauf ein CT des Oberbauches gemacht, auch OK. Allergietest gemacht. Alles negativ

Danach einige Monate nichts gemacht und versucht damit zu leben. Im September wieder stärkere Schmerzen. Wieder zum Internisten. Im Blutbild dieses Mal leicht erhöhte Werte bei Amylase & Lipase. Daher Darmspiegelung, MRT, Stuhluntersuchung gemacht. Alles OK. Nebenbei war ich bei einer Osteopathie-Behandlung. Ihre Aussage war, dass über dem Bauchnabel alles ziemlich verkrampft und empfindlich ist. Nach einigen Sitzungen war es um einiges lockerer.

Auf Rat des Internisten habe ich ein Probiotikum probiert. Die Folge waren Ausdünstungen aus dem Mund die extrem gallenartig gerochen haben. Laut meiner Freundin hat das ganze Zimmer danach gerochen. Nach 2 Tagen habe ich die Einnahme daher abgebrochen. Seit damals habe ich immer einen leicht gallenartigen Geschmack im Mund. Meist kurz nach dem Essen. Ansonsten ging es nach der Darmspiegelung etwas besser. Neben Blähungen, hatte ich Nachts manchmal ein Druckgefühl, was aber mit nach rechts drehen gleich besser wurde. Eine Flüssigkeit konnte offenbar abfließen.

Fructose war negativ. Laktosetest aber positiv. Leider habe ich mich zu früh gefreut. Ich habe zwar die wenigen Milchprodukte auch noch weggelassen, aber es hat sich nicht viel verändert.

Ende Oktober bin ich dann zum Hausarzt und habe gefragt, was er davon hält. Sein Verdacht war Gallenreflux. Also Blähungen, Gallengeschmack und Flüssigkeit welche nicht abfließen kann. Er gab mir ein Mittel für Darm. Laut Apothekerin ist das Mittel ziemlich stark. Leider bekam ich kurz nach Einnahmebeginn wieder ein stärkeres Druckgefühl und Schmerzen. Von daher habe ich das Medikament gleich gestoppt. In der Zwischenzeit habe ich noch ein pflanzliches Mittel für die Galle und Apfelessig versucht. Leider hat das nichts gebracht. Der Schmerz den ich am Anfang hatte, ist jetzt wieder hier.

Zusammengefasst ist bis jetzt eine Laktoseintoleranz herausgekommen und bei einem Bluttest leicht erhöhte Werte bei Amylase & Lipase. Ansonsten alles OK.

Ich bin Nichtraucher, sehr sportlich (Ausdauersport), 40 Jahre, Vegetarier.

Vielen Dank

Lg Karl

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Bisherige Antworten
Experte-Ohlert
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16.11.2019, 12:27 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Der Beitrag enthält eine ausführliche Leidens- und Diagnostikgeschichte. Eine Frage im eigentlichen Sinne ist nicht zu erkennen. Es ist sehr erfreulich, dass die umfangreiche Diagnostik kein schlimmes Ergebnis zeigte.

Eine Laktoseintoleranz ist ein Zustand, der viele Menschen betrifft. In einigen Erdteilen sind bis zu 90% der Menschen ausserstande, Laktose zu verstoffwechseln. Dass viele Europäer dies können, ist also eher die Ausnahme. 

Wenn man trotz der Laktose Intoleranz dennoch Laktose zu sich nehmen will, helfen in vielen Fällen Laktase-Tabletten, die vor der Mahlzeit eingenommen werden.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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