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Zu kleine Kniescheibe????

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Gelenkbeschwerden/Rheuma | Expertenfrage

09.09.2004 | 04:52 Uhr

Hallo,

seit ungefähr 2 Jahren habe ich Kniebeschwerden, die immer häufiger und schlimmer werden. Ich muß dazu sagen , dass ich übergewichtig bin und dagegen etwas tun wollte. Somit ging ich dreimal wöchentlich walken (7 KM).
Nach ca. 8 Mon. traten die Beschwerden zum ersten Mal auf. Die Orthopädin hat beide Kniee geröntgt. Diagnose: Die Kniescheiben sind von Geburt an zu klein. Sie sagte mir, dass man dagegen nichts unternehmen kann.Zur Zeit ist es manchmal unerträglich, daraufhin hat sie mir 8 x Ionthophorese verschrieben, bis jetzt keine Besserung. Meine Frage: Kann man wirklich durch zu kleine Kniescheiben so massive Schmerzen bekommen, oder muß da noch etwas anderes dahinterstecken? Was kann man gegen die Schmerzen tun?

Gruß
Andrea

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09.09.2004, 06:21 Uhr
Antwort

Hallo Andrea!
Von einer zu kleinen Kniescheibe bekommt man keine Schmerzen. Wahrscheinlich haben Sie sich durch die Belastung eine Reizung in einer Kniestruktur zugezogen. Röntgen und nichts sehen reicht nicht zur Diagnose. Sie könnten einen Knorpelschaden haben, eine Meniskusläsion, einen Bänderschaden, aber auch einen Muskelansatzreiz z.B. bei Muskelverkürzung. Ich denke es wäre wichtig Krankengymnastuk zu betreiben, Schuhe mit weichem Absatz zu tragen. Joggen und walken lassen Sie beser bleiben und versuchen es mal mit radfahren oder schwimmen. Vielleicht ist auch ein Besuch sinnvoll bei einem Arzt für Physikalische Therapie und Rehabiliation, der untersucht nämlich persönlich die Gelenstrukturen und kann dann besser therapieren als jemand, der sich aufs Röntgen verlassen will.
Kleiner Tip: Quarkwickel, hilft oft verblüffend gut gegen Schmerz. Herzlichst
Dr. S. Meske
www.theresienklinik.de

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10.09.2004, 07:14 Uhr
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Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.Werde mir jetzt einen Arzt für Physikalische Therapie suchen.

Danke Gruß
Andrea

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16.09.2004, 09:11 Uhr
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Hallo, ich melde mich wieder mit einer
Frage.
Heute war ich bei einer anderen Orthopädin, die eindeutig beidseitige Kniearthrose diagnostiziert hat.
Sie sagt, die Kniescheiben haben eine völlig normale Größe.
Als Therapie wurden mir veschiedene Sachen empfohlen.
Ultraschall m. Kälteanwendung,Gymnastik, außerdem Injektionen ( Ostenil o. Suplasyn), und ein Mittel zum einnehmen mit Grünlippmuschel, Haifischknorpel,MSM und Mangan.Haben Sie damit irgendwelche Erfahrungen? Hat man eine Chance, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt?

Viele Grüße
und schonmal danke

Andrea

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18.09.2004, 09:26 Uhr
Antwort

Hallo,

die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Krankengymnastik, aber evtl. nicht für die Injektionen und die Grünlippmuschelmittel etc.
Der Behandlungserfolg von beidem ist eh umstritten. Versuchen Sie Ihr Gewicht etwas zu reduzieren. Das reduziert auch die Schmerzen. Nicht so viel walken. Das geht bei Übergewicht auf Dauer auf die Gelenke. Frau Meskes Rat mit dem Radfahren und Schwimmen ist gut. Bei häufigem und regelmäßigem Radfahren nimmt man auch bei ab. Aber nicht zu viel Kilometer, das belastet am Anfang wieder. Falls das Radfahren im Winter schwierig wird, schauen Sie nach einem Hometrainer.
Gruß
Sabine

