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Antrumgastritis

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

02.12.2019 | 22:26 Uhr

Hallo,

Ich habe seit 6 Monaten eine Antrumgastritis ausgelöst durch Schmerzmittel (Targin, Metamizol, Dipidolor, Fentanyl). Die Schmerzmittel nehme ich seit  5 Monaten nicht mehr. Diagnose wurde gestellt Streifige Rötung im Antrum, einzelne Erosion im Bereich der Z Linie, sonst unauffällige Schleimhaut. Reflux. Seit 6 Monaten nehme ich 2x 40 mg Pantoprazol. Ich habe täglich Magendrücken, Übelkeit, Magenbrennen.

 

Alle 3-4 Wochen habe ich einen Schub mit extremer Übelkeit und starkem Durchfall bis hin zum Erbrechen. Nach 3-5 Tagen beruhigt es sich dann wieder und ich habe wieder Magendrücken, leichte Übelkeit , Magenbrennen und nicht saures Aufstoßen, mir kommt ständig Mageninhalt hoch.

Wenn ich versuche die Säureblocker zu reduzieren, wird es nach ein paar Tagen schlimmer.

 

Ich habe eine Abneigung gegen bestimmte Speisen, bei fettiger Nahrung , bei Schokolade, Kekse, bei großen Portionen  bekomme ich massive Übelkeit bis zum Erbrechen.

Kamillentee, Süßholzwurzeltee, Pflanzliche Magentropfen lindern die Beschwerden etwas.

Der Gastroenterologe hilft mir nicht, da könne man nichts machen.

Ich nehme seit 7 Jahren Metoprololsucc. 190mg.

 

Meine Fragen: kann eine Typ C Gastritis wirklich chronisch werden und warum ?

Deuten die geschilderten Beschwerden auf Chron. Gastritis oder eher Reizmagen hin?

Kann sich ein Reizmagen durch Gastritis / Schmerzmittel oder sogar von den Metoprolol  entwickeln ?

 

 

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Bisherige Antworten
Experte-Ohlert
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04.12.2019, 09:01 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Ein Reizdarm oder Reizmagen ist dadurch gekennzeichnet, dass Beschwerden bestehen - aber keine pathologischen Befunde.

Liegen hingegen greifbare pathologische Befunde vor, so ist per definition kein Reizdarm oder Reizmagen gegeben.

Sicherlich gibt es zwischen dem, was manals "patholgisch" und "nicht pathologisch" bezeichnet mitunter keine scharfe Trennlinie. Dies führt dazu, dass die angefragten Krankheitsbezeichnungen letztlich auch ineinender übergehen.

Eine Gastritis kann sich generell durchaus chronifizieren. 

 Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen - 

das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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