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Perikarditis

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage

04.02.2010 | 11:28 Uhr

Hallo,

ich (25, w, NR, NT, schlank) hatte Ende Dezember eine Perikarditis, bei der die entsprechenden Geräusche bei der Auskultation zu hören waren. Behandelt wurde mit Ibuprofen. Lt. Arzt somit kein Perikarderguss.

Mein EKG ist wieder normal. Ich fühle mich jedoch immer noch nicht voll belastbar, bin schnell erschöpft und kleinste Anstrengungen führen zu einer Pulsfrequenz, die ich sonst nicht kenne. Zeitweise habe ich nach größeren Anstrengungen Fieber.

Jetzt war ich wegen der Symptome gestern erneut bei einem Arzt und dieser stellte nun im Echo kleine Flüssigkeitsmengen fest (lt. seiner Aussage ein leichter Perikarderguss).

Auskultation war normal und auch im EKG zeigten sich keine Veränderungen (außer einer Sinustachykardie).

Müsste bei einem leichten Perikarderguss das EKG nicht abnormal sein (ich habe Angst, dass es gar kein Erguss, sondern irgendetwas anderes ist)?

Können meine Beschwerden von einer vllt. noch vorhandenen Perikarditis kommen oder hätte ich dann andere Symptome oder Auffälligkeiten in EKG und Echo?

Nun soll ich wieder ein Antiphlogistikum nehmen.

Vielen Dank.

Viele Grüße

Julietta

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09.02.2010, 08:30 Uhr
Antwort

Hallo Herr Dr. Altmann,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe mir heute nochmals ein Ruhe-EKG von 03/09 per Mail zusenden lassen. Hier gibt es diese angedeuteten ST-Streckensenkungen nicht. Hier folgen diese der isoelektrischen Linie.

Diese ST-Veränderungen existieren erst nach meiner Perikarditis.

Worauf könnten diese ST-Veränderungen noch hinweisen, falls keine erneute Perikarditis aufflammen sollte oder sind solche Veränderungen psychologischer Natur?

Liebe Grüße

Julietta

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10.02.2010, 08:36 Uhr
Antwort

An eine psychologische Ursache würde ich nicht denken. Bei der gegebenen Unsicherheit muss das Krankheitsbild bis zum Beweis des Gegenteils als neue Perikarditis behandelt werden. Wenn das so weitergeht, sollte eine weitergehende Diagnostik mit MRT, eventuell Biopsie und mikrobiologischen und immmunologischen Untersuchungen erfolgen.
Gruß
C. Altmann

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10.02.2010, 16:31 Uhr
Antwort

Hallo Herr Dr. Altmann,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich muss zunächst wieder ein Antiphlogistikum nehmen und hoffe, dass meine Beschwerden besser werden. Die Blutwerte Leuko, Thrombo, CK, CK-MB sind immer noch erhöht. Im EKG von heute sind erneut die angedeuteten ST-Streckensenkungen zu sehen und mein Ruhepuls lag bei 129.

Noch eine Frage zu den angedeuteten ST-Streckensenkungen:

Sind solche immer pathologisch bedingt oder können diese auch physiologisch sein, z.B. wenn man in der kalten Jahreszeit sich nicht so intensiv sportlich betätigt oder von der Figur her schlank gebaut ist (psychologisch haben Sie ja eher ausgeschlossen, ich muss dazu sagen, dass ich keine psychologischen Probleme habe und deshalb meine Frage nach einem psychologischen Hintergrund von mir nicht richtig durchdacht war)?

Liebe Grüße

Julietta

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10.02.2010, 17:46 Uhr
Antwort

Hallo Herr Dr. Altmann,

ist eine EF von 60% im Echo ein normaler Befund?

Ich bin sehr sportlich und bei meinen Freundinnen liegt die EF höher. Bevor ich die Grippe und Perikarditis hatte lag meine EF bei 70%.

In welchem Bereich ist die EF noch als normal zu betrachten?

Ist es schlimm, wenn die EF von 70% um 10% sinkt oder unterliegt diese (wie der Blutdruck) Schwankungen und ist somit eine Momentaufnahme?

Vielen Dank.

Liebe Grüße

Julietta

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11.02.2010, 08:25 Uhr
Antwort

Die ST Veränderungen , die in den EKGs zu sehen waren, müssen nicht unbedingt durch Herzkrankheiten kommen. Die von Ihnen genannten Gründe würde ich so nicht bestätigen, aber der EKG Befund allein ist nicht unbedingt pathologisch.
Gruß
C. Altmann

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11.02.2010, 08:26 Uhr
Antwort

Messtechnik, momentane Stresshormonlage, Flüssigkeitshaushalt usw bedingen gewisse Schwankungen im EF Wert. Normal wäre etwa 65%.
Gruß
C. Altmann

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