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Diagnose Papillenprominenz Kleinkind 2 Jahre

Kategorie: Augen » Expertenrat Augenheilkunde | Expertenfrage

08.03.2019 | 09:24 Uhr

Hallo liebes Expertenteam, 

vor ca. 6 Monaten wurde bei meiner tochter (heute 2 Jahre alt) eine Papillenprominenz am linken Auge festgestellt. 

Der Befund lautet altuell:

Das Ventrikelsystem ist mittelständig. Der 3. Ventrikel hat einen Durchmesser von 4.0mm. Die beiden Hirnseitenventrikel sind nicht verklumpt. Das Hirnparenchym unauffällig. Der Interhemisphärenspalt nicht  erweitert. Farb- Doppler- Sonographie: Reguläre Strömung in der A. Cerebr med..

Orbita- Sono: Es zeigt sich bds eine Papillenprominenz von ca. 2 dtr. Der Sehnervdurchmesser liegt bei 3.00mm

 

In der ersten Untersuchung war die Rede von einer Papillenprominenz am linken Auge von 2 dtr. Diese hat sich nicht verändert. Der Professor, der die Sono auch das letzte mal durchgeführt hat, sprach davon, dass sich nichts verändert habe, allerdings empfinde ich es schon als Veränderung, wenn plötzlich beide Augen betroffen sind. Leider habe ich den Brief erst zuhause gelesen, sodass ich den Professor dazu leider nicht mehr befragen konnte.

Auch waren wir, nach der ersten Untersuchung beim Augenarzt, der uns mit Dringlichkeit ins UKE überwiesen hat. Die beim Augenarzt durchgeführte Augenschule, die sowieso geplant war, verlief sehr gut und es wurden keine Auffälligkeiten gefunden. Im UKE wurde unsere Tochter, nachdem sie Augentropfen zur erweiterung der Pupille bekommen hat, untersucht. Es konnte keine prominenz der Pupille entdeckt werden, der Arzt fand Ihre Augen unauffällig.

Bei einem Neurologen wurden die Hirnströme unserer Tochter auch untersucht, auch dort bleib alles unauffällig. 

Nun natürlich das nicht erwünschte Ergebnis der neuen Sono. 

Nun zu meiner konkreten Frage: was genau bedeutet dieser Befund, was sind die Vorgehensweisen. Trotz mehrerer Untersuchungen, haben wir keine klare Aussage über diese Diagnose erhalten. Zunächst hieß es, das die Prominenz nur sehr gering ausgeprägt sei um sich zu sorgen, dass das Auge aber dadurch unscharf sehen könnte, nun heißt es, es könnte im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Zwischen einer Brille und Blindheit liegen für uns Welten. Wir befürchten schon, was die nächste Untersuchung für Hiobsbotschaften bereithält. Wir haben das Gefühl, dass sich keiner so richtig Äußern möchte oder kann Oder eben keine Zeit hat. Der Augenarzt erschreckte uns, dass ein MRT gemacht werden müsste, etc. Der Chefarzt der Uniklinik fand das quatsch und wir wissen nicht einmal konkret, womit wir es genau zutun haben. Momentan sind wir in 6 Monaten erneut zur Sono geladen. Natürlich ist uns klar, dass es nie eine gute Idee ist, Diagnosen zu googeln, leider blieb uns bisher nicht viel übrig, aber auch hier finden wir kaum etwas über eine Papillenprominenz als solche, sonder nich beruhigende Nebenfelder. Können Sie mir vielleicht Auskunft geben? 

Sind die Werte noch im Bereich, dass entspannt auf die Entwicklung des Kindes gewartet werden kann oder sollten alle Alarmglocken bei uns läutern? was Genau bedeutet der Befund für das Gehirn? Sind Hirnschäden möglich oder betriffen die Folgen lediglich die Augen. Konkret ist die Papillenprominez Lebensbedrohlich? 

Vor allem fragen wir uns, kann ein Arzt ohne MRT überhaupt feststellen, dass sie Papille prominent ist? allein durch das hineinschauen? Oder welche Untersuchungen sind dazu notwendig. Wir haben diesbezüglich ja die Sono machen müssen und finden es daher natürlich seltsam, dass es anscheinend auch ohne geht? Aber wir sind natürlich keine Ärzte Und könnten alles überhaupt nicht einschätzen oder beurteilen. Vielleicht können Sie uns weiterhelfen. 

 

Vielen dank für Ihre Zeit und Mühe 

Beste Grüße 

Gaia 

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Bisherige Antworten
Experte-Thelen
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10.03.2019, 14:33 Uhr
Antwort von Experte-Thelen

Lieber Patient,

es sollte halt festgestellt werden ob es sich um eine wirkliche pathologische papillenschwellung oder- Prominenz handelt, wenn alle neurologischen Untersuchungen unauffällig waren einschließlich der Sonographie kann man zunächst ert einmal beruhigt sein. Auf der anderen Seite sprich wenn ihr Augenarzt fest davon ausgeht, dass diese Papillenschwellung neu aufgetreten ist, ist die Durchführung eines MRT zum Auschluss eines zentral nervösen Geschehens durchaus sinnvoll um endlich Riuhe in die Angelegenheit zu bekommen. Ich würde mir von einer Universitäts-Augenklinik eine zweite Meinung einholen hinsichtlich der Papillenschwellung.

Herzlichst Ulrich Thelen

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