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knoten in der brust

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Brustkrebs | Expertenfrage

17.09.2005 | 10:07 Uhr

Sehr geehrte Experten,
ich habe beim Duschen etwas ertastet, dass sich im oberen äußeren Viertel der rechten brust befindet und sich anfühlt wie ein länglicher kleiner flacher Gummiwurm mit den Maßen etwa: 0,5 x 1 cm, wie gesagt länglich, flach, verschiebbar, gut abgegrenzt.
Ich habe erst in 6 Wochen einen FA Termin. Mache mir aber schon ein wenig Sorgen. Ich gehe alle 6 Monate zum FA und bisher war immer alles ok, bin knapp über 30.
was könnte das nur sein? fühlt sich so ein bösartiger Tumor an?
vielen dank für ihre Mühe im voraus.
M.f.G.
catera

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18.09.2005, 08:36 Uhr
Antwort

Guten Morgen,

Ihr Ausspruch: wie ein länglicher kleiner flacher Gummiwurm mit den Maßen etwa: 0,5 x 1 cm, wie gesagt länglich, flach, verschiebbar, gut abgegrenzt erinnert mich an meine einstmals längliche Verdickung.
Bitte schauen Sie meine Homepage www.brustkrebsverlauf.info an, da sehen Sie unter Vorgeschichte, was aus dieser Verdickung geworden ist.
Unter Abklärungen finden Sie dann das bei mir notwendig gewordene Vorgehen.

Nur hoffe ich für Sie, dass Ihr Gummiwurm nicht solch Bösartiges ergibt.
Alles Gute wünscht
Erika Rusterholz

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18.09.2005, 17:17 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Ratsuchende,
In Ihrem Alter ist ein gutartiger Tumor (z.B. Fibroadenom) sicherlich viel häufiger als Brustkrebs. dennoch: einen typischen Tastbefund für Krebs gibt es nicht. Verlegen IHren FA Termin nach vorne, dann haben Sie früher Gewissheit und machen sich nicht unnötig lange Sorgen.
MfG Ihre Nadia Harbeck

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18.09.2005, 17:19 Uhr
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... entspricht meinem Expertenkommentar: eine harmlsoe, gutartige Veränderung ist um die 30 Jahre sicher viel wahrscheinlicher, dennoch sollten neu aufgetretene Tastbefunde in der Brust weiter abgeklärt werden.
NH

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24.09.2005, 02:37 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Frau Harbeck,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe den Termin wirklich nach vorne gelegt und war gestern bei meinem FA. Er hat eine Sonographie gemacht und mich zur Mammographie geschickt. Ergebnis: Der Knoten zeigt keine Anzeichen für Bösartigkeit, dennoch soll er raus und zwar in 4 Wochen in einer ambulanten OP. Es wäre schön, wenn Sie mir sagen könnten, wie hoch die Trefferquote bzgl. der Vermutung gutartig aufgrund der Ergebnisse der Tastuntersuchung, der Sonographie und der Mammographie ist. Wie genau kann man in meinem Fall schon vor einer histologischen Untersuchung des Tumors eine Diagnose stellen? Ist der Zeitraum von 4 Wochen bis zur OP vertretbar oder sollte die OP früher stattfinden?
M.f.G.

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24.09.2005, 09:18 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Ratsuchende,
die Trefferquote in der Hand erfahrener Kollegen ist sehr hoch, aber leider nicht 100 % - eine Alternative zur OP wäre eine ambulante Stanzbiopie zur Gewebegewinnung, um die Diagnose histologisch zu sichern. Das könnte eine OP ersparen und kann rasch gemacht werden.
MfG Ihre Nadia Harbeck

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24.09.2005, 09:37 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Frau Dr. Harbeck,
vielen Dank für Ihre Antwort. Eine 100%ige Sicherheit hätte ich allerdings bei einer Stanzbiopsie auch nicht. Die habe ich ja nur, wenn der ganze Knoten entfernt wird. Die OP soll auch ambulant stattfinden unter Lokalanästhesie. Ich kann danach wieder nach Hause gehen. Der Knoten ist oberflächlich gelegen, direkt unter der Haut und einige mm groß. Es haben sich der FA (Chefarzt des Brustzentrums)und der Chefarzt der Radiologe zu Sonographie-und Mammographiebefund geäußert. Unabhängig voneinander haben beide das gleiche gesagt - zu 90-95% gutartig...aber was helfen da Wahrscheinlichkeiten, wenn ich dann evtl. nach der hist. Unters. doch zu den anderen 5-10% gehöre. Ich mache mir Sorgen!
Würden Sie in meinem Fall eher eine Stanzbiopsie empfehlen und den Knoten drinlassen? Eine OP beinhaltet ja auch gewisse Risiken!
M.f.G.
C.

