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sehr hoher CRP mit Leukozytose bei 'nur' Erkältung?

Kategorie: Infektionen » Expertenrat Erkältung | Expertenfrage

12.12.2018 | 15:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Leidel, sehr geehrter Herr Dr. Barczok!

vor 2 Wochen Dienstag abends fing es an mit Fieber bis 38,6°C und Gliederschmerzen. In der Nacht stieg das Fieber bis 39,3°C mit Kopf- und Gliederschmerzen. Am nächsten Tag Mittwoch ging ich zur Arbeit, um mir dort Blut abnehmen zu lassen. Ich arbeite als MFA in einem Krankenhaus.

Die Werte waren unauffällig, bis auf eine Leukozytose von 13,61 /nl bei einem Normwert von 3.9-10.2 sowie eine CRP-Erhöhung von 99,14 mg/l bei einem Normwert von < 5.0.

nun bin ich unsicher, denn für einen 'normalen' Infekt erscheinen mir die Werte etwas 'zu hoch'. Auch unser Assistenzarzt meinte dies. Meine Hausärztin hingegen meinte dann am Donnertsag, das solch erhöhten Werte nicht ungewöhnlich wären. Die Gliederschmerzen wie auch das Fieber waren am Donnerstag schon wieder abgeklungen. EInzig eine Sinusitis blieb noch bis ca 2 Wochen nach dem Fieber bestehen.

durch meinen beruflichen Werdegang bin ich vertraut mit Infektparametern, aber der CRP erschien mir eben für eine 'normale' Infektion doch zu hoch.

Zusätzlich ist noch zu erwähnen, dass es der Nacht, als das Fieber so hoch war, einherging mit Kopf- und Nackenschmerzen. Wäre es vll möglich eine 'schwache' virale Meningitis durchgemacht zu haben?

Ich hoffe, sie können mir weiterhelfen :)

Herzliche Grüße

Katharina

 

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Experte-Barczok
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12.12.2018, 23:17 Uhr
Antwort von Experte-Barczok

Hallo,

nach deutschem Recht darf ich im Internet weder Diagnosen stellen noch personalisierte Therapieempfehlungen abgeben. Sagen kann ich aber, dass Fieber und der in der Tat sehr hohe CRP Wert Behandlungsbedarf erkennen lassen. Für ein Virusinfekte ist das ganze Geschehen nach 2 Wochen nicht mehr typisch, eher für einen aufgesetzten bakteriellen Infekt beispielsweise im HNO-Bereich. Sie sollten also die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen sondern CRP und BB kontrollieren lassen und ggf. auf eine weitere Abklärung drängen und gegebenenfalls auch eine antibiotische Behandlung initiieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Barczok

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13.12.2018, 10:22 Uhr
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Vielen herzlichen Dank! Das werde ich tun

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