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Stuhlkonsistenz

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

12.10.2021 | 18:47 Uhr

Hallo,

Ich habe eine Frage bzgl. des Einflusses der Ernährung auf die Stuhlkonsistenz.

Ich habe seit etwa 3 Monaten meine Ernährung ballaststoffreicher gestaltet. Morgens esse ich ein selbstgemischtes Müsli mit zusätzlich einem Esslöffel Weizenkleie. Das Mittag- und Abendessen beinhaltet viel Gemüse und Vollkornprodukte. Zwischendurch esse ich meistens Obst. Ich trinke dazu etwa 2 Liter Wasser und Tee und morgens eine Tasse Kaffee. Im Laufe des Vormittags habe ich meistens zwei Stuhlgänge. Diese sind etwas weicher als vor der Ernährungsumstellung. Es ist aber kein Haufen/Fladen und nicht zerfließend, sondern meiner Meinung nach noch geformt. Ist habe keine Bauchschmerzen oder sonstige Beschwerden. In vielen Foren und anderen Internetquellen liest man häufig, dass weicher Stuhlgang häufig auf eine Erkrankung bzw einen Reizdarm hindeuten. Dies hat mich verunsichert. Deshalb wollte ich einmal nachfragen, ob die Stuhlgangsveränderung an der veränderten Ernährung liegen kann, so wie ich es zunächst angenommen habe. Außerdem wollte ich fragen, ob einmal Anhaltspunkte für die Unterscheidung in ungeformten und geformten Stuhlgang genannt werden könnten, denn auch da liest man immer etwas anderes.

Vielen Dank schonmal im voraus

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12.10.2021, 18:58 Uhr
Antwort

Kurzer Nachtrag: Der Stuhlgang ist meistens nicht vollständig zusammenhängend, sondern mehrere einzelne Stücke.

Experte-Ohlert
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15.10.2021, 16:04 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 hinsichtlich des Stuhlgangs gibt es sehr große interindividuelle und intraindividuelle Unterschiede. Das bedeutet, dass das Stuhlverhalten zwischen den Menschen sehr unterschiedlich sein kann (interindividuell) aber auch im zeitlichen Verlauf eine desselben Menschen große Veränderungen eintreten können (intraindividuell). Dies betrifft zum Beispiel die Formung des Stuhls, die Frequenz des Stuhls etc. etc. Nicht immer ist dies pathologisch, zum Beispiel ist bei Ernährungsumstellungen aber auch bei psychischen Belastungen für einzelne Menschen eine erhebliche Veränderung des Stuhlverhaltens zu beobachten. Wenn im Einzelfall tatsächlich eine Ernährungsumstellung stattgefunden hat ist eine Veränderung des Stuhlverhaltens somit nicht zwangsläufig einer weiteren Beobachtung zu unterziehen. Es hängt – wie so häufig in der Medizin – natürlich vom Einzelfall ab. Sollte der Sachverhalt beunruhigen, so ist die Vorstellung bei dem Hausarzt wahrscheinlich nicht verkehrt.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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gestern, 08:36 Uhr
Antwort

Vielen Dank für Ihre Antwort. Könnte dennoch vielleicht geklärt werden woran man geformten von ungeformten stuhl unterscheiden kann?

Experte-Ohlert
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gestern, 16:43 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

Nein, dies kann nicht weiter geklärt werden. Mir sind keine wissenschaftlichen Studien bekannt, die sich mit dieser Frage befasst haben.

Dr Ohlert

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