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Krebsangst

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Innere Medizin | Expertenfrage

13.02.2024 | 14:52 Uhr

Hallo liebes Team, 

mich habe seit einigen Wochen diffuse Beschwerden die mir langsam echt Angst machen. 

zu meiner Vorgeschichte ich hab seit 8 jahren nach mehrfacher Antibiotikagabe einen chronischen Colitis ulcerosa Verlauf. Es ist nie wirklich schlimm, aber fast immer Blut dabei. Deswegen wurde immer nur Stoßweise mit Kortison behandelt. 
im letzten Jahr Januar fing mein Dilemma dann an, ich hatte mir durch perianale Streptokokken A eine bakterielle Vaginose eingefangen, die dann mit Sobelin behandelt wurde und zum WiederAufbau erhielt ich noch Gynoflor (Probiotika Zäpfchen plus Östrogene) Leider verstand ich meine Frauenärztin miss, statt einmal die Woche benutze ich sie für 3 Monate täglich. Darunter entwickelte ich eine heftige ÖstrogenDominanz, die nach absetzten aber wieder verschwand. Kurze Zeit später wurde jedoch ein Lipödem diagnostiziert und ich hatte starken Haarbruch. 
Im August erhielt ich dann nochmal 5 Tage Kortison wegen meiner CU. Das brachte allerdings mein Hormonhaushalt komplett durcheinander. Seitdem schwanken die Zyklen zwischen 22 und 35 Tagen. 
Zum Einpendeln empfahl mir mein Heilpraktiker ein Vitamin B Komplex, Selen und diverse andere Nahrungergänzungsmittel. Vorab lies ich meine Spiegel kontrollieren und die waren in der Norm. 
Jetzt leide ich seit Oktober etwa unter einem extrem aufgeblähten Bauch, immer wieder mal Nachtschweiss (v..a. Während der Periode) Gelenkschmerzen, seit Dezember unter einem Av Block Grad 1 (keine Ahnung woher der aufeinmal kommt), Druck auf der Lunge ( mit etwas Schleim, jedoch ohne ErkältungSymptome) und seit letzter Woche immer wieder mal unter Kopf und Rückenschmerzen Sowie Muskelzucken im Bauch und Beinen.
Lunge wurde geröntg, o.B. , Lungenfunktionstest allerdings etwas auffällig. Vitamin B 12 Spiegel geht durch die Decke mit über 1480 pmol/l. 

Ich empfinde auf einmal eine krass starke Todes und Krebsangst weil alles verrückt spielt. Sind das nur die Hormone? Oder eventuell doch Krebsanzeichen f Lungen und Knochenmetastasen. 

zu Vitamin B 12 findet man unterschiedliche aussagen, einerseits nicht schlimm da wasserlöslich und andere schreiben 100 fach erhöhtes Krebsrisiko und Tumormarker. Was ist denn jetzt richtig? Muss ich mich sorgen? Ich habe es natürlich sofort abgesetzt.

 

ich bitte um Rückmeldung. Ich hab das Gefühl verrückt zu werden vor Sorge. Bin erst 36 und habe zwei kleine Kinder. 

danke 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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17.02.2024, 17:17 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Sunjes, 

Wichtig ist hier vor allem, dass Sie mit dem behandelnden Arzt in Kontakt bleiben. Es ist sicherlich sinnvoll, weitere Untersuchungen durchzuführen. Zum einen wäre es angebracht, den Vitamin B12 Spiegel einige Tage nach dem Absetzen wieder zu kontrollieren, um zu sehen, ob der Spiegel wieder absinkt.
Tatsächlich ist die Datenlage zu erhöhten Vitamin-B12-Spiegeln unklar. Es ist nicht ganz klar, ob ein erhöhter Spiegel tatsächlich mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergeht oder nicht. Es gibt Studien, die einen solchen Zusammenhang gefunden haben wollen, andere hingegen konnte es nicht nachweisen.
Natürlich ist die wahrscheinlichste Ursache bei Ihnen die Einnahme. Deshalb sollten sie sich jetzt nicht verrückt machen, sondern ersteinmal den weiteren Verlauf abwarten. Grundsätzlich ist ersteinmal nicht davon auszugehen, dass bei Ihnen jetzt Krebs vorliegt oder Sie sozusagen Krebs provozieren. Sonst wäre der Spiegel wohl schon bei der ersten Kontrolle erhöht gewesen. 
Ansonsten liegen hier wahrscheinlich wirklich hormonelle Ursachen für die Beschwerden und Symptome vor. Immerhin hat die Behandlung das hormonelle Gleichgewicht des Körpers tatsächlich durcheinandergebracht. Aus den jetzt vorliegenden Symptome deshalb gleich eine Diagnose zu ziehen, wäre überstürzt. Weitere Untersuchungen sind aber natürlich sinnvoll. Hierzu gehört eben wie gesagt ersteinmal eine Blutuntersuchung, damit können auch Organe wie Leber oder Nieren untersucht werden.
Sprechen Sie darüber mit Ihrem Hausarzt. Vielleicht könnte auch ein Test auf Blut im Stuhl sinnvoll sein.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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