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Verschlechterung der Luft nach Alkoholgenuss

Kategorie: Allergien » Expertenrat Allergie | Expertenfrage

16.07.2021 | 00:40 Uhr

Guten Abend,

in den letzten Jahren habe ich Gesundheitlich einige beschwerden.

Angefangen haben meine probleme mit 18 Jahren (2016). Wir haben mit Freunden gefeiert und auch Alkohol genossen. (Weinregion, Beruf Winzer...). Am nächsten Tag - auch etwas verkatert habe ich mich auf den Traktor gesetzt und gearbeitet. Es war sehr warm, Klimaanlage funktionierte nicht... Irgendwann: schlechte Luft, Schwindel, Angst. Rückblickend war es durch die schlechte Luft bedingt eine Panikattacke. Der Hausarzt sagte mir das es von Verspannungen bzw. eingeklemmten Nerven in der HWS kommt (HWS-Syndrom). 
Mit dieser Diagnose bin ich einige Jahre "rumgerannt" und habe alles auf den Rücken bzw. HWS geschoben, hatte immer wieder mal Panikattacken, teilweise auch eine Angststörung.
Während dem Herbst 2020 habe ich dann auch sehr schlecht Luft bekommen durch die Nase.
Doc: Nasenspray (Dymista) und Allergietest.

Allergietest: Tiere (Katzen, Pferde, etc), Gräser, div. Bäume und ganz schlimm: Hausstaubmilben.

Dann kam mir Rückblickend mehr oder minder die Erleuchtung: Es war nicht der Rücken sondern (Allergisches) Asthma?

Mein Hausarzt hat sich nicht wirklich ausgedrückt, hat mir Beclometason verschrieben (4 Wochen 2x Morgens und 2x Abends, danach langsam absetzen). In der Zeit ging es mir so gut wie schon lang nicht mehr. Gut durchatmen, keine Angst mehr, ...

Beim Absetzen wurde es aber wieder schlimmer, dummerweise war auch mein Nasenspray leer, was die Luft natürlich auch verschlimmert hat und mich alles wieder ein bisschen runter gezogen hat. (Absprache mit dem Doc: Inhalator wieder 2x Morgens 2x Abends + Dymista; die Einstellung des Sprays war soweit laut HNO Arzt auch gut, da ich dort einen Lungentest gemacht hatte).

Nun soll man Feste feiern wie sie fallen und gestern wurde also Geburtstag meines Bruders gefeiert:

3 Weinschorlen (circa 600 ml Wein)

1 Sekt 0,1l

diverse Weine probiert - evtl auch nochmal 400ml?) 

alles über einen Zeitraum von 6/7 Stunden. 

Geschlafen: 6 1/2h und heute morgen (wie eigentlich nach jedem Alkoholgenuss) extremer schwindel, gangunsicherheit, teilweise extrem schlechte luft (wie ein kleiner Asthma-anfall, alles geht zu).

Diese "Symptome " habe ich wie gesagt eigentlich immer wenn ich mal trinke und es belastet mich schon - denn das ist für mich kein typischer Kater mehr.

Infos zu mir:

-Migräniker

-115kg (im letzten Jahr 20kg abgenommen, wird hoffentlich noch mehr...)

-für das gewicht eigentlich schon immer trotzdem eher sportlicher, aber die fehlende Luft raubt einem die Lust sich sportlich zu betätigen

-Raucher... sicherlich nicht förderlich für die Lunge / Asthma / etc. allerdings können nach kurzer Zeit doch nicht solche probleme entstehen? Oftmals bekomme ich auch sehr gut, ganz normal luft. Also quasi nur immer mal wieder anfallsartig...

Nun also letztendlich die Frage:

Warum bin ich nach dem Alkohol trinken immer so komplett fertig und bekomme ich mit dem Inhalator + Nasenspray alles in den Griff?

ich freue mich auf Ideen und gedankengänge

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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18.07.2021, 21:55 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Das kann verschiedene Gründe haben und wir wollen natürlich gerne einige Ideen geben.
Es könnte zum einen mit dem im Wein enthaltenen Histamin zusammenhängen. Dadurch könnte es zu einer Art allergischen Symptomatik kommen, obwohl eigentlich keine Allergie vorliegt. Genaugenommen liegt das nicht (nur) am enthaltenen Histamin sondern auch daran, dass Alkohol und Histamin teilweise über den selben Weg abgebaut werden und damit mehr Histamin anfällt.
Eine bessere Erklärung ist aber aus unserer Sicht folgende: Durch den Alkohol wird der Körper müder und schwächer/unkoordinierter. Das mag an sich kein Problem darstellen, im Schlaf kann es aber dazu kommen, dass durch eine schlaffere Zunge die Atemwege etwas eingeengt werden und die weniger aktive Atemhilfsmuskulatur führt dazu, dass der Brustkorb nicht soweit aufgeht. Gerade bei übergewichtigen Menschen kann'es dadurch dazu kommen, dass der Schlaf dann nicht mehr so erholsam ist, da es immer wieder zu Atemaussetzern kommt, die verhindern, dass der Schlaf richtig tief wird. Dadurch könnten Sie sich so fertig fühlen.
Das Astma trägt hierzu natürlich auch bei. Gerade Rauchen kann die Entzündungsreaktion verstärken. Deswegen können die kleinen Atemwege auch weiter verlegt sein. Dann helfen Spray und Inhalator natürlich.
Wenn unsere Idee stimmt, wären sinnvolle Maßnahmen weiter abzunehmen (was Sie löblicherweise schon tun) und das Rauchen aufgeben.
Wie gesagt, das ist Spekulation, wäre aus usnerer Sicht aber plausibel.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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