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Gallenblasenpolyp

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Leber- und Gallenbeschwerden | Expertenfrage

12.02.2021 | 16:10 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 20 Jahren wurde bei mir ein Gallenblasenstein festgestellt, welcher knapp 1cm groß ist. Beschwerden hatte ich anschließend nicht mehr. Dennoch habe ich die Gallenblase immer mal wieder checken lassen und immer war da dieser Stein mit der immergleichen Größe. Vor kanpp vier Jahren war ich wieder bei einer Sonographie. Dort wurde auch wieder jenes Konkrement entdeckt und noch ein kleineres Steinchen. Det Arzt sagte, dass kein Grund zur Sorge bestünde. Jetzt war ich erneut bei einer Sonographie, bei einer anderen Ärztin. Diese hat wieder dieses knapp 1cm großes Konkrement gefunden. Sie aber hält es für einen Polypen. Die Gallenblasenwand und -wege sowie alle umliegenden Organe waren in gutem Zustand. Der kleinere Gallenstein war weg. Die Ärztin versicherte mir, dass alles in bester Ordnung sei und sie keine Operation empfehlen kann. Der kleinere Stein könne abgegangen sein. Da ich ein grooooßer Angstpatient bin und meine Gedanken nicht von diesem Thema lassen kann, habe ich nun folgende Sorge: Sollte es seit 20 Jahren ein Polyp anstelle eines Steins sein, hat hier ja kein Wachstum vorgelegen. Wenn der kleinere Stein, der vor vier Jahren entdeckt wurde aber eigentlich ein Polyp war und den größeren Stein über die 3 Jahre abgeschliffen hat, so dass dieser nun weg ist. Ist das möglich? Dass ein Polyp einen 1cm Stein komplett wegschleift?

Danke für eine Antwort und entschuldigt bitte meine umfangreiche Formulierung

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Experte-Ohlert
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15.02.2021, 07:28 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 das „abschleifen“ eines Steines durch ein Polypen halte ich für sehr unwahrscheinlich. Alleine schon über die Konsistenz der beiden Strukturen dürfte dies eher unwahrscheinlich sein. Denn ein Stein ist – selbst wenn es sich um ein relativ weiches Material handelt  – in der Regel wesentlich härter als ein Polypen. Dem entsprechend ist ein „abschleifen“ kaum vorstellbar. 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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