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24.09.2004, 10:36 Uhr
Antwort

Hallo Andrea!
Die von Ihnen genannten Medikamente übernehmen die Kassen nicht, da der Wirknachweis umstritten ist, ich kennen aber durchaus positive Ergebnisse solcher Behandlungen, z.B. durch die orthopädische Ambulanz an den Thermen in Freiburg. Ich selbst behandele nicht damit sondern vertrauen auf die nachgewiesenen Wirkung der Elektrotherapie, der Physiotherapie und der Hilfmittel, wie z.B. Pufferabsätzen an Schuhen. Wie wäre es mit einem Heilverfahren?
Herzlichst
Dr. Meske www.theresienklinik.de

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21.10.2004, 05:34 Uhr
Antwort

Hallo,

ich habe mittlerweile so einige Sachen ausprobiert. Iontophorese, Akupunktur,
Ostenil- Spritzen(Hyaluronsüre),und ich nehme so ein Glukosamino-Glykanen Präperat.
Es hilft nichts. Die Schmerzen sind manchmal so unerträglich, dass ich kaum noch Treppen gehen kann. Haben Sie noch einen Tipp für mich? Gibt es ein starkes Schmerzmittel, dass auch bei dieser Art SChmerzen hilft?
Ich bin dankbar für jeden Rat.

Viele Grüße
Andrea

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21.10.2004, 06:10 Uhr
Antwort

Halo Andrea!
Schmerzmittel sollten unbedingt durch einen begleitenden Arzt z.B. für spezielle Schmerztherapie individuell verschrieben und deren Wirkung und u.U. Nebenwirkungen kontrolliert werden. Sie sind bei Ihrem Problem allenfals als Akutlösung zu benutzen, wenn Sie z.B. mal was vorhaben, und schmerzfrei sein wollen. dann helfen z.B. langwirkende reine Schmerzmedikamente wie Tramadol oder Tilidin als retardform am besten und mit den wenigsten unerwünschten Begleiteffekten. Ansonsten haben Sie ein Schmerzproblem, welches bei der Hartnäckigkeit, die momentan besteht u.U. durch eine Röntgenentzündungsbestrahlung behebbar sein könnte, fragen Sie dazu mal einen Strahlentherapeuten.
Herzlichst
S. Meske

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06.12.2004, 09:39 Uhr
Antwort

Hallo, ich melde mich mal wieder.
Leider kann ich nichts positives berichten. Die Schmerzen sind immer noch da, mal erträglich, mal unerträglich.Im Moment bin ich am überlegen, ob ich eine London Reise, die ich für April gebucht habe , storniere. Was soll ich in London, wenn ich kaum laufen kann??
Meine heutige Frage an Sie ist, gibt es irgendeine Möglichkeit für ein paar Tage schmerzfrei zu sein ( z.B. Kortisonspritzen) ???
Einen wirklich guten Orthöpäden habe ich immer noch nicht gefunden, es scheint hier in der Gegend keinen zu geben.

Vielen Dank schon mal im vorraus für die Antwort.

Gruß
Andrea

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06.12.2004, 10:26 Uhr
Antwort

Hallo Andrea!
Auf keinen Fall die reise absagen: Bis April kann erstens alles anders sein undzweitens macht London auch mit Knieproblemen Spaß. Sie benötigen unbedingt Spaß am Leben: Knie hin oder her; dann nehmen Sie halt mal etwas mehr Schmerzmittel. Übrigens kann man London hervorragend per Bus ansehen, habe ich ach schon gemacht, man kann sozugen mit einem Ticket den ganzen Tag fahren und an allen wichtigen Stellen aus - und einsteigen wie man will. Das schont die Knie. Wie wäre es mit einem Heilverfahren bis dahin? Gewichtabnahmen, Elektrotherapie, Gymnastik, Spritzen, Medikamenetneberatung usw.usw.?
Herzlichst
Dr. S. Meske www.theresienklinik.de

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