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Testogel auf Kassenrezept?

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Erektionsstörungen | Expertenfrage

11.07.2007 | 03:10 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hofmann,

mein Mann hat einen zu niedrigen Testosteronspiegel. (Testosteron 3,07 - Testosteron frei 8,7 - SHBG 18,7 - PSA 0,87). Ich muss dazu noch sagen, dass bei meinem Mann ziemlich viele Symptome passen - Verlust Libodo - Verlust Erektonsfähigkeit - Depressionen - ganz akut verminderte körperliche Leistungsfähigkeit.Mich würde interessieren, ob in diesem Fall Testosteron auf Kassenrezept ausgestellt wird.

Vielen Dank

Claudia

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11.07.2007, 06:36 Uhr
Antwort

hallo Claudia,
die Antwort lautet: Nein!

Ihr Experte

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11.07.2007, 10:20 Uhr
Antwort

Die Antwort ist ja sehr umfassend ;-)

Leider kann ich sie nicht verstehen, da ich mich, bevor ich mich angefangen habe, mich mit der Krankenkasse rumzustreiten, mit Jenapharm telefoniert habe und dort wurde mir bestädigt, dass dies (Testogel auf Kassenrezept) eine durchaus übliche Praxis sei.

Von der Krankenkasse wurde mir mal wieder die Pauschalauskunft gegeben, dass jedes medizinisch notwendige Medikament NATÜRLICH auf Kassenrezept ausgestellt werden könnte....

Unser Hausarzt ist - auch auf Grund des sich immer weiter verschlechternden Allgemeinzustandes meines Mannes der Meinung, dass es dringend empfehlenswert sei. Im sind von der Krankenkasse jedoch Anweisungen gegeben worden, dass solche Therapien von einem Facharzt gemacht werden müssen.

Unsere Krankenkasse hat eine Hotline, bei der man auch mit Ärzten telefonieren kann - auch dort wurde mir gesagt, dass dieses Medikament verschreibungsfähig sei.

Der aktuelle Stand ist, dass unsere Krankenkasse es auf meinen Druck hin beim Medizinischen Dienst zu Entscheidung vorgetragen hat und mir vorgeschlagen hat, ich solle mich bei der Kassenärztlichen Vereinigung beschweren.

Ich habe sowas von die Nase voll, wie man hier als Patient, der ein Medikament (was sonst ja nur schlaffe 100 Euro im Monat kostet) dringend braucht, als Ping-Pong-Ball benutzt wird.

Bitte erklären Sie mir, aus welchem Grund dieses Medikament nicht auf Kassenrezept verschreibungsfähig ist, da ja ein Privatrezept ausgestellt wurde und auch im ärztlichen Bericht die Notwendigkeit bestätigt wurde.

Danke schon mal!

Claudia

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12.07.2007, 07:29 Uhr
Antwort

hallo claudia,
wie sie an meiner umfassenden Antwort auf ihre erste Frage ersehen könnten ist es hier nicht meine Aufgabe mich im Forum Erektionstörungen über Entscheidungen von Krankenkassen und z.B. med Dienst zu äußern.
Wie sie schon festgestellt haben gibt es wohl verschiedene Meinungen in ihrem Fall.
Meine Meinung ist die, daß ich Testogel nicht auf Kassenrezept verordne, es also bei mir keine übliche Praxis ist.

Ihr Experte (für Erektionsstörungen)

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24.08.2007, 12:26 Uhr
Antwort

Experte Hofmann ist leider kein Experte. Bei Testosteron-Mangel mit entsprechenden klinischen Symptomen und Beschwerden ist die Behandlung des Hypogonadismus mit Testosteron sehr wohl Kassenleistung. Aus Preisgründen wird meist ein Depot alle zwei/drei Wochen in den Gesäßmuskel
gespritzt. Das Testo-Gel ist teurer.

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24.08.2007, 21:26 Uhr
Antwort

Hallo Behrens,
ich danke dir für deinen Hinweis. Ich war nach der letzten Antwort hier so bedient, dass ich mich nicht mehr dazu geäussert habe. Es war in meinen eine typische Standart-Arzt-wimmelt-Patienten-Antwort. Aber egal.

Bei meinem Mann ist das Problem, dass er mit seinem Testosteronwert haarscharf noch in der Toleranz liegt und nur das freie Testosteron unterhalb des Normalwertes ist. Leider liegen bei ihm recht viele Symtome vor für einen zu niedrigen Spiegel vor.

Ich habe mich an unsere Krankenkasse gewandt und diese hat unser Anliegen an den Medizinischen Dienst weitergegeben. Von dort wurde es wieder abgelehnt ohne jeglichen Kommentar, lediglich mit einem Hinweis auf die Arztdiagnose. Dagegen haben wir Einspruch erhoben und ich werde in den nächsten Tagen mit unserem Hausarzt überlegen, mit welchen Argumenten wir diesen Einspruch untermauern sollen.

Mir schlug jetzt ein anderer Urologe (Hotline meiner Krankenkasse) vor, dass wir bei meinem Mann auch noch die Knochendichte messen lassen sollten. Ich beabsichtige auf jeden Fall nicht, mir das bieten zu lassen.

Hast du Erfahrungen mit solchen Depotspritzen gemacht? Mein Mann hat die mal ausprobiert und keinerlei Veränderungen gespürt. Bei Anwendung von diesem Testogel kam es hingegen innerhalb kürzester Zeit zu einer Verbesserung.

Danke für deine Antwort!

Claudia

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26.08.2007, 06:36 Uhr
Antwort

hallo Claudia,
ja, ich habe schon einige Erfahrung mit dem 3-Monatsdepot Testosteronpräparat gemacht.
In der Tat, habe auch ich den einen oder anderen Patienten der auf das 3-Monats-Depot nicht oder nur sehr schwach reagiert hat.
Alternativ bietet sich versuchsweise Testosteron 250 mg i.m. alle 2 Wochen an.
Oder er bleibt bei Testogel, insbesonders wenn er damit gute Erfahrung gemacht hat.

Ihr Experte

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