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Galle-erbrechen

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Innere Medizin | Expertenfrage

21.08.2008 | 02:13 Uhr

Hallo,

seit mittlerweile fast einem Jahr leide ich unter Übelkeit und Erbrechen. Diese Symptomen treten mittlerweile schon fast wöchentlich auf, manchmal sind sie relativ harmlos und verschwinden schnell wieder, manchmal quälen sie mich aber auch tagelang.

Am schlimmsten ist es nachts; dann verspüre ich oft Nüchternschmerz, oder ich wache auf und mir ist übel und ich muss mich übergeben. In den meisten Fällen erbreche ich hierbei gelbe Galle (oft auch nicht gerade wenig...).
Aber auch tagsüber muss ich mich gelegentlich übergeben, dann jedoch meist ohne Galle, und die Übelkeit ist tagsüber in der Regel nicht so heftig wie nachts.

Ich muss dazu sagen, dass ich seit Jahren an einem Reizmagen leide. Allerdings hatte ich im Rahmen dessen bislang andere Symptome (Krämpfe oder Blähungen), daher weiß ich nicht, ob nun das Erbrechen auch mit dem Reizmagen zusammen hängt, oder ob sich vielleicht eine andere Krankheit gebildet haben könnte.

Ich war vor ein paar Wochen bereits bei einer Magenspiegelung und einer Ultraschalluntersuchung. Außer einer leichten Reizung/Entzündung der Magenschleimhaut wurde hierbei jedoch nichts festgestellt.

Was mich stutzig macht, ist das ständige Galle-erbrechen. Kann das denn auch mit einem Reizmagen zusammenhängen???Oder steckt da doch etwas anderes dahinter, z.B. eine Erkrankung der Galle oder des Zwölffingerdarms?

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21.08.2008, 11:30 Uhr
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hier spielt eher eine Magenentleerungsstörung eine Rolle. Wenn die Galleflüssigkeit in den Magen zurückfließt, deutet dies daraufhin, dass sich der Magen nur unvollständig entleert und die Bewegung des Magens Richtung Dünndarm gestört ist. Wenn Galle längere Zeit im Magen steht, so kann dies zu Übelkeit und später auch zu erbrechen führen. Hier sollte man auch andere Erkrankungen (z.B. Diabetes) ausschließen, da auch diese zu solchen Beschwerden führen können.

Mit besten Grüßen

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22.08.2008, 08:30 Uhr
Antwort

Diese Woche wurde durch meinen Frauenarzt im Rahmen der Krebsvorsorge Urin abgenommen. Hätte hierbei dann nicht Diabetes festgestellt werden müssen? Dass ich an Diabetes leide, kann ich mir aber kaum vorstellen, da ich außer den Magenproblemen keinerlei Probleme habe, auch nicht in Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln.

Kann man an diesem Gallerückfluss denn irgendetwas tun?
Gibt es Medikamente dagegen?

Wenn ich nachts Galle erbreche, sind jedoch keinerlei Nahrungsreste dabei, vielmehr scheint der Magen abgesehen von der Gallenflüssigkeit komplett leer zu sein.
Kann das trotzdem sein, dass das Problem daher kommt dass der Magen sich nicht richtig entleert?

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26.08.2008, 09:27 Uhr
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es kann trotzdem sein, dass sich nachts der Magen nicht mehr vernünftig bewegte. und so die Galle in den Magen zurückfließt. hier sollte man ein Prokinetikum einnehmen (z.B. MCP) eine Zuckerkrankheit hätte man mit dem Urintests an sich erfassen müssen.

Mit besten Grüßen

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26.03.2009, 11:33 Uhr
Antwort

Hallo Tanja,

ich habe auch diese Symptome. Ich denke bei mir ist es vom Klima abhängig. Unter bestimmten klimatischen Bedingungen habe ich Übelkeit und auch Galleerbrechen. Da ich bei Ärzten keine Hilfe bekam und erwarten kann, habe ich selbst eine Lösung gefunden, um die Beschwerden zu lindern. Durch Zufall habe ich eine Besserung beim Verzehr von Brötchen erfahren. Seit dem ich Brötchen oder andere Weißbrote bei auftretender Übelkeit esse, muss ich wenigstens nicht mehr erbrechen, was ja auch sehr unangenehm ist, bzw. kaum noch. Also ich kaue sehr lange auf den Brotbissen herum bevor ich sie herunter schlucke. Man sagte mir der dabei produzierte Speichel hilft dann wohl. Das mache ich den ganzen Tag wenn nötig und trinke viel Wasser. Dann esse ich nichts, was mir schwer auf dem Magen liegen könnte. Würde mich freuen, wenn Sie mir mitteilen würden, wenn Sie erfahren haben, was es ist oder welche Erfahrungen sie mit der Linderung haben.

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