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Angst vor Lungenkrebs

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Krebs | Expertenfrage

21.03.2022 | 15:41 Uhr

Guten Tag. Vorab handelt es sich um einen langen Sachverhalt, der mich nun schon fast 1 Jahr vor allem psychisch belastet. 

 

Mein Mann und ich haben ein Haus gekauft und wollten es dann selbst renovieren. Natürlich wurden früher gerne mal gesundheitsschädigende Baustoffe eingesetzt. 

Ich wusste nicht, dass auch Asbest in Fliesenkleber, Putz etc steckt. Erst als es zu spät war, wurde mir das erzählt und natürlich fing bei mir als Angstpatientin das große Kopfkino an. Ich habe an drei verschiedenen Stellen einen Hausstaubtest machen lassen und es wurde Gott sei Dank kein Asbest gefunden. Auch die Verkäuferin sagte, dass sie damals beim Bau (1976) darauf geachtet hat, dass keine Schadstoffe eingesetzt werden. Nun wurde bei einer der drei Analysen krebserregende KMF bzw. WHO Fasern gefunden. Wir selbst haben nicht damit gearbeitet sondern die von uns bestellten Klempner haben damit gearbeitet, weil es unter anderem am Estrich befestigt war und auch als Dämmung im Badezimmer benutzt wurde. Ich kann mich auch daran erinnern, wie wir die Baustelle besucht haben und eine Tüte mit KMF im Badezimmer stand. Ich bin mir aber zu 100% sicher, dass wir Fasern eingeatmet haben, obwohl wir damit nicht gearbeitet haben. Das Haus wurde seit dem auch nicht richtig gesäubert. In jedem Schlafzimmer befindet sich auch eine Abseite, die auch mit KMF gedämmt wurde. Diese Abseite haben wir aber schon mit einer Folie angeklebt und die Tür anschließend fest verschlossen. Ich habe nun aber seit Monaten immer mal wieder Panikattacken und bin sehr eingeschränkt im Leben, weil ich den ganzen Tag über darüber nachdenke, dass ich in ein paar Jahren Lungenkrebs oder schlimmeres davon bekomme. Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht unbedingt passieren muss, schließlich haben Millionen von Menschen damals damit und mit Asbest gearbeitet und nicht jeder ist daran erkrankt aber ich bekomme diesen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Allgemein habe ich eine Angststörung entwickelt was meine Lunge angeht und habe vor allem Angst (normaler Staub, Passivrauch aus mehreren Metern Entfernung, Autoabgase…) Das Haus betrete ich nur noch mit einer P3 Maske und ich weiß einfach nicht, wie ich dort leben soll, obwohl es bald soweit ist. Mein Mann sieht das ganze total gelassen und ist der Meinung, dass man nur einmal feucht durchwischen müsse aber natürlich machen es die Google-Einträge alles noch schlimmer. Ich würde mich am liebsten 1x im Jahr auf alles testen lassen aber das ist doch auch kein Leben. Ich wende mich an sie als Experten, um mir vielleicht eine realistische Einschätzung diesbezüglich zu geben. Dass ich eine Angststörung entwickelt habe, soll hier natürlich nicht Hauptthemas sein. Normalerweise ist sowas ja eine "Berufskrankheit", nur wie wahscheinlich könnte sich bei mir Lungenkrebs entwickeln und ist die Wahrscheinlichkeit so hoch, dass ich mir jeden Tag darüber Gedanken machen müsste? Und was ist, wenn im Haus doch irgendwo Asbest freigesetzt wurde und die Test es einfach nur nicht angezeigt haben? Vielen vielen Dank! 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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22.03.2022, 11:16 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

da Sie an einer Angststörung leiden, sollten Sie diese unbedingt behandeln lassen.

Für eine realistische Einschätzung eines möglichen - über das normale Maß hinausgehende- Risiko für eine Krebserkrankung wären sehr viele Angaben notwendig, z.B. genaue Angabe des Fasern, Dauer der Exposition usw. Auch sind die neuen Fasern nicht mehr lungengängig und auch bei älteren Fasern zeigte sich nur um Tierversuch eine Kanzerogenität, die beim Menschen bisher so nicht immer nachgewiesen werden konnte.

Wir hoffen, wir konnten Sie etwas beruhigen, sollten Sie dennoch ein mögliches Risiko detailliert untersucht haben wollen, müssten Sie sich an einen Umweltmediziner wenden. Deren Leistungen sind jedoch nicht durch die Krankenkasse abgedeckt.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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