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25.09.2005, 06:39 Uhr
Antwort

Liebe Anonym,

ich melde mich nochmals wegen der Stanzbiopsie. Ich hatte eine Truecut-Biopsie mit nur zwei Proben, dabei drang die Nadel nicht richtig in den harten Knoten. Ergebnis: kein Karzinomnachweis.

In einem Brustzentrum wurde dann mittels Vacuflash-Biopsie (nimmt mehr Gewebe mit) sozusagen der ganze Knoten in einzelnen Zylindern herausgeholt. Diese Biopsieart war dann sicher und ergab leider die Diagnose: invasiv duktales Mammakarzinom.

Ich würde Ihnen, genau wie Frau Dr. Harbeck, nicht zu einer Op raten, bevor der Befund des Knotens vorhanden ist. An einem Senologie Update in Zürich habe ich gehört, dass heute angestrebt wird, alle Abklärungen vor einer Operation zu machen. Auf diese Weise kann die OP schon zum Voraus richtig geplant werden. Denn sollte der Befund dann doch positiv sein, müsste ein zweites Mal operiert werden, um noch mehr Gewebe zu entfernen.

Ich hoffe allerdings sehr, dass Sie einen gutartigen Knoten haben, er scheint ja noch sehr klein zu sein.
Alles Gute wünscht Ihnen
Erika Rusterholz

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25.09.2005, 07:23 Uhr
Antwort

Liebe Frau Rusterholz,
danke für Ihre Antwort. Einige Dinge sind mir nicht ganz klar. Ich habe mir Ihre Internetseite angesehen. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hatten Sie schon bei der ersten Mammographie Mikrokalkablagerungen. Zum Glück habe ich diese nicht, denn der Radiologe sagte, das wäre fast immer ein Zeichen für Bösartigkeit. Außerdem befindet sich in dem Knoten Flüssigkeit, es ist aber nicht eindeutig eine Zyste - das heißt aber jetzt nicht, dass ich mich in Sicherheit wiege!
Zur Biopsie: Wenn aber doch bei der Vakuumbiopsie der Knoten komplett entfernt wird, dann ist es doch nichts anderes als ihn mit einer ambulanten OP ohne Vollnarkose entfernen zu lassen. Bei einer Biopsie entnimmt man doch sicher zunächst auch nicht mehr Gewebe als nötig, oder? Dann würde sich doch auch evtl. hinterher noch eine OP anschließen!? Oder wird die Biopsie sofort an Ort und Stelle untersucht?
Frau Dr. Harbeck hat doch (noch) gar nicht gesagt, dass sie mir von der OP abrät. Sie hat nur eine Alternative genannt.
M.f.G.
C.

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25.09.2005, 10:49 Uhr
Antwort

Liebe Frau C.

Zu den Mikroverkalkungen: ja, diese wurden in der ersten Mammographie 1996 entdeckt. Ich hatte all die Jahre jedoch Angst vor einer OP; Angst, nachher eine Delle in der Brust zu haben. Damals hatte ich noch keine Kenntnis von Biopsien. Und ich verdrängte den Gedanken, dass Krebs entstehen könnte.

Zum Knoten: Mit der Diagnose kein Karzinomnachweis fragte ich in einem Brustzentrum, ob mir der Knoten ganz mittels Biopsie herausgenommen werden könne, er war in den paar vergangenen Monaten ziemlich schnell gewachsen und nun gut 1 cm gross und störte mich.
Der Arzt hätte mir jedoch lieber nur eine Biopsie mit genügend Gewebe gemacht, er traute der ersten Diagnose nicht. Meinen Wunsch wollte er jedoch respektieren, nur ist es dann anders herausgekommen, als ich erwartet hatte.

Zu Bei einer Biopsie entnimmt man doch sicher zunächst auch nicht mehr Gewebe als nötig, oder? haben Sie schon recht. Das Gewebe wird zur Untersuchung eingesandt, ich musste 5 Tage auf das Ergebnis warten. Die OP war dann wirklich nicht mehr zu vermeiden, sie konnte jedoch anhand der Diagnosen von Knoten, Mikrokalk und Lymphknoten optimal geplant werden. Ein verständnisvoller Operateur hat mir auch keine Dellen hinterlassen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Frau Dr. Harbeck hat zwar die Biopsie als Alternative vorgeschlagen, jedoch erwähnt: das könnte eine OP ersparen und kann rasch gemacht werden.
Eine OP ist etwas Offenes, eine Biopsie hat nur einen kleinen Einstich und (wenn richtig gemacht) sicher von Vorteil für die Patientin.

Ev. noch Unklares könnte ich Ihnen heute noch beantworten, morgen fahre ich für eine Woche zu meinem Italien-Garten.

Ich hoffe, dass diese Informationen etwas zur Klärung beitragen können.
Mit besten Grüssen
Erika Rusterholz

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