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Ständiges Unwohlsein im Jungen Alter

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Krebs | Expertenfrage

18.03.2022 | 10:58 Uhr

Guten Tag,

ich habe seit geraumer Zeit immer wieder Probleme mit meinem Körper, die meinen Alltag mittlerweile enorm einschränken. Ich bin vor kurzem 26 Jahre alt geworden, mache 4-6 mal die Woche Sport und arbeite sonst von Montags bis Freitags im Büro. Ich habe vor 2 Jahren das Rauchen beendet und greife seither nur noch in Ausnahmefällen, in Verbindung mit Alkohol, zur Zigarette. 
Meine Probleme haben vor ca. 1-2 Jahren mit immer stärker werdenen Rückenschmerzen & Kopfschmerzen begonnen. Daraufhin wurde ich mehrfahr untersucht. Es wurde ein MRT vom Kopf gemacht, welches unauffällig war, es wurde ebenfalls ein MRT von der Halswirbelsäule gemacht, welche unauffällig war. Die Probleme basieren wohl auf Verspannungen. Im Jahr 2021 wurde ich dann wegen weiterer Probleme auf den Kopf gestellt, dabei wurde festgestellt, dass ich einen Rechtschenkelblock habe & mir wurde ein Ultraschall vom Herzen gemacht. Hier kam die Entwarnung, dass der Rechtsschenkelblock nicht auf einer Muskelentzündung basiert, sondern wahrscheinlich seit der Geburt vorliegt. Ebenfalls wurde ein Ultraschall der rechten Halsschlagader gemacht, da ich beim Sport immer ein enormes Druckgefühl dort hatte. Hier wurde festgestellt, dass ich dort eine Verengung habe, aber auch da kein Grund zur Besorgnis besteht & ich das alle 4-5 Jahre einfach kontrollieren lassen soll. Gegen Ende 2021 wurden dann die Weisheitszähne bei mir und bei einer Darmspiegelung ein Polyp (1-2 cm) entfernt. Auch hier soll ich alle 4-5 Jahre zur Nachkontrolle kommen. Hierbei wurde auch Helicobacter diagnostiziert, welches mit Antibiotika bekämpft wurde. Ich habe mehrfache Ultraschaluntersuchungen vom Bauch und enorm viele Blutabnahmen gehabt. Die Blutwerte waren alle Top und auch die Untersuchungen vom Bauch waren alle in Ordnung. Dennoch habe ich immer wieder mit Übelkeit zu kämpfen, gerade wenn ich mir so viele Gedanken mache. Seit einer Corona-Infektion im Februar habe ich auch immer wieder mit der Luft zu kämpfen & ganz leichten Husten (3-4 mal am Tag.) So viel zur Vorgeschichte...:-!

Nach diesen ganzen Untersuchungen & Behandlungen hatte ich gehofft, dass sich mein körperlicher Zustand etwas verbessert, allerdings bin ich nach wie vor immer noch extrem oft schlapp, am kränkeln, habe kalte Hände & Füsse. Ebenfalls habe ich immer wieder ein Stechen in der Brust und Kopfschmerzen, im großen & ganzen fühle ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich mir seit der ganzen Probleme sehr viel Gedanken mache und mein Kopf hier sicherlich eine große Rolle spielt. Ich habe in der Zeit sehr viel gegooglet und habe im Internet fast immer die Diagnose "Krebs" bekommen. Mein Hausarzt meinte zu mir, dass ich mir einfach weniger Gedanken machen solle & die viele Probleme mit der Psysche einher gehen.
Mittlerweile schränken meine Gedanken den Alltag extrem ein & ich kann mich kaum noch auf Sachen freuen, da ich bei jedem Zwicken und Schmerz im Rücken, bei jeder Veränderung am Körper, jedes Stechen in der Brust direkt an die Horrordiagnosen aus dem Internet denke. 


Lange Rede, kurzer Sinn:

Kann es wirklich sein, dass die Psysche hier so eine extreme Rolle spielt & auch die Rückenschmerzen so viele andere Bereiche betreffen? :TIRED:
Ich bin mittlerweile auch bei der Physiotherapie & habe wohl einen sehr unbeweglichen Brustkorb, was sich auch auf die darunter liegenden Organe auswirken kann.
Ich wurde in den letzten Jahren ja von Kopf bis Fuss durchleuchtet & laut den Ärzten & dem Krankenhaus sind die Organe (Ultraschall vom Oberkörper & Hals, Darm- / Magenspiegelung, ect.) Ordnung, bis auf die behandelten Probleme (Polyp, Helicobacter, Rechtschenkelblock). Die Blutbilder waren immer alle "top", so wie der Arzt es genannt hat und auch die MRT-Untersuchungen vom Kopf und der HWS haben nichts ergeben. Kann es dennoch sein, dass ich mich trotz aller Umstände dauerhaft schlecht fühle? Mittlerweile, bedingt durch die vielen Selbstdiagnosen, habe ich panische Angst vor einer Krebsdiagnose oder ähnliches. Das ist mittlerweile wirklich tief in meinem Kopf verankert & die Angst davor zerstört mittlerweile fast jeden Tag.

Ich bedanke mich vorab für jede Antwort und Ihre Mühen! 

Mit freundlichen Grüßen! 


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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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20.03.2022, 22:36 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Janni1948,

Verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Kurz vorweggesagt: Krebs ist extrem unwahrscheinlich in Ihrem Fall. Einerseits ist das in Ihrem Alter sowieso unwahrscheinlilch, zweitens hat sich bei keiner Untersuchung irgendein Hinweis darauf ergeben und zuletzt gibt es ja auch kein Fortschreiten der Symptomatik. Krebs ist ja ein dynamischer Prozess, der im Verlauf zunimmt. Es passt also einfach nicht wirklich dazu.
Auf der anderen Seite kann die Psyche tatsächlich sehr viele Auswirkungen haben. Wir können das natürlich über Internet nicht diagnostizieren, aber gerade ständige Sorgen können zu einer erhöhten psychischen und anschließend auch körperlichen Anspannung führen, die dann tatsächlich Schmerzen verursachen kann und sich auch negativ auf Organe auswirken kann. Auch der unbewegliche Brustkorb würde dazu passen.
Wie gesagt, ob das bei Ihnen der Fall ist, können wir nicht richtig beurteilen. falls es aber eine Möglichkeit ist, wäre es sinnvoll, wenn Sie bei einem Psychotherapeuten Entspannungstechniken erlernen. Dadurch können die Muskeln tatsächlich aktiv entspannt werden und auch das psychische Wohlbefinden bessert sich dadurch.
Wichtig ist für Sie ersteinmal aber zu wissen, das Krebs in Ihrem Fall sehr sehr unwahrscheinlich ist.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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