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Leukozyten, ständig erhöht

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Innere Medizin | Expertenfrage

25.03.2000 | 11:03 Uhr

Mehrere Blutabnahmen haben ergeben, daß meine Leukos ständig erhöht sind: mindestens 13000, teilweise auch mal 15-18000. Angeblich soll eine Infektion im Körper verantwortlich sein (seit 4 Jahren??) und es ist auch offensichtlich nicht herauszufinden, was los ist. Können Sie mir Hinweise geben, was da los sein könnte? Ich habe Angst, es könnte Krebs oder so was sein und gehe schon gar nicht mehr zu Ärzten.

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26.03.2000, 01:03 Uhr
Antwort

Liebe Frau Dreiskämper!
Seit 4 Jahren erhöhte Leukozyten sind auf keinen Fall eine Normvariante.
Da die Blutzellen so lange schon erhöht sind, ist auf keinen Fall ein rasch wachsender Tumor schuld, also kann man in Ruhe abklären, aber man sollte es tun!( Kopf in den Sand stecken hilft nicht weiter, und je eher Sie eine Krankheit finden, desto besser ist sie behandelbar )
Ständig neue Blutabnahmen führen sicher nicht zum Ziel. Zunächst muß ein Handausgezähltes Differentialblutbild gemacht werden, dabei kann man sehen, ob bestimmte Unterformen vermehrt sind, z.b. Lymphozyten oder Granulozyten und ob viele jugendliche unreife Formen oder atypische Formen vorliegen. Dadurch kann man eher auf das Vorliegen eines chronischen Infektes schließen oder eine behandlungsbedürftige Krankheit des blutbildenden Systemes. Auch Allergien wären möglich. Des weiteren empfiehlt sich eine Knochenmarkuntersuchung
( bitte nicht Knochenmark mit Rückenmark verwechseln, das hat nichts miteinander zu tun ) Das Knochenmark im Brustbein oder im Beckenkamm wird nach örtlicher Betäubung mit einer dickeren Nadel angepiekt und man entnimmt ein wenig von den dort frisch gebildeten Zellen und den Mutterzellen des Blutes, das kann diagnostisch gut weiterhelfen.
Vielleicht sollten Sie einmal das Problem mit einem Facharzt für Innere Medizin speziell Hämatologie
( Blutkrankheiten ) besprechen. Die örtliche Ärztekammer hilft Ihnen mit Adressen sicher weiter, wenn Ihr Hausarzt es nicht schon kann.
Herzliche Grüße
Dr. Meske

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