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Bis jetzt keine Diagnose

Kategorie: Innere Medizin » Expertenrat Innere Medizin | Expertenfrage

11.01.2019 | 10:36 Uhr

Guten Tag,

ich leide mittlerweile schon seit über einem Jahr an einer Erkrankung, wo bis jetzt keiner der Ärzte eine Diagnose feststellen konnte.

Ich war mittlerweile bei so ziemlich allen Ärzten: Allgemeinmediziner, Internist, Orthopäde, Neurochirurg, Lungenarzt, Urologen, Neurologe, Radiologie, Hämato-/Onkologie, Rheumatologe, statioär Neurologie und schon meherere Notaufnahmen.

In einer Psychosomatischen Klinik war ich auch schon, wo eine psychische Ursache ausgeschlossen wurde.

Es sind ebenfalls eine Menge an Untersuchungen mittlerweile durchgeführt worden wie:MRT der gesammten Wirbelsäule, Liquoruntersuchung, Sämtliche Blutuntersuchungen, CT/MRT Kopf, CT Thorax, PET MRT, ...

Bei allen Untersuchungen bis jetzt ist nicht auffälliges festgestellt worden, außer einem Weichteilplus(Schwellung) zwischen den Lungenflügeln.

Angefangen hatte alles mit einem schmerzenden Punkt inder nähe der Wirbelsäule am rechten Schulterblatt. Der Schmerz wurde mit der Zeit immer schlimmmer. Dazu kam dann starke Übelkeit und ein sehr starkes Krankheitsgefühl, dass den ganzen Körper befiel. Nach und nach haben sich die Schmerzen dann über den kompletten Rückenbereich ausgedehnt. Mit der Zeit sind die Schmerzen ebenfalls in den Brust und Bauchbereich gewandert, so dass der ganze Oberkörper ein Einheitsschmerz geworden ist. Gefühlt war/ist es so, als ob das komplette Muskelgewebe beschädigt wird mit dem weiterem Ausbreiten. Entlang der Wirbelsäule waren überall so schmerzhafte Punkte, dass man diese gar nicht anfassen konnte. Es war so als ob der ganze Körper eine einzige Entzündung ist.

Die Schmerzen stiegen nach und nach ins Unerträglichen über einen Zeitraum von ca. drei Monaten. Jegliche Bewegung war mit stärksten Schmerzen verbunden. Schlafen in der Zeit war auch unmöglich, da jede Bewegung sofort einen stärksten Schmerz ausgelöst hatte. In der Nacht haben sich die Schmerzen dann noch viel stärker verschlimmert.

Nach Verordnung durch den Arzt vom Antibiotika für zwei Wochen hat sich der Zustand täglich merklich verbessert.

Jedoch nach dem Absetzen hat sich der Zustand wieder innerhalb weniger Tage wieder dramatisch verschlechtert, so dass es jeden Tag immer schlimmer wurde. Man hat dass Gefühl dass es jedes mal zu Ende mit einem geht.

Mein Problem ist dass bis jetzt bei allen Blutuntersuchungen keine auffälligen Entzündungswerte festgestellt wurden und somit die Ärzte keine Anhaltspunkte für eine Infektion feststellen konnten. Somit wurde bis jetzt auch von keinem Arzt irgendeine Therapie in die Richtung beschlossen.

Ich habe zwar mittlerweile sämtliche Schmerzmittel verschrieben bekommen. Diese zeigen aber keinerlei Wirkung.

Zur Zeit nehme ich an Schmerzmitteln: 3x täglich Hydromorphon, 4x täglich Novaminsulfon. Docjh auch diese Medikation hat leider keine Auswirkungen auf den stetigen Fortschreitungsprozess.

Ich bin immer wieder seit über einem Jahr darauf angewiesen Antibiotika zu nehmen (2-3 Wochen lang) um den Zustand wieder zu verbessern und einigermaßen erträglich zu machen. Jedoch jedes mal nach Absetzen verschlechtert sich der Zustand innerhalb von 1-2 Wochen wieder auf das schlimmste. Der Zustand ist so schlimm, dass jegliches gesellschaftliches Leben undenkbar ist.

Alle Ärzte nehmen immer nur die Blutwerte als Anhaltspunkt. Und da diese nie auffällig sind, wird nie weiter in irgendeine Richtung untersucht um die Ursache hierfür zu ermitteln.

Mittlerweile bin ich echt der Verzweiflung nahe.

Was soll ich tun?

MFG

Wla.T.

 

 

 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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14.01.2019, 15:10 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Wla. T.,

Die Tatsache, dass bis jetzt keine Diagnose festgestellt werden konnte, ist sicherlich frustrierend. Auch wir können so ohne weiteres keinen weiteren Anhaltspunkt liefern, in welche Richtung weiter untersucht werden sollte. Aufgrund der vielen vor Befunde ist dieser Fall für ein Internetforum bei weitem zu komplex. Auf der anderen Seite wurden die meisten lebensbedrohlichen oder gefährlichen Erkrankungen sicherlich ausgeschlossen. Schmerz kann sich leider auch einfach verselbständigen. In diesem Fall wäre eine Schmerztherapie bei einem Schmerztherapeuten sinnvoll. Diese Ärzte sind darauf spezialisiert, die verschiedenen Arten von Schmerz zu behandeln, sodass Patienten wieder eine ausreichende Lebensqualität gewinnen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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