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Knieschmerzen

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Gelenkbeschwerden/Rheuma | Expertenfrage

18.06.2002 | 06:21 Uhr

<p>Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Sohn (13) ist wegen Knieschmerzen zum Orthopäden überwiesen wurden. Nach einem Röntgenbild sah man auf der Aufnahme unter der Kniescheibe einen weißen Fleck. CT ist noch nicht ausgewertet, aber bei einer Szintigraphie der Knochen sah man deutlich an dieser Stelle einen schwarzen Fleck. Was hat dies zu bedeuten. Ich mache mir ziemliche Sorgen, habe aber erst Freitag einen erneuten Termin zur Auswertung.
Samstag haben wir einen Urlaubsplatz. Könnte man unter diesen Umständen den Urlaub antreten? (Keine Belastung vorausgesetzt)
Danke
Undine Batke

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19.06.2002, 11:33 Uhr
Antwort

<p>Habe jetzt nähere Info´s. Auswertung CT:
An der prox. Tibia unterhalb der Epiphyse zeigt sich ein stellenweise nahezu homogen-permiatives Verdichtungsmuster. Spiculaeartige Periostreaktionen.
Fibula unauffällig und glatt konturiert dargestellt.
Bildoptisch Verdacht auf juvenile hepatogene Osteomyelitis (Epiphysenbarriere) an der prox. Tibiametaphyse. Zum sicheren Ausschluss eines Ewingsarkoms sind Skelettszintigraphie und MRT dringend in Erwägung zu ziehen.
Können Sie uns in irgendeiner Weise beruhigen, die Zeit bis Freitag ist mir viel zu lang, ich mache mir solche Sorgen, weil ich die lateinischen Begriffe nicht verstehe.
Mit freundlichen Grüßen
Undine Batke

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19.06.2002, 19:34 Uhr
Antwort

<p>Hallo Undine!
Weiße Stellen im Röntgen sind Knochenzonen mit vermehrtem Kalkgehalt. Die schwarzen Stellen sind im Szinti bedeuten einen erhöhneten Blutumsatz an der Stelle, daß gibt es bei Entzündungen und auch Geschwülsten. Das CT zeigt auf deutsch übersetzt an der Wachstumszone eine unruhig verlaufende knochendichte Zone, deren Lage und deren Struktur nicht eindeutig einem Befund zuzuordnen sind und Entzündung oder auch Tumor bedeuten können. Leider kann ich Ihnen die Sorgen nicht nehmen. Laut CT wurde eine MRT - Untersuchung empfohlen, (Kernspin), in diesem sind Weichteilstrukturen, Entzündungen und Tumoren sehr gut differenzierbar und ich denke, Sie sollten vor dem Urlaub KLärung anstreben.
Herzlichst
Dr. Meske

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20.06.2002, 11:09 Uhr
Antwort

<p>Sehr geehrte Frau Dr.Meske, wir waren heute beim Arzt und er hat eine MRT angeordnet und gleichzeitig eine stationäre Aufnahme nächsten Mittwoch, um am Donnerstag eine Biopsie vorzunehmen. Zu 95% meinte er es sei eine Entzündung, will aber die 5% noch geklärt haben.
Wie lange dauert eine Biopsie in der Regel und muss dies unter Vollnarkose gemacht werden?
Vielen Dank
Undine Batke

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20.06.2002, 11:14 Uhr
Antwort

<p>Sehr geehrte Frau Dr.Meske, vielen Dank für die schnelle Antwort. Wir waren heute beim Arzt und er denkt zu 95% an eine Entzündung, aber will die 5% Risiko noch ausschalten mit einer MRT morgen und einer Biopsie am Donnerstag. Wie lange dauert so eine Biopsie und muss diese unter Vollnarkose gemacht werden?
Kann ein MRT einen Tumor ausschließen?
Danke
Undine Batke

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21.06.2002, 12:38 Uhr
Antwort

<p>Hallo Undine!
Tut mir leid, aber für die Geschwindigkeit Ihres Arztes ( Hut ab!!!!!!!) bin ich zu langsam. MRT kann Tumor zu 95% sicher erkennen. Biopsie ist immer sicherer, Biopsie kann auch in Leitungsanäathesie erfolgen, aber ich denke, Sie haben das schon herausgefunden.
Ihnen und em Sohn alles Gute und schönen Urlaub!
Gruß S. Meske

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