Erbkrankheit? Reizdarm? Allergie?

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

09.07.2019 | 11:33 Uhr

Hallo,

Ich bin 25 Jahre alt und habe seit etwa 10 Jahren meine Beschwerden. Ich habe immer wieder "Schübe", da kann ich dann tagelang nichts richtig bei mir behalten. Egal was ich esse oder trinke, ich renne spätestens 5 Minuten später auf die Toilette und habe schmerzhaft Durchfall, davor habe ich immer sehr starke Krämpfe, die mit dem Toilettengang aber vorbei sind. Manchmal habe ich auch nur die Krämpfe, ohne sofort auf die Toilette zu müssen. Dann dauern die Krämpfe aber länger an. Wann anders kann ich mal 4 oder 5 Tage gar nicht auf die Toilette, obwohl ich dauernd das Gefühl habe zu müssen. Manchmal habe ich aber auch wochenlang gar keine Beschwerden.

Ich habe schon einen Allergietest gemacht, bei dem rauskam, dass ich an der Grenze bin und man nicht genau sagen kann, ob es eine Fructose-Unverträglichkeit ist. Allerdings empfinde ich die Beschwerden, die ich habe, wenn ich Fruchtsäfte o.Ä. trinke, anders. Das kann ich ganz gut unterscheiden, denke ich. Außerdem wurde schon mal eine Darmspiegelung vorgenommen. Da hieß es anschließend, dass ich Ausbuchtungen hatte, die Vermutung also ein Reizdarm ist. Allerdings wurde ich damals auch gefragt, ob ich erblich vorbelastet sei mit einer Darmerkrankung. Damals habe ich verneint. Jetzt habe ich aber erfahren, dass das nicht stimmt. Meine Oma hatte eine Darmerkrankung - aber keiner weiß welche. Ihr mussten deshalb schon Teile des Darms entfernt werden - auch schon in jüngeren Jahren. 

Damals wurde mir noch vorgeschlagen, auch eine Magenspiegelung zu machen, was ich aber ausschlug, als es hieß, es sei nur ein Reizdarm. Immerhin wurde mir auch schon der Blinddarm wegen dieser Beschwerden entfernt und es hatte nichts geändert.

Was soll ich machen? Hört es sich tatsächlich einfach nur blöderweise nach Unverträglichkeit und Reizdarm an oder soll ich es weiter untersuchen lassen? Ich bin eigentlich niemand, der wegen Kleinigkeiten unnötig zum Arzt oder gar ins Krankenhaus geht.. 

 

Vielen Dank für Ihren Rat! 

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Bisherige Antworten
Experte-Ohlert
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11.07.2019, 10:57 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Das Reizdarmsyndrom ist eine Ausschluss-Diagnose. Erst wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen sind, kann man von einem Reizdarmsyndrom sprechen.    Da eine solide und tiefgreifende Diagnostik des Magen-Darmtrakts in der Regel mit einer endoskopischen Diagnostik einhergeht, kann im Allgemeinen auch eine Reizdarmsyndrom nur über diesen "Umweg" festgestellt werden.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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