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Wieder Krebs?

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Krebs | Expertenfrage

16.09.2020 | 22:20 Uhr

Hallo,

ich mache mir große Sorgen um meine Mutter. Vor fast genau 6 Jahren wurde bei ihr ein Hochmalignes Non-Hodgkin-Lymphom festgestellt. Innerhalb eines Jahres war sie aber wieder geheilt. Und in den letzten Jahren sind auch alle folgenden Besuche bei etlich Ärzten auch ohne Befund geblieben.Soweit alles gut. Seit einem halben Jahr jedoch, hat immer stärker werdende Lähmungserscheinungen. So schlimm, dass sie die Kaffeetasse nicht mehr halten kann. Untersuchungen ergaben nichts konkretes, außer die Vermutung der Ärzte, dass es eine Spätfolge der Chemotherapie sein könnte. Ein kleines Blutfild ergab hohe Entzündungswerte (Leukozyten bei 11.25 und Thrombozyten bei 482 um zwei Werte zu nennen). Gestern hatte sie einen Termin bei ihrer Onkologin und nahm eine Freundin mit. Beide bestätigten mir, dass die Ärztin eher herablassend im Gespräch war und sich die Werte nicht angeschaut hat und meinte, dass alles gut sei und alles auf das Rauchen zurückzuführen sei. Nun ist wichtig zu wissen, dass meine Mutter der deutschen Sprache nicht allzu mächtig ist. Ihre Freundin, die als Übersetzerin fungierte jedoch halbwegs gut spricht und alles versteht. Trotz dessen, dass alles gut sei gab sie meiner Mutter zwei Überweisunge. An die Radiologie und an die Neurologie. Die Diagnose auf beiden Trägern lautet : Diagnose/Verdachtsdiagnose: Hochmalignes Non-Hodgkins Lymphome ( G ). Nun habe ich gegoogelt und gesehen das G für gesicherte Diagnose steht. Als ich heute mit der Onkologim sprechen wollte, wies sie mich durch ihre Mitarbeiterin mit den Worten ab, sie habe doch alles erklärt und der Hausarzt bekomme bald einen Brief.

Als Angehörige bin ich sehr verwirrt, hat meine Mutter nun Krebs? Und falls ja, wie kann es sein, dass die Ärztin ihr sagt es sei alles in Ordnung und trotzdem so einen Überweisungsschein mit der Bitte den Thorax auf 2 Ebenen zu röntgen?

Für die Überweisung and den Neurologen äußerte sie den Verdacht auf PNP.

Ich wäre für Ihre Einschätzungen sehr dankbar.

 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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20.09.2020, 02:42 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Cheri91,

ob die Ärztin jetzt weitere Hinweise auf ein Rezidiv, also ein Wiederauftreten des Lymphomes sieht, können wir natürlich nicht sagwn. Warum die Ärztin das (G) hinter die Diagnose geschrieben hat, lässt sich auch möglicherweise damit erklären, dass die Diagnose ja insofern vorliegt, dass Ihre Mutter ja nicht sicher als tumorfrei gesehen werden kann. Vor allem der Radiologe kann dann bestimmte Auffällgikeiten der Erkrankung bzw. der Behandlung zuordnen.
Das Röntgen ist insgesamt sicherlich zur weiteren Kontrolle sinnvoll. Bei einer PNP handelt es sich um eine Polyneuropathie, eine Schädigung vieler Nerven, was beispielsweise Folge eines Diabetes oder eben einer Chemotherapie sein kann. Der Neurologe kann das eben untersuchen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit etwas weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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20.09.2020, 14:49 Uhr
Kommentar

Danke für die Antwort. Natürlich müssen wir erst das Röntgen abwarten. Die beiden Überweisungen wurden zudem mit kurativ und nicht präventiv angekreuzt. Ist das die richtige Vorgehensweise, wenn die Ärztin nur eine weitere Kontrolle will?

Lifeline Gesundheitsteam
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20.09.2020, 17:54 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo, 

kurativ wurde angekreuzt, damit es von der Kasse übernommen wird.

initial wird immer davon ausgegangen, dass ein Befund - außer es liegt eine infauste Prognose vor - kurativ zu behandeln ist, auch wenn wie bei Ihrer Mutter die Diagnosestellung noch nciht eindeutig ist. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen!

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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21.09.2020, 00:14 Uhr
Kommentar

Danke, dass sie mir so schnell geantwortet haben. Eine Frage hätte dennoch. Kann eine PNP auch nach über 5 Jahren nach der letzten Chemotherapie auftreten?

 

Liebe Grüße

Lifeline Gesundheitsteam
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21.09.2020, 10:08 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Cheri91,

in der Medizin heißt es, es gibt nichts, das es nichts gibt.

Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass die nun auftretende PNP auf eine 5 Jahre zurückliegende Chemotherapie zurückzuführen ist.

WIe oben erwähnt kommen für eine PNP ja eine ganze Reihe von Ursachen infrage. Diesbezüglich kann bereits Ihr Hausarzt erste Untersuchungen einleiten, um eine Diagnose oder Ursache zu finden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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