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PAK und Krebsrisiko

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Innere Medizin | Expertenfrage

02.05.2021 | 09:44 Uhr

Liebe Experten,

Ich hoffe, Sie können mir bei folgender Fragestellung weiterhelfen. Ich mache mir große Sorgen um unsere Gesundheit und v.a. um die unserer Kinder. Wir wohnten ca. 7 Monate in einer Wohnung, dessen Schornsteine einen unangenehmen kalt rauchig rußigen Geruch in die Zimmer abgesondert haben. In jedem Zimmer war ein Schornstein und es riechen alle Schornsteine in der Wohnung. Sie sind sicherlich versottet und der Geruch entsteht durch den Ruß im Schornstein, dessen Gase durch die Schornsteinwand nach außen dringen. Nun sind im Ruß ja PAK vorhanden, welche ja erwiesenermaßen das Krebsrisiko erhöhen. Ich mache mir seitdem große Sorgen, dass das Krebsrisiko von uns und unseren Kleinkindern erhöht ist. Mittlerweile sind wir ausgezogen, aber 7 Monate waren wir den Gerüchen (und damit wohl den PAK) ausgesetzt.
Wie schätzen Sie die gesundheitliche Gefahr von PAK und das Krebsrisiko in unseren Fall ein? Was sind Empfehlungen? Sollten wir unsere Lunge regelmäßig untersuchen lassen? Schließlich ist Ruß ja krebserregend.

Viele Grüße

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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04.05.2021, 21:05 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

um ein mögliches Krebsrisiko abschätzen zu können, würde es einer umweltmedizinischen Untersuchung bedürfen. Hierbei müsste der Schadstoffgehalt in der Luft gemessen werden. Aus den Messwerten wäre möglicherweise ein Rückschluss über eine Exposition bestimmbar. 

Ob eine regelmäßige Untersuchung notwendig ist, können wir erst nach obiger Untersuchung abschätzen. Auch wäre die Suche nach möglichen Läsionen der Lunge nur mittels Computerromographie möglich, welche eine sehr hohe Strahlenbelastung mit sich bringt und wahrscheinlich ein vielfaches gefährlicher wäre, als der Ruß.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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04.05.2021, 21:55 Uhr
Antwort

Wie sollen wir uns nun verhalten? Eine Messung ist nicht mehr möglich, da wir nun woanders leben.

Was würden Sie empfehlen, wenn die Messungen tatsächlich erhöhte PAK Werte ergeben und wir 7 Monate dort gelebt haben?

Wären regelmäßige CT s zur Prävention nicht das kleinere Risiko als an zu spät erkannten Lungekrebs zu erkranken?

Lifeline Gesundheitsteam
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04.05.2021, 22:36 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Angsthaesin5,

wir dürfen leider via Internet keine Therapieempfehlung geben, allerdings sind regelmäßige Untersuchungen eher nicht notwendig und wie schon geschrieben eher schädlićh.
Natürlich ist es möglich, dass in der Wohnung PAKs in der Luft vorlagen, eventuell auch über einen erhöhten Grenzwert. Trotzdem würden wir im Moment eher davon ausgehen, dass die Konzentration noch niedrig genug war, um das Risiko nicht relevant zu erhöhen.
Zum Vergleich, die Konzentration, der ein Automechaniker regelmäßig ausgesetzt ist oder ein Raucher ist deutlich deutlich höher. Trotzdem würde hier niemand regelmäßig ein CT durchführen. Und es ist auch klar so, dass nicht jeder Raucher Lungenkrebs bekommt.
insofern sollten Sie sich vor allem nicht verunsichern lassen und sich nicht verrückt machen. Das wäre wohl eher gesundheitsgefährdend.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen nochmal weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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