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Morgendliche übelkeit und erbrechen (ohne Schwangerschaft)

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

20.07.2020 | 08:27 Uhr

Sehr geehrte/r Doktor/in,

 

ich Kämpfe seit c. A 1.5 Jahren mit einer übelkeit am morgen. Die übelkeit ist direkt zu bemerken, wenn ich aufwache und kann bis zu 5h anhalten, in diesen Stunden erbreche ich auch zugeführte Nahrung und Wasser. Ich verzichtete bereits auf Lebensmittel wie Milchprodukte, Gluten etc. um Unverträglichkeiten auszuschließen. Von den Ärzten, die ich aufsuchte wurde nur gefragt ob ich schwanger sei (bin ich nicht) oder es wurde auf mein stress im Abitur geschoben. Da ich das Abi nun hinter mir habe und einige Monate frei habe schließe ich Stress allerdings aus. Die übelkeit schränkt mich massiv ein doch scheint dies keiner ernst zu nehmen oder zu glauben.

Ich hoffe Sie können mir helfen

MfG

 

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Experte-Ohlert
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21.07.2020, 09:49 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Beschwerden des Oberbauches – und hier würde ich die Übelkeit im weitesten Sinne einmal hinzuzählen – bedürfen einer abgestuften Diagnostik (sogenannte Stufendiagnostik). In der Regel wird man mit einfachen und wenig invasiven Verfahren anfangen. Neben der Befragung des Patienten ist die körperliche Untersuchung die Basis der Stufendiagnostik.
Je nach Ergebnis werden dann die weiteren Stufen geplant. Bei Oberbauchbeschwerden dürften dies in der Regel eine Blutuntersuchung sein, eine Ultraschalluntersuchung. Wenn hier keine richtungsweisenden pathologischen Befund erhoben werden wird in der Regel eine Magenspiegelung geplant werden.

Daneben stehen zahlreiche weitere Untersuchungsverfahren zur Verfügung (Schichtbild Röntgenuntersuchungen, Funktionsuntersuchungen etc. etc.). Diese Untersuchungsverfahren sind aber in der Regel ganz speziellen Fragestellungen vorbehalten, die sich aus den ersten Stufen der Stufenuntersuchung heraus ergeben.
Mit anderen Worten: die geschilderten Beschwerden bedürfen der weiteren Abklärung. 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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