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Oft Durchfall

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

29.03.2020 | 16:27 Uhr

Hallo, 

ich bin 19 Jahre alt und mich plagt schon seit längerem das Problem, dass ich oft Durchfall habe. Früher hatte ich oft Verstopfung, doch seit mehr als einem Jahr habe ich oft Durchfall. Diesen bekomme ich zum Beispiel immer wenn ich am Abend davor Alkohol konsumiert habe. Unabhängig von der Menge, auch schon nach ein zwei Gläsern Wein (fängt direkt morgens an). 

Vor zwei Monaten hatte ich für fast zwei Monate durchgehend Durchfall, sehr stark, wässrig und oft am Tag. Da ich aber zu dieser Zeit im Ausland war, bin ich nicht zum Arzt sondern habe sehr oft Imodium genommen. Ich hatte keinen Appetit und mir war schlecht und ich habe mich sehr schlapp gefühlt. Ich habe sehr, sehr wenig gegessen und egal nach welcher Mahlzeit musste ich oft direkt danach auf Toilette. Und mein Bauch hat laute Geräusche von sich gegeben.

Zudem habe ich das Gefühl, dass ich weicheren Stuhl bekomme bzw Durchfall wenn ich aufgeregt bin oder Stress habe.

Vor ca einem Jahr hatte ich eine Darmspiegelung, bei der der Arzt aber nur meinte, dass mein Darm gesund ist und er nichts erkannt hat.

Bei mir wurde als Kind Laktoseintoleranz festgestellt, woraufhin ich eine Bioresonanz gemacht habe und ich seitdem so gut wie gar keine Symptome mehr hatte nach Milchprodukten. Auch ist der Durchfall nicht schlimmer wenn ich etwas mit Laktose zu mir nehme. Ich habe auch Durchfall nach einem Stück brot zb.

Jetzt habe ich wieder seit zwei Tagen Durchfall (3 bis vier mal pro Tag und direkt nach dem Essen) und zusätzlich Magenschmerzen und Übelkeit.

An was kann das liegen? Könnte das evtl. Morbus Crohn sein oder andere Darmerkrankungen? In meiner Familie gibt es aber in dieser Richtung keine Erkrankungen. Ich möchte auch nicht wieder zum Arzt, da das ein Thema ist was für mich unangenehm ist, um dann wieder nur gesagt zu bekommen das alles okay ist..

Liebe Grüße 

Emily

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Experte-Ohlert
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30.03.2020, 07:20 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (also der Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) werden typischerweise durch eine Schleimhaut-Probe (die im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung gewonnen wird) diagnostiziert. In einem fortgeschrittenen Fallkann der Untersucher schon während der Untersuchung (also makroskopisch) Wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer solchen chronisch-entzündlichen Darmerkrankung erheben.

 

Mitunter ist die Feststellung einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung aber nicht ganz einfach. Denn in vielen Fällen entsteht das Krankheitsbild über einen längeren Zeitraum und wird gerade in den Anfangsphasen nicht gut erkannt. Insofern ist es – wenn man an eine chronisch entzündliche Darmerkrankung denkt – mitunter unabdingbar, im Laufe der Jahre mehrere Untersuchungen durchführen zu lassen, auch wenn gegebenenfalls bei den ersten Untersuchungen vermeintlich ein regelrechter unauffälliger Befund erhoben wurde.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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