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Alkalische Phosphatase

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Gelenkbeschwerden/Rheuma | Expertenfrage

09.02.2007 | 10:21 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat ein erniedrigter Wert der Alkalischen Phosphatase? Mein Wert liegt im Moment bei 27 U/l (Norm 35- 105 U/l) und er fällt pro Woche um eine Einheit.
Ich nehme pro Woche 20 mg Enbrel, jeden Tag 100 mg Azathioprin, sowie Relifex 2 x 500 mg und Tilidin plus 2 x 50 mg / 4 mg.
Ich bin 19 Jahre alt und habe seit ca. 2 Jahren eine sehr aggressive Form der JiA.
Mit freundlichen Grüßen
Monika

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14.02.2007, 08:39 Uhr
Antwort

Liebe Monika,

Alkalische Phosphatase Werte sind bei angeborenen Erkrankungen, wie Hypophosphatasie und bei Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse) vermindert. Wurde bei Ihnen die Schildrüsenfunktion bestimmt? Zu Ihrer Grunderkrankung gehöhrt diese Phänomen nicht. Waren die Werte vor 6 Monaten deutlich höher? Eine Einheit mehr oder weniger bei der Bestimmung des Wertes kann auch durch die Ungenauigkeit der Messmethode entstehen. Es wäre sinnvoll, Ihre vorhergehenden Werte mit Ihrem behandelnden Arzt durchzusehen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Ivan Foeldvari

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16.02.2007, 01:53 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Dr. Foeldvari,

ich habe eine chronische Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto), allerdings ist diese schon seit 2 Jahren bekannt. ich werde auch seitdem mit Tyronajod 75 µg behandelt. Seit August/September sinken die Werte der Alkalischen Phosphatase wöchentlich, pendelten sich dann für einige Zeit auf einen Wert zwischen 30 und 32 ein. Seit einigen Wochen allerdins werden ständig Werte in den 20ern gemessen. Ist das immer noch Messungenauigkeit?
Der behandelnde Arzt meint, Auswirkungen hätten nur zu hohe Werte, verminderte nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Monika

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17.02.2007, 09:49 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Dr. Foeldvari,

leider habe ich bei der vorherigen Antwort meinen Namen vergessen einzutippen und da anonym gestellte Fragen ja nicht beantwortet werden...hier ein neuer Versuch.

ich habe eine chronische Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto), allerdings ist diese schon seit 2 Jahren bekannt. ich werde auch seitdem mit Tyronajod 75 µg behandelt. Seit August/September sinken die Werte der Alkalischen Phosphatase wöchentlich, pendelten sich dann für einige Zeit auf einen Wert zwischen 30 und 32 ein. Seit einigen Wochen allerdins werden ständig Werte in den 20ern gemessen. Ist das immer noch Messungenauigkeit?
Der behandelnde Arzt meint, Auswirkungen hätten nur zu hohe Werte, verminderte nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Monika

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20.02.2007, 09:05 Uhr
Antwort

Liebe Monika,

zu der rheumatologischen Grunderkrankung gehört diese Veränderung der alkalische Phosphatase nicht. Nach Rücksprache mit einem Kinder- und Jugendendokrinologen ( Facharzt für Hormonstörungen, wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen) würde er bei einer Hashimoto Thyreoiditis diese Veränderung der alkalischen Phsophatase nicht erwarten. Ich würde Dir raten, Deinen betreuenden Arzt zu fragen, aus welchem Grund er diesen Wert kontrolliert, und wie er diesen Wert in Kenntnis aller Einzelheiten Deiner Erkrankung interpretiert.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Ivan Foeldvari

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20.02.2007, 10:13 Uhr
Antwort

Hallo Monika,
eine niedrige AP kann manchmal auch bei einer schweren Anämie vorliegen oder durch einen Zinkmangel verursacht sein (außerdem angeborene Störungen im Knochenstoffwechsel und Schilddrüsenüberfunktion, aber darüber wurde ja bereits geschrieben).
Was auch noch wichtig ist: wenn das Blut vor Bestimmung im Labor lange unterwegs ist, kann es zu falsch niedrigen Werten kommen, ausserdem wenn Du die pille nimmst.
Gruß
HaPe

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20.02.2007, 10:35 Uhr
Antwort

Hallo!
woher weißt du das alles? der Arzt hat ja was anderes geschrieben...
ich hab eine Eisenanämie, die schon lange mit Tabletten behandelt wird. Zinkmangel dürfte eher nicht vorliegen, da ich seit einiger Zeit versuchsweise Orthomol rheumat nehm und da ist ja Zink drin.
ich glaube nicht, dass das Blut lange unterwegs ist. ich bin immer die Letzte, der das Blut abgenommen wird und der Laborfahrer bekommts dann gleich mit.
Die Pille nehm ich auch.
Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, ob der niedrige Wert irgenwie schlimm ist und ob man was dagegen machen muss.
viele Grüße
Monika

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20.02.2007, 10:43 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Herr Dr. Foeldvari,

vielen Dank für Ihre Auskünfte.

Gehört der Wert der alkalischen Phosphatase normalerweise nicht zum großen Blutbild? Dieses wird bei mir jede Woche aufgrud der Medikation erstellt. Soweit ich meinen behandelnden Arzt verstanden habe, ist es nur wichtig, wenn der Wert zu hoch ist. Niedrige Werte hätten keine Auswirkungen. Aber dann würde ja die Untergrenze keinen Sinn machen...

Ein anderer Nutzer meinte, eine schwere Anämie (Eisen-???), Zinkmangel, lange Laborwege oder die Pille könnten diesen Wert erniedrigen. Ist das möglich?

Mit freundlichen Grüßen

Monika

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21.02.2007, 09:05 Uhr
Antwort

Hallo Monika,

dioe AP gehört nicht zum Blutbild, sondern ist ein Enzym, also eine Art Werkzeug im Stoffwechsel, das in den Zellwänden von Leberzellen und Zellen der Knochen vorhanden ist. Man bestimmt es, wenn man ausschließen will, dass in Leber/Galle oder Skelett was nicht stimmt. Dann wären die Werte erhöht.
Erniedrigte Werte haben wirklich meist nichts zu sagen, deutet vielleicht auf einen schlappen Knochenstofwechsel hin; vielleicht solltest Du einfach mal regelmässig Vit D und Calcium nehmen.

Vielleicht ist es aber auch eine Nebenwirkung von Enbrel.

Ich würde mir jedenfalls keine Sorgen machen, nur weiter kontrollieren.

Gruß
HaPe

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23.02.2007, 09:03 Uhr
Antwort

Liebe Monika,

die Bestimmung der Alkalischen Phosphatase ist kein Bestandteil des grosses Blutbildes. Bei der Messung der AP wird die Menge dieses Enzymes im Blut gemessen. Die Alkalische Phosphatase spielt eine Rolle bei Knochenstoffwechselstörungen, Gallenabflussstörungen und bei ganz bestimmten Tumoren. Es ist eigentlich kein Wert, welcher regelmässig bei einer rheumatischen Erkrankung bestimmt werden muss.
Mir ist aber auch nicht klar, wegen welcher Medikation eine wöchentliche Blutnetnahme bei Dir indiziert wäre?

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Ivan Foeldvari

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