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D-Dimer Blutwert zu hoch

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Innere Medizin | Expertenfrage

18.11.1999 | 04:11 Uhr

Nachdem ich wegen aktuter Schmerzen in der Brust und im linken Arm von meinem
Internisten zur Kontrolle ins Krankenhaus eingewiesen wurde, hat man bei einer sehr umfangreichen ambulanten Untersuchung und
Blutanalyse festgestellt, dass ich hyperventiliere und der D-Dimer Wert zu hoch sei, was evtl. auf eine Lungenembolie schliessen liesse. Leider ist meine Hausärztin in Urlaub, so dass ich Antwort bitte, wie ein zu hoher D-Dimer-Wert zustandekommt und was ich dagegen tun kann.
Vielen Dank zum voraus

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18.11.1999, 06:11 Uhr
Antwort

D-Dimer ist ein Fibrinspaltprodukt ( ein Blutwert, der bei der Gerinnung durch Abbau des gebildeten Fibrins entsteht )Erhöht ist es bei Thrombosen und auch erhöhter Gerinnung im Blutgefäßsystem. Er ist ein Zeichen erhöhter Gerinnbarkeit des Blutes.

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19.11.1999, 09:11 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Frau Dr. Meske,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Wodurch kann die Gerinnbarkeit
des Blutes zu hoch sein und wie
kann ich entgegenwirken?
Darf ich Sie nochmals um Antwort bitten.
Vielen Dank
Ihre Claudia

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21.11.1999, 05:11 Uhr
Antwort

Halo Claudia!
Angeboren kann es dazu ommen oder m Laufe des Lebens durch Veränderungen z.B. nach durchstandenen Krankheiten, quasi als Narbenbildung oder im Laufe einer akuten Thrombose.
Eine akute Thrombose scheint nicht vorzuliegen, sonst hätte der Arzt Sie im Krankenheus zur Beobachtung gehalten. Auch eine starke Gefährdung scheint nicht vorzuliegen, sonst wäre die Reaktion des Arztes anders gewesen. Dann hätte er z.B. zu einer Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten wie Heparin, Heparinabkömmlingnen oder Marcoumar raten müssen. Ich gehe also von ener geringen Gefhrdung aus, bei nur dezent erhöhtem Wert. Sie können Ihr Körpergewicht normal halten, sich viel bewegen, den Bewegung hält das Blut in Bewegung und verhindert Thrombosen. Meiden Sie Sitzen und Stehen, Bevorzugen Sie Gehen und Liegen. Öfter bei der Arbeit Position wechseln, z.B. Schreibtischarbeit nicht nur im Sitzen sondern auch am Stehpult, zwischen und bei langem Sitzen und Stehen oft auf den Zehen wippen, die Füße kreisen lassen. Kalte Duschen, wechselwarme Duschen, Wassertreten, viel trinken, damit Sie nicht eintrocknen, keine wassertreibenden Medikamente, wenn es nicht lebensnotwendig ist, bei langen Autofahrten, Busfahrten und Flugreisen immer Kompressionsstrümpfe tragen und oft aufstehen, laufen oder beim Autofahren Gymnastikpause einlegen.
Herzliche Grüße
Dr. Sylvia Meske

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23.11.1999, 12:11 Uhr
Antwort

Ich danke Ihnen, sehr geehrte Frau Dr. Meske, für Ihre ausführliche Antwort.
Jetzt bin ich beruhigt und nehme gerne Ihren Rat an!
Liebe Grüsse
Claudia

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