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Venöses Leck

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Erektionsstörungen | Expertenfrage

14.07.2021 | 10:07 Uhr

Hallo zusammen,

ich 29 Jahre habe seit 1,5 Jahren erektionsprobleme. Mein Urologe hat mich jetzt in eine Klinik überwiesen um ein venöses Leck auszuschließe. Hätte ich dieses nicht auch früher schon merken müssen?

Ich nehme meistens 2,5mg tadalafil und damit funktioniert alles wie "früher" und ich war eig geberell immer sehr schnell "einsatzbereit". Manchmal klappt es auch ohne Tablette, aber dann ist der penis vor dem Sex meistens erst 70-80% hart und wird dann während des GV erst richtig hart. 

könnte ein venöses Leck trotzdem möglich sein? Nächtliche Erektionen habe ich seitdem auch nicht mehr (maximal 50-70% der Härte) und auch durch tadalafil habe ich in letzter Zeit keine stärkeren nächtlichen Erektionen. 

wie ist die Prognose eines venösen lecks und wie behandelt man das?

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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14.07.2021, 19:08 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Das venöse Leck wird mittels pharmakoinduzierter Duplexsonographie, Kavernosometrie- und Kavernographie diagnostiziert. Im letzteren Verfahren wird dann das venöse Leck über den Venae dorsales penis profundae dargestellt.

Als Therapieoption bietet sich eine interventionelle Katheterbehandlung über die Vena femoralis an. Während des Eingriffs werden die insuffizienten Venen mit Gewebekleber verschlossen. Dieser Eingriff kann auch ambulant durchgeführt werden.
Es sind auch noch andere Therapieoptionen möglich, diese hier ist jedoch meist die erste Wahl.

Bei entsprechender Selektion des Krankenkollektivs ist mit guten Früh- und Spätergebnissen zu rechnen.
Gerade bei jüngeren Männern muss unbedingt ein venöses Leck ausgeschlossen werden, da diese Patienten minimalinvasiv erfolgreich behandelt werden können. Ihre Prognose ist somit gut.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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31.07.2021, 23:34 Uhr
Antwort

Ich habe gelesen, dass diese OP wohl nicht so wirksam sein soll? Bzw das Problem schnell wieder auftreten wird?

Ich nehme meistens 2,5mg tadalafil und kann damit 2 Tage super Sex haben (recht kleine Dosis für mich (202cm/130kg). müsste das venöse leck dann nicht weiterhin bestehen?

und wie behandelt man es, wenn man jetzt die OP mal außen vorlässt? 

ich hätte theoretisch noch 2 andere Erkrankungen die ggf. die Symptome erklären könnten (spinalkanalstenose lws 4-5/Epilepsie(ergenyl Einnahme)). Die Stenose Könnte theoretisch die Nerven einschränken oder? Und ich habe auch gelesen, dass Epilepsie, sowohl die Medikamente als auch die Erkrankung an sich, Erektionsstörungen auslösen kann. 

schwieriges Thema für mich, bin gerade erst 30 geworden. 

Lifeline Gesundheitsteam
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07.08.2021, 16:03 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

ja, das ist natürlic schwierig zu beurteilen, was jetzt der Auslöser der Symptome ist. Deswegen ist auch die vorangehende Untersuchung ersteinmal sinnvoll. Lässt sich kein venöses Leck darstellen, muss es natürlich auch nicht behandelt werden. 
Natürlich sind die Epilepsie oder die dazugehörigen Medikamente auch eine gute Erklärung, auch der Bandscheibenvorfall ist eine mögliche Ursache. Allerdings ist das eher unwahrscheinlich. 
Trotzdem sollte die Folge sein, dass als erstes weitere Untersuchungen durchgeführt werden, bevor eine mögliche Ursache behandelt wird. Was dann letztlich wie behandelt werden muss, wird sich dann erst zeigen. Auch die Prognose einer möglichen Operation lässt sich dann auch erst sinnvoll einschätzen. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam 

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