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Auch in der Postmeno noch zyklische Beschwerden?

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

23.02.2021 | 08:16 Uhr

Liebe Leidensschwestern, ;-)

 

sagt mal, kann es sein, dass die Beschwerden auch in der Postmeno noch zyklisch auftreten?

Ich hatte ja bis zum letzten Jahr jahrelang keine labilen Stimmungen mehr, war diesbezüglich recht stabil. Nur halt Hitzewallung. Mal ziemlich doll, mal nur zweimal am Tag. Das folgte aber keinen bestimmten Zyklus und blieb auch schon mal über ein paar Monate konstant in die eine oder andere Richtung.

Die Beschwerden (hab ja nun schon oft genug darüber geschrieben), die ich seit Anfang letzten Jahres haben scheinen in der Nachbetrachtung aber einem bestimmten Zyklus nachzugehen. Nicht monatlich, sondern eher zwei- oder dreimonatlich.

Dazwischen waren zumindest in den ersten drei Phasen Wochen komplett ohne Beschwerden (außer Hitzewallungen, aber die stören mich nicht).

Schlimm war es ja um die Weihnachtstage bis in den Januar hinein, bis ich von meinem Psych Opipramol bekam.

Ich ging zwar wie auf Eiern, war anfangs extrem müde, aber die miesen Gedanken kamen nicht mehr durch. Ich habe seitdem auch kaum Hitzewallungen mehr, zum ersten Mal seit zehn Jahren.

Seit drei Tagen geht es jetzt aber (trotz Opipram) wieder los - alles, außer den Hitzewallungen.

Komischerweise gehen diesen Phasen immer Tage voraus, wo es mir ganz besonders gut geht . Denen folgen Tage, an denen ich müde bin und ständig schlafen könnte (und kann), in der Zeit habe ich kaum Ängste.

Und dann kommt auf einmal ein Tag, wo die Müdigkeit wie weggeblasen ist, dafür kommt dann die innere Unruhe und das Gefühl, als hätte ich pures Koffein in mein Sonnengeflecht bis in den Hals hinein gegossen.
Wenn ich Pech habe, auch eklige depressive Verstimmungen (die nerven mich am meisten).

Der Tag ist häufig gut, morgens bin ich noch unruhig, das wir dann aber gegen Mittag besser (Stimmungsschwankungen habe ich in dieser Zeit nicht, dafür rücken die negativen Gedanken aber wieder mehr in den Vordergrund, allerdings nicht so schlimm, dass ich mich nicht von ihnen ablenken könnte.

Mittags nach dem Essen ist es dann meist richtig gut, da mache ich dann auch gerne ein Nickerchen und schlafe dabei tief und fest.
Danach ist es meistens auch noch für ein oder zwei Stunden gut.

Dann fangen aber meistens gegen Abend entweder diese Spannungszustände oder depressive Verstimmungen an. Zur Schlafenszeit wird es meist besser, und ich kann im Bett etwas entspannen und noch Lesen oder so.

So, und dann wache ich in diesen Phasen aber morgens früh auf - viel früher als sonst. Manchmal nur mit innerer Spannung, die mich nicht wieder einschlafen lässt, heute aber mit einem starken Unruhegefühl und einer fiesen depressiven Verstimmung. Das ist nur schwer auszuhalten, und ich kann mich dann auch nicht durch Lesen oder so ablenken.
Dabei habe ich dann ständig das Gefühl, etwas esse  zu müssen, aber wegen der Anspannung nicht zu können. So als wäre ich permanent unterzuckert.

Ich bin dann aber noch so müde, dass ich noch nicht aufstehen will. Bleibe ich liegen, löst sich die Depristimmung nach etwa einer Stunde und die Anspannung geht auf ein einigermaßen erträgliches Maß zurück.

Dabei frage ich mich dann immer: sind das wirklich die Hormone oder bin ich es selbst die das auslöst.
Als ich mich gestern morgen plötzlich wieder so fit fühlte, wurde mein Unterbewusstsein wohl misstraurisch und hat gleich mal wieder ausgetestet, wie ich denn jetzt mit negativen Gedanken umgehen kann.

Gestern Abend war es so, dass es mir gut ging. Ich hatte Hunger (eigentlich  schon den ganzen Tag trotz reichlich Essen ein leichtes Gefühl der Unterzuckerung gehabt).
Machte mir was zu essen (Vollkornbrot und Veggie-Würstchen - also langkettige Kohlenhydrate), meine erwachsene Patentochter rief mich an, und nach dem Essen steigerte sich das Gefühl der Unterzuckerung und damit die Angst (gestern war es mal wieder die Angst vor Derealisation - die Angstthemen wechseln gerne täglich). Hinzu kam eine leichte depressive Stimmung, die ich mir nicht erklären konnte. War aber nicht wild, ich merkte nur, wie ich (wider besseren Wissens) immer mal wieder vom Gespräch abwich und meine Umgebung beobachtete.

Das ist so dämlich, denn es ist ja nicht so, dass ich das andauernd hätte, und wenn ich mich mal "glasig" fühle, weil ich zu lange nichts gegessen habe oder Kreislaufprobleme oder überfordert bin, gehe ich da in einer guten Phase einfach drüber weg, denn es verschwindet ja wieder. Hab da aber Anfang letzten Jahres mal so Horrorgeschichten im Netz gelesen, die mir in solchen Momenten immer wieder einfallen.

Nach dem Gespräch las ich dann noch ein bisschen neutrales Zeug im Internet und setzte mich danach zu meinem Freund ins Wohnzimmer.

Dieses leichte Deprigefühl ging weg, nachdem ich die Opipramol genommen hatte und im Bett lag. Es war dann richtig gemütlich und ich schlief recht schnell ein. Habe auch gut geschlafen und gut geträumt:

Warum wache ich dann so früh und so besch ... auf? Ich kenne ähnliche Gefühle, wie diese leicht depressive Unruhe von Zeiten, wo ich nachts  viele Hitzewallungen hatte. Da hat es mich aber nicht gestört, denn ich wusste in dem Moment, wovon es kam und dass es bald wieder verschwindet, sobald der Körper sich ausgemährt hat.

Kann es sein, dass diese Verstimmungszustände das sind, was quasi vor Opipram die Hitzewallungen waren, nur dass Hitze und Schwitzen und das Zittern, mit dem dann auch die Anspannung wieder verschwand, jetzt ausbleiben?

Oder verursache ich das selbst durch meine Ängste tagsüber (ich das verstehen würde, wenn ich mich in eine richtige Panik hineinsteigern würde. Aber genau das mache ich ja nicht. Maximal fange ich an, mich unverhältnismäßig doll selbst zu beobachten. Ich habe dann eher Sorge, aber keine richtige Panik oder Angst.

Oder machen es eben doch nur die Hormone?

Denn warum würde der Spuk sonst so zyklisch auftauchen im Anschluss an extrem gute Tage und Nächte?

Liebe Grüße
Joana

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