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Narbengewebe/ Daumen

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Gelenkbeschwerden/Rheuma | Expertenfrage

05.03.2021 | 09:39 Uhr

Hallo,

ich hatte nach Tumorentfernung imSeptember ( Beugesehne Mittelfinger und Mittelhandknochen) im Januar eine erneute OP an gleicher Stelle. Dort wurde chronisch entzündlich verändertes Gewebe und eine Synovialzyste entfernt. Schon nach der ersten OP hatte ich mal mehr mal weniger Schmerzen im Daumen. Seit einer Woche arbeite ich wieder, seitdem hat sich die Narbe wieder verhärtet und verdickt, die Beugung im Mittelfinger ( Grundgelenk) fängt wieder an zu blockieren und die Schmerzen im Daumen nehmen zu ( beim Drehen und Greifen z. Bsp.und es knirscht und knackt manchmal im Gelenk). Meine Ergotherapeuthin ist über die Entwicklung der Narbe ( einmal 17 Stiche, einmal 12) nicht sehr glücklich. Die Frage ist jetzt, glauben sie ,das die Narbe in Verbindung mit den Schmerzen im Daumen stehen oder das das unabhängig voneinander ist? Also besteht wohl Hoffnung, wenn sich die Narbe eventuell wieder verbessert, das die Schmerzen im Daumen verschwinden?Ich arbeite im Büro mit viel Computerarbeit.

Vielen Dank im Voraus.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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06.03.2021, 09:53 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

was war denn die genaue Diagnose des entnommenen Gewebes? Falls es sich um eine pigmentierte villonoduläre Synovitis handelt, kann natürlich immer ein Rezidiv vorliegen. Je nachdem wie weit in Richtung des Handgelenks die Hand eröffnet wurde, können auch umgebende Strukturen in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Bis das Gewebe nach einer Operation seine endgültige Form und Funktion angenommen hat, dauert es bis zu einem Jahr, wobei natürlich in den ersten 2-3 Monaten am meisten passiert. Ob es sich bei Ihrem Verlauf um eine regelrechte Heilung handelt, können wir aber nicht im Rahmen eines Internetforums feststellen.

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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08.03.2021, 11:52 Uhr
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Hallo,

Also in der Histologie steht:

Fibrolimatöses synoviales Gewebe mit weitgehend ratifiziert abgeschilferten Deckepithel, chronischer, entzündlichen Reaktion, fokalen Kapillarproliferationen und stellenweiser pseudozystischer Degeneration.

Anteile quergestreifter Muskulatur und angrenzenden fibrolipomatösen, teils synovialartigen Gewebe mit stellenweise interstitieller, Teil narbiger Fibrose und rundlich miterfassten zystenartig konfigurierten fibrösen Gewebsformationen.

Der Schnitt geht vom Ansatz Mittelfinger bis kurz übers Handgelenk,  die Drainage war  ca. in Höhe der Pulsader. 

Was kann sich denn jetzt noch mal erneuern? 

Nicht mal vielen Dank

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09.03.2021, 08:56 Uhr
Kommentar

Das Handy hat ein paar Wörter falsch übernommen...,

Weirgehend artifiziell abgeschilfertem Deckpithel...

Einen Riesenzelltumor wurde sowohl nach der ersten als auch nach der  zweiten OP ausgeschlossen. Die Narbe ist  im Bereich der Handgelenkes sehr hart und teilweise schmerzhaft...( mein Arzt sagt, das ich mich bei weiteren Problemen an den Operateur wenden soll,  die Klinik will aber für jeden Termin eine Einweisung,  die ich aber nicht bekomme...)

Noch mal vielen Dank im Voraus 

Lifeline Gesundheitsteam
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09.03.2021, 11:37 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

der Ausschluss eines Riesenzelltumors ist sehr positiv. Ob und inwieweit andere Strukturen im Rahmen der Operation betroffen wurden, können wir im Rahmen eines Internetforums nur sehr schwer einschätzen. WIr würden Ihnen hier eine Untersuchung durch den Operateur empfehlen. Wenn Ihr ursprünglicher Operateur keine Nachsorge machen möchte (was aus unserer Sicht sehr ungewöhnlich und auch ungünstig ist) sollten Sie sich alles Befunde incl. dem OP-Bericht geben lassen und an einen neidergelassenen Handchirurgen wenden. Dass die Narbe nach dieser Zeit noch hart ist, ist wahrscheinlich nicht ungewöhnlich (s.o.), konkret einschätzen können wir dies ohne eigenen Untersuchung aber nicht. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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09.03.2021, 12:00 Uhr
Kommentar

Vielen Dank für die Antworten. 

Mein Operateur ist schon sehr bemüht und hat sich  sehr um meine Hand, auch zwischendurch ohne Einweisung, gekümmert. Problem ist das Krankenhaus,  welches ohne Einweisung keine Termine vergibt, ich habe den Operateur immer direkt angeschrieben,  aber das kann ja nicht Sinn und Zweck sein. 

Ich habe alle Befunde und OP Berichte zu Hause. 

Nach 12 Monaten und 3 OPs fehlt mir gerade die Motivation noch mal von vorne anzufangen. Ich warte jetzt mal ab, mache ja noch Ergo und Physio und hoffe , das es in den nächsten 3 Wochen besser wird, obwohl ich das leider bezweifel., aber vielleicht habe ich ja Glück.

Danke.

Lifeline Gesundheitsteam
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10.03.2021, 21:10 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo MaSiLou,

dass Sie es langsam leid sind, immer wieder dieselbe Geschichte zu erzählen, können wir gut nachvollziehen.

Dennoch sollte eine Nachsorge stattfinden, hierfür wären Sie bei einem niedergelassenen Handchirurgen an der richtigen Adresse.

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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