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FNH's und Pille

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Leber- und Gallenbeschwerden | Expertenfrage

19.05.2021 | 07:16 Uhr

Hallo, bei mir wurden im MRT zwei große FNH's 8x5 und 9x4 cm und ein Hämangiom Durchmesser 3 cm festgestellt. Habe bis Ende März die Pille Yasminelle im Langzyklus genommen. Dann habe ich Blutungen bekommen. Mein Arzt sagte Pille absetzen. Seit dem habe ich eine Dauerblutung. Mich würde interessieren ob es möglich ist Yasminelle oder eine andere Pille im Langzyklus weiterzugehen. Oder würden sie FNH'S weiterwachsen? 

Ab welcher Größe können FNH's gefährlich werden?

Die Spirale habe ich nicht vertragen.

Bitte um kurze Rückmeldung.

Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen 

 

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Experte-Ohlert
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21.05.2021, 07:37 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 zu der Frage, welche Hormontherapie für Sie geeignet ist, kann ich keine Stellung beziehen. Dies sollte mit dem behandelnden Gynäkologen abgesprochen werden.

Ganz allgemein kann man aber sagen, dass das Absetzen oder der Wechsel des östrogenhaltigen Präparates in der Regel keinen wesentlichen Einfluss auf die schon entstandene fokal noduläre Hyperplasie (FNH) hat.

In der Regel ist es ausreichend, eine fokal noduläre Hyperplasie lediglich zu kontrollieren. Sie entartet nicht. Es handelt sich um einen gutartigen Tumor.
Man kann auch nicht sagen, dass eine fokal-noduläre Hyperplasie ab einer bestimmten Größe „gefährlich“ wird. Das ist individuell äußerst unterschiedlich, und ich würde hier auch nicht von „Gefahr“ sprechen. Die Problematik liegt er in einer räumlichen Verdrängung des umgebenden Gewebes und damit verbundenen subjektiven Beschwerden. Mit anderen Worten: es gibt mitunter relativ große fokal noduläre Hyperplasien, die überhaupt keine Beschwerden bereiten und umgekehrt.



Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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