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Atembeschwerden nach Nitrofurantoin

Kategorie: Infektionen » Expertenrat Bronchitis/Husten | Expertenfrage

19.12.2021 | 14:15 Uhr

Liebes Expertenteam, 

ich habe wegen Immer wiederkehrendes Harnwegsinfekten und bei einigen Restistenzen Nitrofurantoin bekommen: Da die harwengsinfektion akut und stark war , habe ich eine Akuttherapie für 7 Tage gemacht (3x 100mg furadantin /Nitrofurantoin) um weiteren Infekten vorzubeugen sollte ich  im Anschluss daran 1x täglich 1kapsel weiter nehmen.  Plötzlich bekam ich schmerzen im Brustkorb und habe es erstmal auf Verspannungen geschoben , es kam aber Kurzatmigkeit und Husten dazu. Da dachte ich erst an einen Infekt. als ich dann aber in die Packubgsbeilage schaute bin ich fast hinten rüber gefallen. Dort ist von Lungenschäden (Ödem, Pneumonie bis hin zur Lubgenfibrose) die Rede.ich habe die Einnahme sofort beendet und den hausarzt aufgesucht, ihm sei das nicht bekannt. Die Symptome sind noch da. Sind denn mit nicht reversiblen Schäden schon bei einer kurzen Einnahmedauer zu rechnen? (7 Tage 3x100 mg, 1tag 1x 100mg) oder sind die chronischen irreversiblen Lungenschäden eher bei einer langen  EinnahmeDauer zu befürchten??? Ehrlich gesagt, habe ich einen richtigen Anflug von Panik. Ich habe drei kleine Kinder und möchte mir jetzt dadurch keine tödliche Lunhenfibrose zugezogen habe. im Internet findet man diese Nebenwirkung eher bei den Langzeiteinnahmen, aber in der akuttherapie ist ja die DoSperrung deutlich stärker, weshalb ich mir unsicher bin. 

Vielelicht können Sie mir da einen Rat geben und etwas beruhigen. Ich habe mit Budenosid -Kapseln zum inhalieren hier. Die habe ich im September aufrund einer Covor-Erkrankung bekommen. Damit sind Symptome recht schnell abgeklungen damals, kann ich das jetzt vielelicht auch zur Ausheilung  der Beschwerden nehmen? 

Danke 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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25.12.2021, 16:54 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
An sich ist es sehr gut möglich, dass die Beschwerden, die sich entwickelt haben, durch das Nitrofurantoin hervorgerufen wurden. Da die Beschwerden so rasch eingetreten sind, spricht das natürlich für eine akute Reaktion. Die Symptome lassen in solchen Fällen normalerweise nach, sobald das Antibiotikum wieder abgesetzt wird.
Richtig ist, dass Nitrofurantoin aber auch Langzeitschäden hinterlassen kann. Die Schwere der Schäden korreliert dann recht gut mit der lebenslang eingenommenen Dosis. Diese ist bei Ihnen durch das rasche Absetzten insgesamt gering, es ist also nicht davon auszugehen, dass sich bei Ihnen ein ausgeprägter bleibender Schaden entwickelt. Natürlich sollten Sie aber darauf achten, das Antibiotikum in Zukunft nicht wieder einzunehmen.
Bezüglich der Behandlung Ihrer Beschwerden können und dürfen wir Ihnen aber keine Empfehlung geben, deswegen sprechen Sie einfach kurz mit Ihrem Hausarzt. Das sollte sich gut bessern lassen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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25.12.2021, 23:00 Uhr
Antwort

