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Tägliche Magen-Darm Beschwerden seit 7 Jahren

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

26.12.2021 | 18:42 Uhr

Hallo, 

Ich habe bereits viele Untersuchungen machen lassen, als die Symptome anfingen. Damals wurde eine Magenspiegelung, Stuhlprobe, Blutbild, Ultraschall gemacht. gefunden wurde nur dass ich einen Gallenreflux hätte. Meine Galle wurde 2015 operativ entfernt, nachdem ich etwa 10 Gallenkoliken hatte.  
Ich bin 25 Jahre alt, weiblich, 1.57m, 70kg. 
Medikamente nehme ich die Pille seit meinem 14 Lebensjahr mit Unterbrechung bei der Schwangerschaft und Atosil bei Bedarf wegen Schlafstörungen seit 2017 etwa 2-10x im Monat. 


Jedenfalls sind meine Symptome nach der Geburt meiner Tochter 2014 nicht mehr weg gegangen. Ich hielt es für simple Schwangerschafts-Übelkeit. Aber nach der Geburt hörte es nicht mehr auf und begleitet mich bis heute. 

Meistens ist mir kurz vor dem schlafen gehen übel, aber auch immer mal wieder den Tag über. Wirklich jeden Tag! Durchfall habe ich ebenso etwa 4x im Monat. Da laufe ich dann einen Tag etwa 5-10x zur Toilette. Seit neustem kam ein neues Symptom, das hatte ich bisher nur 3-4x in den letzten Wochen. Beim schlucken fühlt es sich an, als hätte ich Rasierklingen am oberen Magen, die runter rutschen. Das hält dann über viele Stunden an... 
Ich kann keinen Zusammenhang zu Lebensmitteln erkennen, habe da bereits einiges ausprobiert. Ebenso macht es bei der Übelkeit keinen Unterschied was ich esse - trockenes Toast oder Pizza, beides hat den selben Effekt - Sobald es Abend wird, wird mir übel. Tagsüber tritt es hin und wieder auf, mal eine Stunde am Mittag. Morgens ist mir dagegen fast nie schlecht. Übergeben musste ich mich davon noch nie. 
Ich bin nach all den Jahren wirklich verzweifelt. Niemand konnte mir bisher helfen, zuhören tut auch niemand. Gerade jetzt bei Corona ist es noch schwerer. Ich würd mich freuen, wenn Sie mir eventuell neue Anhaltspunkte geben können. Dinge die bisher vielleicht niemand im Kopf hatte. 

 

Ich bedanke mich schonmal für Ihre Mühe! 

Liebe grüße M.

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Bisherige Antworten
Experte-Ohlert
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29.12.2021, 07:33 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 aus dem Kontext der Frage lässt sich annehmen, dass bereits (mehrere) Ärzte aufgesucht wurden und nach entsprechender Befunderhebung tiefgreifendere Untersuchungen (bis hin zu endoskopischen Untersuchungen) vorgenommen worden sind. Man muss hier realistisch sein: durch die erneute Formulierung der Frage, was den Beschwerden vorläge im Rahmen einer Internet-Konsultation werden sich aufgrund der bereits umfänglichen vor-Untersuchungen nicht plötzlich neue Aspekte auftun, die das Problem zu lösen in der Lage sind.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

 

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30.12.2021, 01:46 Uhr
Kommentar

Hallo, 

 

erstmal vielen Dank für Ihre Antwort! 

Natürlich ist mir bewusst, dass Sie keinerlei Diagnosen o.ä bezüglich meines Problemes stellen können. Mir geht es wirklich nur darum, Ideen zu sammeln, die ich bei meinen Ärzten ansprechen und untersuchen lassen kann. Es wurde bisher ja leider gar nichts gefunden und die Ärzte sind ratlos - demnach lebe ich mit diesen Problemen und leide jeden Tag. Ich fühle mich im Stich gelassen und möchte einfach nur ein paar Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Können Sie mir nicht vielleicht sagen, was solche Symptome auslösen kann, aber vielleicht nicht so schnell gefunden wird? Das würde mir schon reichen, um damit bei meinen Ärzten einmal vorzutreten um es abklären zu lassen. Es ist wirklich nicht mehr lebenswert, ich möchte einfach wieder normal leben können. Ich würde mich sehr freuen, wenn das geht. 

 

Sollte das nicht möglich sein, bedanke ich mich trotzdem für Ihr offenes Ohr und Ihre Zeit. Ich wünsche Ihnen einen Guten Rutsch ins neue Jahr! 

liebe Grüße 

 

Experte-Ohlert
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05.01.2022, 07:21 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

Vielen Dank für die ergänzende Rückfrage. Der Weg der sogenannten Stufendiagnostik ist derjenige, welcher Erfolg verspricht. Bedauerlicherweise kann man nicht zu allen Beschwerden im Endeffekt auch eine Diagnose (die dann auch noch im optimalen Fall eine effektive Therapie nach sich zieht) stellen. Nicht selten bleibt man in der MedizinIm Stadium der Befunderhebung gleichsam stecken, kann also nach Durchführung der einzelnen diagnostischen Stufen sagen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit keine problematische (gefährliche) Erkrankung vorliegt.
Dr. Ohlert

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