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Akute Gastritis geht nicht weg, Schmerzen, Schwindel, Übelkeit

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

05.09.2014 | 17:31 Uhr

Hallo liebe Experten,

Ich leide seit ca 3 Monaten unter einer akuten Gastritis und bekam den Protonenpumpenhemmer Omeprazol danach Pantoprazol. Habe sie ca am 14.8. abgesetzt weil ich Angst hatte abhängig von ihnen zu werden. Meine Hausärztin meinte das es dauert bis die Gastritis weg geht und dass ich zu einer psychologischen Beratungsstelle gehen soll, da die Gastritis sehr wahrscheinlich durch Stress und Probleme entstanden ist. Da ich aber immer wieder diese Schmerzen habe und mir schwindelig ist und immer was dazwischengekommen ist, bin ich dort noch nicht gewesen. Meine persönlichen Probleme haben sich aber verringert, jedoch nicht die körperlichen. Ich habe seit Wochen abwechselnd mal schwach bis starke Bauchweh meistens im Oberbauch. Später kamen nun auch Rückenschmerzen/stechen dazu und ein piksen mal in der rechten mal in der linken Brust. Ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen und will keine Pillen mehr schlucken, da ich ab und zu eine Buscopan und Schmerztablette einnehmen muss, weil es so schmerzt. Habe den Internisten wo ich die Magenspiegelung gemacht habe gefragt ob ich mich beim essen und trinken einschränken soll, der meinte ich kann alles essen was mir bekommt und brauch mich nicht einschränken. Da im Internet die Foren voll von Schonkost und Tee trinken bei Gastritis ist, folgte ich aber auch deren Rat. Hab zwischen den Monaten ab und zu mal wieder was gegessen was nicht so ratsam ist nach dem Internet wie Marmelade und Hamburger. Unabhängig davon ging es mir einen tag schon so gut das ich dachte ich sei geheilt. Nun sind die Beschwerden aber wieder schlimmer geworden und ich schränke mich wieder mehr ein, da ich aber nicht vom Fleisch fallen will und ich so schon untergewichtig bin, esse ich auch ab und zu Nudeln mit Soße oder Kartoffel Gerichte. Habe zudem nun auch Magentabletten gegen Übersäuerung bzw. Sodbrennen genommen und vomexA gegen übelkeit und erbrechen, welche mir ein wenig linderung gegeben haben. Aber irgendwie scheint nichts richtig zu helfen, da es mir schon nach kurzer zeit wieder gleich schlecht und schmerzhaft zumute ist. Ich möchte auch nicht mehr meinen Freund mit ,, Mir ist schlecht, schwindelig und ich habe so Bauchweh '' in den Ohren liegen, da es nun wirklich schon sehr lange so geht. Ich mache mir sorgen das es vielleicht noch etwas anderes ist und habe zudem nächste Woche ein Termin zur Schilddrüsenuntersuchung gemacht, da ich vor kurzem auch paar mal herzrasen von 120 zu 120 gehabt habe, welches sich aber nach dem weglassen von den Protonenpumpenhemmern verringert hat. Ich hoffe sehr Sie können mir weiterhelfen! lieben Gruß Mina

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Experte-Ohlert
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06.09.2014, 07:10 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Ein Zusammenhang zwischen psychischen Beschwerden und Beschwerden im Magendarmtrakt ist kein seltener Befund. Es liegt auf der Hand, dass der therapeutische Ansatz weniger Augenmerk auf den Magen-Darm.-Trakt als auf die zugrunde liegenden psychischen Leiden legen sollte.

Andererseits ist eine gründliche Diagnostik des Magendarmtrakts wichtige Voraussetzung. Denn auch wenn psychische Beschwerden bestehen, können dennoch (somatische) Erkrankungen des Magendarmtraktes vorliegen.

Eine entsprechende Konsultation eines Arztes vor Ort ist sicherlich unabdingbar.

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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