Liebes Expertenteam, 

vielen Dank für Ihre doch recht beruhigende Antwort. Eine Rückfrage habe ich noch. Sie schrieben, dass es auf die lebenslang eingenommene Dosis ankäme ? Ich habe nittofurantoin in meiner Jugend schon mal als Langzeitantibiose erhalten. Das ist ca .10-12 Jahre her. Da weiß ich leider die Genaue Einnahme Dauer nicht mehr. Ich meine urotablinen für 6 Monate waren es. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Nebenwirkungen gehabt. Heißt es dass ich den Behandlungszeitraum mit einrechnen muss? Ich habe bislang sonst keine Probleme gehabt. Ich habe im September einen impferuchbruch erlitten und bin an covid 19 erkrankt, da hatte ich Probleme mit Kurzatmigkeit und hatte das Gefühl nicht tief einatmen zu können. Das legte sich nach einigen Tagen. Dieses Gefühl kam jetzt wieder zurück nach Einnahme der akuten Dosis Nittofurantoin. Ich habe das Gefühl, dass es sich in der Tat schon etwas gebessert hat: die Schmerzen hinterm Brustbein sind nicht mehr so stark und nicht den ganzen Tag und der Husten ist etwas weniger. Ab und zu habe ich noch Reizhusten und das Gefühl nicht tief einatmen zu können. Das Antibiotikum nehme ich nun seit 8 Tagen nicht mehr. ich war beim Hausarzt, er sage ich solle 14 Tage budenosid inhalieren. sauerstoffSättigung war super! Er sagte auch dass nach einer kurzen EinnahmeDauer nicht mit einer chronischen Lungenschädigung zu rechnen ist. das Ist beruhigend. Jedoch mache ich mir jetzt Gedanken zur lebenslangen Dosis , wie sie beschrieben haben. besteht dadurch jetzt eine große Gefahr , dass ich es vor Jahren schon mal genommen habe??? wnn die beschwerden So bestehen bleiben würden, käme ich ja klqr Damit. Ich habe nur Angst vor einer tödlich verlaufenden lungenfibrose. Ich habe drei kleine kinder und habe davor wirklich Panik

Ich werde das Medikament auf Jeden Fall nie wieder einnehmen. 

Lifeline Gesundheitsteam
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28.12.2021, 19:58 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

wenn Sie jetzt schon eine deutliche Besserung erfahren haben, sollte es sich nicht wieder als Nebenwirkung des Antibiotikums verschlimmern. Es sieht insofern doch sehr gut aus.
Es stimmt schon mit der lebenslangen Dosis, aber das entwickelt sich nicht irgendwann später einfach so. Deswegen ist es wichtig, dass Sie das Medikament wirklich nicht mehr einnehmen. Aber wie gesagt, es scheint jetzt schon ersteinmal wieder überstanden.
Vor eine Fibrose sollten Sie sich auch keine Sorgen machen müssen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen nochmals weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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28.12.2021, 20:27 Uhr
Antwort

Liebes Expertenteam, 

ich möchte mich herzlich bei Ihnen bedanken! Ihrw beuhigende und kompetente Antworten haben mich sehr erleichtert. Als die Probleme auftauchten und ich das daraufhin in der packungsbeilage gelesen habe, bin ich regelrecht in Panik verfallen. Vor allem wenn man das Gefühl hat dass man nicht tief einatmen kann, bekommt man schon etwas Angst. Das Gefühl ist leider noch immer da, aber ich bin ganz positiv gestimmt, dass es besser werden wird, vor allem wenn man nicht mehr so darüber nachdenkt. Das hat mich so verrückt gemacht. Beruhigend fand ich auch Ihre Antwort, dass sich das auf die vorausgegangene langzeirbehandlung vor + 10 Jahren nicht später einfach so entwickelt. Nehmen werde ich es nie wieder. Das hat sich mein Hausarzt gleich Vermerkt. Vielen vielen lieben Dank! 

Lifeline Gesundheitsteam
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28.12.2021, 23:45 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

es freut uns wirklich sehr, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten. Herzlichen Dank auch für Ihr Lob.
Sollten sich im Verlauf weitere Fragen ergeben, sind wir natürlich gerne wieder für Sie da.

Bis dahin alles Gute - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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