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Mikrohämaturie und Thrombozytopathie

Kategorie: Leben-Familie » Expertenrat Kinder- und Jugendmedizin | Expertenfrage

30.12.2019 | 17:43 Uhr

Hallo,

Unsere Tochter, 5 Jahre, hat verschiedene gesundheitliche Probleme.  Anfang 2018 wurde bei ihr eine Mikrohämaturie festgestellt. Diese wird durch einen Urologen halbjährlich durch Ultraschall und Urinprobe kontrolliert. Der Ultraschall ist bisher ohne Befund und im Urin befinden sich eumorphe Erys. Da sich bis jetzt alles unauffällig verhält wurde keine Blutwerte genommen. Der Urologe möchte weiter alle 6 Monate kontrollieren. Unser Kinderarzt findet das allerdings völlig überflüssig.  Der Vertretungskinderarzt war allerdings völlig anderer Meinung und findet das alles fahrlässig. Er findet eine Kontrolle alle 3 Monate für sinnvoll und meint auch   der Kreatininwert muss überprüft werden.  Für uns natürlich eine Farce, die Situation einzuschätzen für uns unmöglich. Wir machen uns nur noch Sorgen.  Was ist denn nun richtig? Vor 4 Wochen wurde dann noch eine leichte Thrombozytopathie festgestellt. Ein weiterer Blutwert war zusätzlich auffällig. Der Gerinnungsarzt, meinte allerdings, das dass daran liege, das sie krank sei. Dummerweise habe ich nicht gefragt welcher Wert dies war. Ich war so geschockt, das wieder etwas dazu kommt. Im Januar folgen die restlichen Ergebnisse. Zusammenhängen soll das alles nicht. Kontrolle folgt in 6 Monaten. Ich frage mich ob das alles ein Ende hat? Irgendwann. Oder ob unser Kind weiter immer zu Kontrollen muss ? Sie muss zusätzlich noch alle 6 Monate zum Augenarzt. Ich mache,das natürlich gerne und möchte auch das sie bestmöglich versorgt ist. Aber ich habe das Gefühl das sie nur beim Arzt ist.  Mich lässt das Gefühl nicht los, das alles irgendwie zusammen hängt. 

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Lifeline Gesundheitsteam
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31.12.2019, 19:31 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

wir können und dürfen ohne Untersuchung leider keine Diagnose stellen. Laut einem Artikel der Ärztezeitung ist aber die Abklärung einer asymptomatischen Hämaturie im Kindes und Jugendalter nicht seltenund bedarf bei negativer Familienanamnese meistens keiner aufwändigen Abklärung. Tatsächlich sollte der Urin auch auf Eiweiß überprüft werden, was aber für gewöhnlich standardmäßig erfolgt.
Der Kreatinwert kann tatsächlich auch mal überprüft werden, das ginge dann wahrscheinlich bei Auffälligkeiten mit Eiweiß im Urin einher.
Ob letztlich ein Zusammenhang besteht oder nicht zwischen der Augenerkrankung und den Nieren, können wir nicht sagen. Es ist aber theoretisch möglich. Bei verschiedenen Erbkrankheiten, die mit einem Defekt des Kollagens Typ IV zusammenhängen sind Niere und Augen betroffen. Dazu müsste aber geklärt sein, um was für eine Augenerkrankung es sich handelt.
Sie können uns gerne nochmal fragen, wenn die übringen Befunde vorliegen. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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