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Allergischer Gruß oder doofe Angewohnheit?

Kategorie: Allergien » Expertenrat Allergie | Expertenfrage

11.05.2020 | 15:00 Uhr

Liebes Lifeline-Team,

ich bin sehr hypochondrisch veranlagt und mache mir ständig Sorgen, sobald ich irgendwas an meinen Kindern entdecke, was mir komisch vorkommt. Seit 2 Jahren hat meine Tochter (6) eine helle Querlinie über der Nasenspitze, die auch im Winter sichtbar ist, aber mehr im Sommer, weil sie nicht braun wird. Meine Tochter hat die Angewohnheit (?), ihre Nase immer hoch zu schieben, so dass genau an dieser Stelle eine Falte entsteht. Wenn ich sie frage, warum sie das macht, sagt sie "es juckt". Wenn sie es macht und ich sie anspreche ob die Nase juckt, sagt sie nein. Daran merke ich, dass sie gar nicht merkt, dass sie das macht. Sie macht es drinnen, draußen, egal welches Wetter ist und auch an anderen Orten. Nicht andauernd, aber bestimmt so 10 x am Tag.

Manchmal niest sie auch 6 x am Tag (auch egal welches Wetter). Ist das schon zu viel oder noch normal? Ich habe gedacht, dass sie vielleicht eine Allergie hat und habe ihr einfach mal eine halbe Lorano gegeben (bin selbst Allergiker). Danach ist aber keine Veränderung eingetreten. Sie hat sich genauso oft die Nase gerieben und geniest wie immer. Dann kann man doch eine Allergie eigentlich ausschließen oder?

Ich möchte ihr und mir einen Allergietest ersparen, weil der ja auch nur anzeigt, auf was der Körper sensibilisiert ist. Das würde mich wahrscheinlich zusätzlich noch bekloppt machen, wenn ich dauernd denke welche Allergie sie danach kriegen KÖNNTE.

 

 

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Experte-Barczok
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12.05.2020, 22:36 Uhr
Antwort von Experte-Barczok

Hallo,

 

Die von Ihnen schön beschriebene Querlinie über der Nase heißt bei uns Allergologen "Allergikergruß" und entsteht genauso wie Sie es beschreiben bei Kindern, die sich dauernd an die Nase fassen. Was meines Erachtens nicht so sinnvoll ist, dass Sie die Symptomatik mit einem Antiallergikum behandeln, ohne dass geklärt ist, was nun eigentlich Sache ist. Ein Allergietest ist ganz einfach, klärt die Situation und ermöglicht es Ihnen, sich gegen das Allergen (wahrscheinlich Pollen) zu schützen bzw. eine sinnvolle Therapie dagegen auszuarbeiten. Sie sollten daher mit ihrem behandelnden Arzt über dieses Thema sprechen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Barczok

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