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Was kann man bei einer Überdosierung in der Homöopathie machen?

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Homöopathie | Expertenfrage

19.12.2016 | 18:08 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich im letzten Sommer wegen verschiedener physischer (z.B. Hauptprobleme, Aphten - beides chronisch) und psychischer (z.B. Erschöpfung, Überforderung) Probleme in die Behandlung einer erfahrenen Ärztin für klassische Homöopathie begeben. Vor ein paar Jahren litt ich an einer Depression, doch in diesem Sommer waren meine Beschwerden gar nicht akut, die homöopathische Behandlung sollte einfach meinen Allgemeinzustand verbessern. Sie gab mir das Mittel Staphisagria in der Q-Potenz. Ich hatte zu dem Zeitpunkt praktisch keinerlei Wissen über klassische Homöopathie. Ich nahm innerhalb weniger Tage auf Rat der Ärztin drei Globulis (da ich zunächst Kaffee und Menthol zu mir genommen hatte). Die darauf folgenden 2-3 Wochen waren für mich buchstäblich die Hölle. Ich hatte depressive Verstimmungen, starke Schlafstörungen, stechende Kopfschmerzen, einen grippalen Infekt (Krankschreibung vom Schulmediziner), Schwächeanfälle, bei denen ich mich kaum auf den Beinen halten konnte etc. Es gab aber auch Momente, in denen ich mich durchaus gut gefühlt habe.

Ich denke heute, dass es sich zunächst um eine Erstverschlimmerung gehandelt hat, welche die Ärztin aber zuvor mit keinem Wort erwähnt hatte. Vielleicht war es aber auch eine Überdosierung?! Ich schilderte der Ärztin nach einiger Zeit meine Symptome und ich sollte Staphisagria weiterhin nehmen - dann in der LM-Potenz - ca. zweimal pro Woche. Doch mein Zustand war - im Vergleich zu vor der Einnahme - immer noch ziemlich schlecht. Dann unterbrach die Ärztin erst einmal die Einnahme von Staphisagria, doch nach drei Wochen (im Herbst) sollte ich wieder damit beginnen (wieder LM-Potenz ein- bis zweimal pro Woche). Und ich kann nur sagen, dass sich mein Zustand wieder verschlechtert hat - psychisch als auch physisch. Ich habe wieder depressive Verstimmungen, juckende Haut, bin stark angespannt und habe ständig (viel häufiger als vor der homöopathischen Behandlung!) Aphten im Mund etc.

Mittlerweile habe ich viel über Homöopathie im Internet recherchiert und frage mich, ob ich nicht an einer Überdosierung von Staphisagria leide?! Denn ich habe mehrfach auf fachkundigen Seiten gelesen, dass man Hochpotenzen nur einmalig einnimmt und dann die Wirkung abwartet und dass man prinzipiell so geringe Potenzen wie möglich gibt... 

Und nun meine Fragen: Können Sie aufgrund meiner Schilderungen einschätzen, ob es sich um eine Überdosierung handeln könnte? Und wenn ja, was kann ich tun, um die Wirkung zu stoppen? Ich trinke schon längst wieder Kaffee und verwende mentholhaltige Zahnpasta.

Für eine Antwort bin ich zutiefst dankbar!

Beste Grüße,

Taxus

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Bisherige Antworten
Expertin Hecht-Neuhaus
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20.12.2016, 12:01 Uhr
Antwort von Expertin Hecht-Neuhaus

Liebe Taxus,

Bei Q und LM Potenzen handelt es sich um die gleiche Art der Potenzierung, das bedeuted zwei Bezeichnungen für die gleiche Arzneiform.

Q Potenzen gehören noch nicht zu den Hochpotenzen und gelten als sehr verträglich mit einer geringen Erstverschlimmerungsrate. Die vorgesehene Dosierung ist, wie bei ihnen angeordnet ein bis zweimal wöchentlich, so dass ich mir eine Überdosierung nicht erklären kann.

Normalerweise müsste  Coffein reichen, um die Wirkung des Mittels zu verhindern, nach einer Woche dürfte keine Wirkung mehr da sein.

Alles Gute wünscht Ihnen

Ute Hecht-Neuhaus

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