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Nächtlicher Durchfall, Gewichtsverlust, Übelkeit?

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

10.06.2022 | 20:26 Uhr

Hallo,


seit 6 Wochen leide ich unter nächtlichem Durchfall (flüssig). Das ganze hat wie ein INfekt angefangen. Mir war abends nach einem Restaurantbesuch flau und dann wurde mir immer übler. Ich bin dann doch eingeschlafen und dann wegen der Übelkeit wieder aufgewacht und muste auf Toilette. Ich habe 2 Tage Diät gehalten. Am 2. Tag avbends habe ich, weil es mir eigenrtlich nach 16 Stunden schon wieder viel besser ging, abends ein Müsli gegessen, da ich da großen Apettit drauf hatte. Nachts dann der Rückfall. Wieder 2 Tage nur Tuc-Kekse, Brühe, Knäckebrot. am 2. Tag habe ich mich getraut eine Kartoffelsuppe zu essen. Rückfall, wieder nachts. 

So oder so ähnlich ging das 2 Wochen. Ich habe 4 Kilo verloren. Deswegen bin ich dann zum Arzt. Ich konnte keinen Zusammenhang mit Lebensmitteln feststellen. Mal vertrage ich etwas, dann wieder nicht, bzw. scheint es eben nicht damit zusammen zu hängen. Ausschließen möchte ich eine Unverträglichkeit jedoch deswegen nicht kategrisch. 

Der Arzt ließ ein BLutbild machem. Da war wohl alles OB. Er verschrieb mir Tannacomp gegen den Durchfall und MAgensäurehemmer gegen die oft sehr extreme Übelkeit, Tanncomp half gut, der MAgensäurehemmer nur bedingt gegen die Übelkeit. Ich sollte Tannacomp nach 3-4 Tagen runterdosieren auf 3x1 Tablette, sofort setzte sich der NÄCHTLICHE Durchfall wieder durch. Es gibt immer wieder vereinzelt Tage, an denen ich so gut wie beschwerdefrei bin, auch ohne Medikation hatte ich schon 3 Tage am Stück ohne BEschwerden und mit normaler Nahrungsaufnahme. Und dann geht es wieder los. Die Übelkeit, GRummeln im Bauch und Stuhldrang habe ich auch tagsüber, aber die "akuten Schübe" in Form von Durchfall, mittleweile auch verbunden mit extremen Kreislaufproblemen ( kalter Schweiß, HErzrasen, Gefühl onhnmöchtig zu werden, etcpp.) sind immer nachts. Manchmal zieht sich der Durchfall dann noch bis in den Morgen. Der Durchfall ist immer wässrig.

Anfangs dachte ich ja, ich hätte vielleicht einen Reizdarm, denn ich hatte in der jüngsten Zeit tatsächlich viel familiären Stress. Allerdings habe ich den Beginn des Durchfalls immer nachts gehabt und auch der Gewichtsverlust scheint ja nicht so zu passen.

Ich bin im Netz auf mikroskopische Kolitis gestoßen, das passt leider sehr gut, der Beschreibung nach. Ist da das Blutbild unauffällig? Ich frag, weil ich ansonsten mal eine antientzündliche Diät versuchen würde.. Da aber bei jeder Diagnose andere Lebensmittel gemieden werden sollen und empfohlen werden, und diese sich teilweise sehr unterscheiden, zögere ich, das "ins Blaue hinein" zu tun. Mein Hausarzt sagt, ich soll essen was mir schmeckt, nach Apetitt...

Ich habe eine Überweisung zum Gastroenterologen, allerdings ist es mit Terminen schwer. Mir wurden immer erst welche in einem Viertel- bis halben Jahr angeboten. Mein Hausarzt fühlt sich nicht mehr kompetetnt, hat nicht mal eine Stuhlprobe nehmen wollen.
 
Auch wenn ich immer wieder tageweise normal Nahrung zu mir nehme, wenn ich beschwerdefrei bin, habecich nun in 6 Wochen 6 Kilo verloren. Ich esse jetzt mehr mit Bedacht, auch kleinere Portionein, weil ich mich schnell "voll" fühle oder mir flau wird. Oft ist es aber nach der Nahringsaufnahme erstmal besser. Und dann kommt nachts doch wieder die Übelkeit und der Durchfall.

Ich habe 3 kleine Kinder, eins davon ist seelisch behindert. Ich werde gebraucht und kann es mir nicht leisten weiterhin mehrmals in der Woche flach zu liegen. 

Ich wüsste gerne was ich tun könnte, bis ich einen Arzttermin habe, damit die Symptomeetwas besser werden  .

Können Sie mir helfen

11.06.2022 11:52 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Experte-Ohlert
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11.06.2022, 15:13 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

schon mal in der Medizin: „vor die Therapie haben die Götter die Diagnosen gestellt“. Dies bedeutet: bei einer unklaren diagnostischen Situation kann man natürlich keinen vernünftigen Rat hinsichtlich der Maßnahmen geben, die möglicherweise helfen könnten.
Bei anhaltenden Durchfällen sind in der Tat zwei Untersuchungsverfahren von hoher Bedeutung, nämlich zum einen die Stuhluntersuchung (vielleicht liegt eine bakterielle Infektion vor, die man über eine Stuhlprobe sehr gut sichern kann) und eine Dickdarmspiegelung, die nicht nur durch den bloßen Augenschein (makroskopische Diagnostik) sondern auch durch die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe (mikroskopische Diagnostik) Aufschluss gibt.
Nach meiner Erfahrung ist es mit ein bisschen Sucherei meistens möglich, einen deutlich Zeit näheren Spiegelung-Termin zu erhalten.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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14.06.2022, 06:26 Uhr
Antwort

Hallo,

 

danke für ihre Rückmeldung.Ich wollte keine Diagnose sondern eher einen Rat bezüglich der Ernährumg. 

 

Mithilfe meines Hausarztes, der sich nun doch bereit erklärt hat für mbei einem Gastroentereologen anzurufen, der kurzfristig Termine macht, wenn der Hausarzu direkt Kontakt aufnimmt, habe ich nun einen Termin für morgen.

 

Allerdimgs ohne den Arzt gesprochen zu haben für eine Magenspiegelung! Ich habe keine Ahnung, was mein Hausarzt an den Kollegen weitergegeben hat, aber für mich macht das wenig Sinn als erste Untersuchung, bei einem Patienten, dessen vorrangiges Problem wässriger Durchfall ist. Deswegen habe ich bei der nette Sprechstundenhilfe nachgefragt, die meinte, da ich relativ viel Gewicht verloren hätte.schaut man erst den Magen an.

Im Momrnt (seit 3 Tagen) bin ich grade wieder in einer relativ beschwerdefreirn Phase, nehme Tannacomp in geringer Dosis vorbeugend, Habe gestern sogar wieder Rohkost und Milch, sowie selbst gemachte Vollkornnudeln  (in geringer Menge) gegessen und hatte bis auf ein wenig Bauchzwicken keinerlei Beschwerden.

 

Meine Frage lautet aber nun: warum wird bei meinen Symptomen zuerst eine Magenspiegelung gemacht? Noch vor einer Stuhlprobe?

 

mfg

Nora M.

 

 


14.06.2022 09:11 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

Experte-Ohlert
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16.06.2022, 11:52 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

..... Die diagnostischen Überlegungen andere Kollegen kann ich von hier aus natürlich wieder beurteilen noch bewerten.
Gegebenenfalls sollte diese Frage mit den behandelnden Kollegen besprochen werden.
Dr. Peter Ohlert

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