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Krebsangst durch mehrfache CT Untersuchungen

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Krebs | Expertenfrage

18.11.2019 | 20:15 Uhr

Hallo liebe Experten...ich werde die letzte Tage fast wahnsinnig und kann keinen klaren Gedanken meher fassen.

Ich musste in den letzten 3 Jahren mehrfache CT Untersuchungen der Lunge über mich ergehen lassen. Nun hab ich schreckliche Angst davor, daß die Strahlenexposition durch die gehäuften CTs innerhalb eines kurzen Zeitraums krebsschädigend sind und ich bald Krebs bekomme. Einige CTs waren notwendig, andere wiederum meiner Angst geschuldet. 

Anfang 2016 hatte ich Bluthusten. Ein CT wurde angefertigt vom Thorax, bei dem etlicheTrübungen auf der Lunge festgestellt wurden. V.a. Pneumonitis / Medikamentenreaktion. Kontroll CT 2 Wochen später, rückläufig unter Cortison.

Nach einem Jahr im März 2017 hatte ich abermals Bluthusten und Atemnot. In einem durchgeführten CT ergaben sich wieder diese Trubungen/Einblutungen in der Lunge. Wieder gab es Cortison.  Ab da entwickelte sich bei mir eine Angststörung durch das wiederholte Auftreten der Lungenblutungen. 

Nochmals ein Jahr später im Januar 2018 hat man ein weiteres  Kontroll CT angefertigt. Die Lunge war frei von Herden.

Ich bekam im Februar 2018 ein neues Medikament für eine Colitis Ulcerosa, auf das ich u. a. mit Atembeschwerden reagierte. Man befürchtete erneut diese Blutungsherde und fertigte wieder ein CT an, welches ohne Befund war..

Meine Beschwerden hielten jedoch an, sodass sich ein anderes Krankenhaus dazu entschied im April 2018 ein weiteres CT Thorax der Lunge zu schiessen, diesmal aber volles Programm, hochauflösend mit Kontrastmittel, da man unbedingt die Gefässe darstellen wollte, da ich Angst vor einer Embolie hatte.. Mir war das alles total zuviel habe aber trotzdem vor lauter Angst eingewilligt, obwohl der D Dimere negativ war...Auch dieses CT war ohne Befund... .

Nun mach ich mir schwere Vorwürfe, das ich soviele CTs der Lunge in den beiden Jahren hab machen lassen, davon alleine 3 innerhalb 3 Monaten. Einige waren bestimmt begründet aufgrund des Bluthustens, andere jedoch waren meiner überschwänglichen Angst geschuldet. 

Ich fasse das mal zusammen,:

2016 2x CT Thorax (1x mit Kontrastmittel, 1x nativ)
2017 1x CT Thorax LowDose nativ
2018 2x CT Thorax Low Dose nativ und 1 x CT Thorax volles Programm, volle Strahlung, und Kontrastmittel.

Daneben in den beiden Jahren bestimmt 8x Röntgen Thorax.

Ich hab nun grosse Bedenken, dass ich mir durch diese ganzen Untersuchungen viel geschadet habe und bald eine Krebserkrankung entwickle. Können Sie mir bitte eine Stellungnahme dazu abgeben? 
Danke für Ihre Anrtwort. Ich bin wirklich sehr besorgt.

Viele Grüße 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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21.11.2019, 21:07 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Thorsten1978,

wir wollen erstmal versuchen Sie etwas zu beruhigen. Lungenkrebs entwickelt sich für gewöhnlich über eher 10 Jahre als über drei, damit ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie jetzt Krebs haben.
Dass die Strahlung das Risiko erhöht, ist sicher nicht abzustreiten. Allerdings gibt es auch unabhängig davon andere Strahlungsquellen. Zwar ist die Dosis für die kurze Zeit relativ hoch und es ist sicherlich sinnvoll, andere Risikofaktoren wie Rauchen oder häufige Langstreckenflüge vorerst zu meiden. Allerdings ist diese Dosis noch nicht so bedenklich, dass erhöhte Vorsicht notwendig ist. Wie Sie auch dazugeschrieben haben, wurden zumeist Low-Dose-Bildgebungen gemacht. Eine Schonung wurde also auf jeden Fall versucht.
Meiden Sie andere Risikofaktoren und Stress. Und sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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