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Regelschmerzen nach den Wechseljahren

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

24.06.2017 | 20:48 Uhr

Sehr geehrtes Expertenteam,

ich (39) bekomme seit 2 Jahren keine Blutung mehr und nehme zur Hormonersatztherapie 100mg Famenita vaginal und 1 Hub Estreva Gel.

Lange Zeit ging es mir gut damit.

Zwischenzeitlich war das Estreva Gel nicht mehr erhältlich und ich musste auf Gynakadin umsteigen und gegen Ende der Packung bekam ich typische PMS Beschwerden, aber keine Blutung.

Ich habe 1 Woche mit den Medikamenten pausiert und eine Besserung und Blutung erwartet, was beides nicht passierte.

Nun nehme ich seit 3 Wochen wieder die übliche Dosis Estreva und die Beschwerden (geschwollene, sehr schmerhafte Brüste, Ziehen im Unterleib) wollen nicht verschwinden.

Gestern nacht bin ich wegen einem Schmerzanfall (wehenartig, wie bei der Menstruation) sogar umgekippt.

Der Gymälologe konnte nichts feststellen.

Etwas aufgebaute Schleimhaut und eine winzige Zyste

Haben Sie viellleicht eine Erklärung oder Vermutung, was da nicht in Ordnung sein kann?

 

Viele Grüße,

Linaa

 

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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25.06.2017, 10:17 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Linaa,

bei einem vorzeitigen Hormonausfall mit erst 39 Jahren ist grundsätzlich ein Wiederaufflammen der Eierstockfunktion möglich.
Das erklärt jedoch eigentlich nicht so starke Beschwerden.
Um einzuordnen, ob diese aber in Zusammenhang zu körpereigener Hormonaktivität stehen, könnte man orientierend FSH und Östradiol im Blut bestimmen.
Krampfartige Beschwerden können natürlich auch andere Ursachen haben und z.B. vom Darm ausgehen.

viele Grüße!

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03.07.2017, 09:19 Uhr
Antwort

Guten Tag und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich habe leider das Ergebnis der Blutuntersuchung noch nicht, aber heute plötzlich eine Schmierblutung.

Sollte ich nun mal für 1 Woche mit beiden Medikamenten pausieren? So wurde das ganz am Anfang meiner HET gehandhabt, als hin und wieder noch Blutungen auftraten?

Oder ist es ungünstig, die Hormone immer wieder für ein paar Tage komplett abzusetzen?

Und kann ich zukünftig mit der Menge des Estreva Gel variieren oder es weglassen,  wenn wieder eine gefühlte Östrogendominanz auftritt?

Woran erkennt man, ob ggfalls das Progesteron erhöht werden muss? Momentan nehme ich ja die 100mg Kapseln.

Viele Grüße und eine schöne Woche wünscht

Linas

Expertin-Grüne
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03.07.2017, 19:58 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Linaa,

wenn Sie pausieren, wäre zu erwarten, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Hormonausfall zunehmen, sofern sich daran nichts geändert hat.
Von daher sollten Sie besser das Ergebnis der Blutuntersuchung abwarten. 200 mg Progesteron wären die übliche Tages- Dosis. Nur bei besonders niedriger Östrogendosierung ( 1 Hub Estreva/Gynokadin) reicht auch 100 mg üblicherweise aus. In Anbetracht der Blutung können Sie aber mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie nicht die Dosis doch zumindest vorübergehend erhöhen sollten.
Aus der Ferne kann und darf ich Ihnen diesbezüglich nichts empfehlen.

viele Grüße!

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03.07.2017, 22:31 Uhr
Antwort

Dankeschön für die Infos, das werde ich mit meinem Arzt mal besprechen.

Kann man eigentlich mit Ernährung/Sport/Entspannung einen wesentlichen Einfluss nehmen auf die Hormonspiegel?

Oder ist das weniger gravierend? Wie kommen sonst solche Schwankungen nach den Wechseljahren zustande?

Viele Grüße, Linaa

 

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04.07.2017, 15:22 Uhr
Kommentar

...mein Arzt sagte mir gerade, dass die Blutwerte alle im normalen Bereich sind und ich mal max 7 Tage das Progrsteron weglassen soll, bis die Blutung aufhört.

Die Brustschmerzen sind noch da. Auch nach 1 Woche Progestogel früh und Abends.

Was auch immer da vor sich geht, kann ich nun doch noch schwanger werden? 

Expertin-Grüne
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04.07.2017, 18:58 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Linaa,

bei einem vorzeitigen Ausfall der Hormonproduktion kann sich die Eierstockfunktion vorübergehend noch wieder erholen. Das Ausbleiben der Blutung heißt auch nicht automatisch, dass die Eierstöcke bereits funktionslos sind. Es könnte auch eine Hormonstörung dahinter stecken.
Fragen Sie also nach, was es bedeutet, dass die "Hormonwerte normal" sind.
Möglicherweise gibt es dabei wieder Eisprünge, dann können Sie auch noch schwanger werden. Das kann Ihr Arzt in Kenntnis der Befunde besser beurteilen.

viele Grüße!

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28.07.2017, 15:40 Uhr
Kommentar

Guten Tag Frau Grüne,

leider ist mein Arzt derzeit im Urlaub und ich bitte Sie nochmals um Hilfe.

Nach meinen letzten Beschwerden bekam ich eine Blutung und mein Arzt empfahl mir, max 1 Woche mit den Mediiamenten zu pausieren.

Die Brustschmerzen blieben, die Blutung hörte nach 1 Woche auf.

Ich begann wieder mit 100mg Famenita und ca einem halben Hub Estreva.

Nach ca 1 Woche kam eine neue Blutung mit viel Schleimhaut dabei. Ich habe wieder die Medikamente weggelassen bis nach die Blutung weg war.

Die Brustschmerzen und die Schwellungen nahmen erst am vorletzten Tag der Blutung endlich (nach ca 2 Monaten) ab.

Nun nehme ich seit 2 Tagen wieder Famenita und seit gestern minimal Estreva dazu und habe schon wieder gespannte Brüste und Schmerzen.

Vom Gefühl her würde ich sagen, ich bin ohne die Hormongabe besser dran. Was sind die Risiken, wenn ich erstmal damit aufhöre?

Geht es bei der HET bei frühen Wechseljahren denn darum, die Hormone nur pro Forma zu ersetzen oder gibt es bestimmte Werte die erreicht werden sollen?

Oder ist vorrangig ein Gleichgewicht von Progesteron und Östrogen angestrebt?

Ich weiss leider gar nicht, was ich mir da täglich zuführe und ob es richtig, zuviel oder zu wenig ist. :-X

Expertin-Grüne
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29.07.2017, 13:11 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Linaa,

wenn die Diagnose vorzeitiger Wechseljahre bestätigt ist, ist eine Hormonersatztherapie bis zum mittleren Menopausenalter (ca. 50) sinnvoll. Dann sollte auch eine adäquate Dosierung verwendet werden, nur 1/2 Hub Estreva wäre nicht ausreichend.
Die Beschwerden lassen aber vermuten, dass in Bezug auf Ihre Eierstockfunktion "das letzte Wort noch nicht gesprochen ist", von daher wäre ggf. eine erneute Hormonanalyse sinnvoll, bevor man die weitere Therapie plant.
Sie können sich dazu auch einen einen gynäkologischen Endorkrinologen wenden.

viele Grüße!

 

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